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Kinder sind das Wertvollste einer Gesellschaft. In welchem familiären Umfeld sie aufwachsen,
wie sie materiell versorgt sind, wie sie ausgebildet werden oder welchen
Zugang sie zu kulturellen oder sportlichen Angeboten haben – all das bestimmt in
hohem Maß ihre Entwicklung und somit die Zukunftsfähigkeit eines Landes.

Dies ist ein Auszug aus dem Begleitmaterial zur Pressekonferenz, in der die Ergebnisse des Mikrozensus 2010 vorgestellt wurden.

Eine kleine Zusammenfassung:

  • In Deutschland leben ca. 13,1 Millionen minderjährige Kinder. Vor 10 Jahren waren es noch 15,2 Millionen. "In Westdeutschland ist die Zahl der minderjährigen Kinder zwischen 2000 und 2010 um etwa 10% oder knapp 1,3 Millionen auf 11,0 Millionen Kinder gesunken. Der Rückgang der Kinderzahl in Ostdeutschland war viel gravierender. Im Jahr 2010 gab es hier
    29% weniger Kinder als zehn Jahre zuvor".
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  • Minderjährige Kinder leben mehrheitlich bei ihren verheirateten Eltern – 9,9 Millionen minderjährige Kinder und somit gut drei Viertel (76%) aller minderjährigen Kinder in Deutschland lebten 2010 bei ihren verheirateten Eltern. Jedes sechste
    minderjährige Kind (17% beziehungsweise 2,2 Millionen) wohnte mit nur einem Elternteil im Haushalt zusammen. 7% beziehungsweise 971 000 Kinder lebten bei Paaren ohne Trauschein.
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  • Jedes vierte minderjährige Kind lebt als Einzelkind – Im Jahr 2000 lebten 24% der minderjährigen Kinder in Deutschland ohne Geschwister in einem Haushalt. Daran hat sich in den letzten zehn Jahren kaum etwas verändert. Auch im Jahr 2010 war jedes vierte minderjährige Kind (25%) ein Einzelkind.
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  • Bei der Hälfte der minderjährigen Kinder gehen beide Eltern arbeiten. 51%, davon ist in 75% der Fälle, ein Elternteil in Vollzeit beschäftigt und das andere in Teilzeit. Bei gut jedem fünften Kind (22%) waren beide Elternteile vollzeiterwerbstätig.
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  • Anteil armutsgefährdeter Kinder insgesamt unverändert bei 15%, Kinder von Alleinerziehenden häufiger armutsgefährdet
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  • 45% aller Schüler der Sekundarstufe besuchen das Gymnasium. Dabei sind es häufiger Mädchen (48%) als Jungen (43%).

Weitere Artikel
ZEIT-ONLINE
pro-medienmagazin
faz
Jugendhilfeportal
tagesschau

Ich bin über das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe auf eine interessante Studie gestoßen.

Eine Millionen Kinder werden täglich weltweit in der Schule geschlagen, gemobbt und sexuell missbraucht. Welche enormen wirtschaftlichen und sozialen Kosten dadurch entstehen, hat das Kinderhilfswerk Plan International erstmals in einer Studie untersuchen lassen.

Im Rahmen seiner globalen Kampagne “Lernen ohne Angst” beauftragte Plan International das renommierte Overseas Development Institut (ODI) damit, in 13 Ländern (Brasilien, USA, Indien, Bolivien, Kolumbien, Dominkanische Republik, Ecuador, Ägypten, El Salvador, Guatemala, Jordanien, Nicaragua, Peru) die sozialen und wirtschaftlichen Folgekosten von Gewalt an Schulen zu untersuchen.

Allein in diesen 13 Ländern liegen die Kosten bei über 43 Milliarden Euro.

Das Fazit der Plan-Studie: Gewalt abzuschaffen kostet Engagement und Geld. Aