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V. 1 Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe [zu suchen], und sich auf Pferde verlassen und auf Streitwagen vertrauen, weil es so viele sind, und auf Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und den Herrn nicht suchen!

Das Südreich Juda ist kurz davor sich mit Ägypten zusammenzuschließen um gegen die ankommenden Nation Assyrien bessere Chancen zu haben. Sie schauen auf Ägypten und sehen gute Gründe dafür, sich mit diesem Volk zusammenzuschließen. Es hat viele Streitwagen und Reiter, die sehr stark sind. Komischerweise finden sie aber keine Gründe auf Gott zuschauen, bzw. denken nicht dran. Die offensichtlichen Argumente Ägyptens überzeugen Juda.
Gott lässt das aber nicht mit sich machen:

V.2 Aber auch er ist weise und führt Unheil herbei, und er nimmt seine Worte nicht zurück; sondern er steht auf gegen das Haus der Bösen und gegen die Hilfe der Übeltäter.

V.3 Denn die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist; der Herr braucht nur seine Hand auszustrecken, so wird der Helfer straucheln, und der, dem geholfen werden sollte, wird fallen, so daß sie alle miteinander umkommen.

Gott zeigt kurz seine Argumente, die Juda sehr wohl kennt. Oft haben sie das schon erlebt und müssen sich nur daran erinnern was Gott tut und wie er ist (vgl. Psalm 20,8)
Danach wird klar, dass die Argumente, die für Ägypten sind, eigentlich schwachsinnig sind und im Vergleich zu Gott total unbedeutend sind. Die Lügen die Juda sich selbst vorgegaukelt hat, werden offensichtlich.

Welche Dinge gibt es bei dir, die gute Gründe haben um sich auf sie zu verlassen? Sind es Menschen, Bücher, irgendwelche Ratschläge von Anderen? Was für Argumente gibt es für diese Dinge?
Wie sehen dagegen Gottes Argumente für dich aus? Vergleiche mal. Welche Seite überwiegt?

V.4 Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Wie der Löwe und der junge Löwe über seiner Beute knurrt, wenn man gegen ihn die ganze Menge der Hirten zusammenruft, und vor ihrem Geschrei nicht erschrickt, noch vor ihrer Menge sich duckt, so wird auch der Herr der Heerscharen herabkommen, um auf dem Berg Zion und auf dessen Höhe zu kämpfen.
V.5 Wie flatternde Vögel [ihre Jungen], so wird der Herr der Heerscharen Jerusalem beschirmen, ja, beschirmen, und erretten, verschonen und befreien.

Gottes Fürsorge für Juda wird hier in zwei sehr kraftvollen Bildern deutlich. Einmal der Löwe, der sich von nichts abhalten lässt und alles was ihm entgegen gestellt wird einfach kalt lässt. Zum Anderen der Vogel für den seine Jungen alles sind und sie sie beschützt, mit seinem Leben verteidigt, alles für sie gibt.

V.6 Kehrt um, ihr Kinder Israels, zu Ihm, von dem ihr so weit abgewichen seid!
V.7 Denn an jenem Tag wird jedermann seine silbernen und goldenen Götzen wegwerfen, die eure Hände gemacht haben, so daß es euch zur Sünde wurde.
V.8 Und der Assyrer wird fallen durchs Schwert, doch nicht das eines Mannes; ein Schwert wird ihn fressen, aber nicht das eines Menschen; und er wird vor dem Schwert fliehen, und seine jungen Krieger sollen zu Zwangsarbeitern werden.
V.9 Sein Fels wird vor Furcht vergehen, und seine Fürsten werden vor dem Kriegsbanner erschrecken, spricht der Herr, der in Zion sein Feuer hat und in Jerusalem seinen Feuerherd.

Gott ruft zur Umkehr. Eine Umkehr die darin aussieht, dass man sich Gott zuwendet, ihm entgegenstrebt und allem was man an Gottes Stelle gestellt hat, was den Blick von Gott abgewendet hat, den Rücken dreht.

Gott ist mehr als tausend andere Gründe. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. Welche Dinge haben deinen Blick von Gott abgewendet, vernebelt? Welche Dinge haben dir ein falsches Bild von Gott vorgelügt?
Wende dich von ihnen ab und wende dich Gott zu, weil Gott einfach mehr als alles Andere ist!

In letzter Zeit habe ich viel über das Leben mit/unter Christen nachgedacht. Was das für eine Gnade ist, aber auch oft mit Problemen zusammenhängt. Viel zu diesen beigetragen haben die Bücher “Gemeinsames Leben” von Dietrich Bonhoeffer und “Gott liebt Chaoten” von Mike Yaconelli (Eine Rezension dürfte demnächst folgen…).

Daher habe ich mich entschlossen, bzw. mit zwei anderen Jungs aus meiner Jugendgruppe, dies Thema für die nächste Bibelarbeit nächsten Freitag zu nehmen.

Ein Buch und das wird das letzte heute sein, diente uns als eine sehr gute Vorlage: “Jeder ist normal, bis du ihn kennst” von John Ortberg. Er spricht einige wichtige Aspekte für die christliche Gemeinschaft an und das tolle ist, dass er am Ende eines jeden Kapitels konkrete Fragen zum Nachdenken und zur Umsetzung gibt. Wirklich empfehlenswert!

Von den vielen Aspekten, die wichtig ist sind, haben wir uns vier ausgesucht:

  • Konfrontation – 2. Sam 12
  • Annahme – Johannes 8,1-11
  • Vertrauen – Lukas 5, 17-20;24-26
  • Vergebung – Matthäus 18,21-35
Download Kleingruppenarbeit

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch die angucken, selber verwenden oder weitergeben. Wenn ihr sie verwendet habt, wäre es schön, wenn ihr kurz schreibt wie es gelaufen ist, wie die Jugendlichen (oder wo auch immer sie anwendet) reagierten etc..

Nach langem wieder mal ein GRC, das momentan total in meine Situation gesprochen hat!

GRC113 Extrem-Situationen

Seite 791 der Bibel
(Psalm 69)

radical relationship:.

David befindet sich in einer total schwierigen Situation. Das wird in diesem Psalm ganz deutlich. Er steckt in der Sch… – äh – im Schlamm (V.15). Das Schwierige daran: Zuerst fühlt er sich mitten in dieser Situation auch noch von Gott verlassen (V.4). Dann wird ihm bewusst, dass gerade sein Vertrauen, seine Beziehung zu Gott ihm Schwierigkeiten einbrockt. Er lebt, wie Gott es will, doch die Leute um ihn herum verspotten ihn deswegen. Er hat diese Sehnsucht nach Gott (siehe letzter GRC), doch sein Umfeld versteht seinen Eifer nicht (V.6-13). Und in all dem weiss David sehr wohl, dass er kein Sonder-Heiliger ist. Und jetzt – mitten aus der Tiefe – schreit David zu Gott. Nur Er kann ihm helfen. Nur Er kann etwas aus seiner misslichen Lage machen. Nur Er hat einen Ausweg (V.18)! David ist sich bewusst, dass er keine Chance mehr hat, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er weiss, dass er völlig abhängig ist…

Ist schon interessant… Es gibt doch auch in deinem und meinem Leben Situationen, wo wir völlig hilflos sind, ganz abhängig von Gott. Nach dem Motto: Wenn du nichts tust, gehe ich unter (V.16)! Wenn du nichts tust, habe ich keine Chance und es wird sich nichts ändern… Das können schwere Krankheiten sein, eigene, oder von Menschen die uns nah stehen. Wir können nichts tun – Gott muss eingreifen. Das können verworrene Beziehungen sein, bei denen wir nicht mehr durchblicken. Nur Gott kann noch helfen! Plötzlich sind wir abhängig.

Was aber ist, wenn wir nicht in Extremsituationen sind. Dann haben wir das Leben wieder selber im Griff. Ist ja das Normale, oder?! Die Frommen unter uns sagen dann vielleicht Dinge wie: “Ich möchte abhängiger von Gott sein!” Aber das ist ein Trugschluss. Ich bin immer genau gleich abhängig von Gott: nämlich völlig! Die Extremsituationen bringen genau diese Tatsache ans Licht, an die Oberfläche. Oft meinen wir einfach, dass das nur für diese spezielle Phase gilt, aber da täuschen wir uns! Abhängigkeit von Gott ist nichts, was von uns gesteuert wird – es ist schlicht und einfach eine Tatsache. Sogar Jesus Christus sagte von sich selbst: “Das steht fest: Von sich aus kann der Sohn gar nichts tun…” (Joh 5,19). Wenn das für den Sohn Gottes gilt, dann erst Recht für uns! Auch im ganz normalen Alltag, den wir eigentlich im Griff haben… “Du hast so viel Gutes für mich bereit!” (V.14) steht in unserem Psalm. Wenn wir einfach selbst “chnuschten” verpassen wir vielleicht all den Segen, den Gott uns gerne geben möchte. Das “gewisse Etwas”, das unser Leben besonders macht! Wenn unser Leben so sein soll, wie Gott sich das gedacht hat, wenn wir das volle Potenzial ausschöpfen und in unsere Berufung kommen wollen, dann brauchen wir Gott. Wir sind abhängig! Immer.

call:.

Abhängigkeit von Gott ist eine Tatsache. Die Frage ist aber, ob wir das wirklich glauben. Ob wir unser Leben dementsprechend ausrichten. Das wäre ganz normal…
Nimm dir kurz Zeit und denk darüber nach, ob du Gottes Eingreifen vor allem in Extrem-Situationen erwartest oder auch im ganz normalen Alltag. Bekenne Gott, dass du von ihm abhängig bist. Mach das in dieser Woche zu deinem täglichen Gebet und lade Gott ein, deinen (All)Tag zu prägen und zu bestimmen.

Ps:.

Um was geht es beim GetReadyCall? Ich behaupte, dass es auf jeder Seite der Bibel um Beziehung geht. Die Sache mit Gott ist nichts Abstraktes…! Diese Beziehung zeigt sich in 3 Dimensionen: mit Gott, Christen und Nichtchristen. Diese Beziehungen sollen radikal gelebt werden – also von der Wurzel her stimmen (radikal=radix=Wurzel).
Aus diesem Grund machen wir eine Reise quer durch die Bibel. Jede Woche gehen wir 7 Seiten weiter (in der Hoffnung für alle) und ich werde ein paar Gedanken (“radical relationship”) dazu äussern. Am Schluss wird es im “Call” immer ganz praktisch – damit es auch Auswirkungen hat! Mal schauen, ob sich meine “Theorie” bewahrheitet. Ich bin gespannt! Kommst du mit? Dann abonniere den Newsletter…


Sind Christen Marionetten? Die fünf gängigsten Vorurteile

Hey, Geppetto, wie läuft’s mit Pinocchio?

„Mist, jetzt hat sich die doofe Puppe schon wieder verheddert. Warum muss die auch an jedem Stolperstein hängen bleiben? Und das, obwohl ich sie so gut führe! Ach, jetzt ist da auch noch ein Knoten! Sohn,…Sohn? Kannst du mir bitte mit den Fäden hier helfen?“

„Schon wieder? Mmhh, also gut, dann gucken wir mal… So, sollte wieder gehen Vater!“

„Danke! Ich weiß ja auch nicht, aber diese Menschen Christen…irgendwie…ich denke, ich sollte vielleicht die Fäden noch ein wenig straffer ziehen, oder?“

Finger runter, wem dieses Bild nicht bekannt ist!

Immerhin wird man als Christ mit dem geschilderten Bild öfter mal konfrontiert, oder? Dieses Bild vom leicht naiven bis lebensunfähigen Christen, der nach absoluter Willensaufgabe nicht mehr ist als die Marionette einer höheren Instanz, im Volksmund als Gott bezeichnet (außerdem unter dem Code-Namen A.L.T.E.R. G.R.E.I.S. bekannt). Diese graue Eminenz im Hintergrund, die mit ihren Püppchen so ihre Spielchen spielt.

Finger hoch, wer nicht denkt, dass in diesem Bild ein Fünkchen Wahrheit steckt! Ein böses Vorurteil, oder? Oder ist vielleicht am Ende doch mehr dran?

Abgesehen von einigen Stellen in der Bibel, in die man ohne weiteres Prädestination hineinlesen kann (oder vielleicht sogar muss?), mache ich mich tatsächlich im Glauben von Gott abhängig und gehe nur in enger Verbindung mit ihm. Ich frage Gott nach seinen Plan für mein Leben. Ich frage, was er will. Hören und gehorchen sind zwei sehr zentrale Begriffe des Glaubens. Das hinterlässt heute einen bitteren Nachgeschmack, nicht wahr? Aber: Sollte ich Angst davor haben? Gott meint es gut, sogar sehr gut mit mir. Er möchte mein Bestes, das hat er durch seine Taten sehr eindeutig bewiesen. Welchen Weg sollte ich also sonst gehen?

Leider geht mit diesem Fakt des Glaubenslebens auch oft die Annahme einher, dass man nach der Bekehrung seinen Verstand an den Nagel hängen kann. Denn daneben kann man kaum liegen. Gott offenbart mir das Leben. Er macht mir klar, worum es geht. Zugleich hilft und führt er mich. Er sagt mir aber auch klar, dass ich verantwortlich für mein Handeln bin. Ich bin ihm, meinem Nächsten und mir selbst gegenüber verantwortlich, da ich weiß, was Sache ist. Mehr denn je gilt für mich, aufmerksam zu leben. Immer wieder sollte ich mir bewusst machen und nachdenken, warum ich was mache. Ich bin mit all meinem Sein somit sogar ein Gegenüber für Gott.

Oft genug jedoch lasse ich mich in irgendwelche Muster, Strömungen, oder Launen fallen. Ich gebe mich dann tatsächlich in die Hand eines dubiosen Strippenziehers, bis…ja bis Gott mich – da ich es selber nicht mehr schaffe – wieder herausholt, mich wieder frei macht.

Mir stellt sich gerade eine Frage: An welchen Fäden hängst du? Und vor allem: Wer zieht daran?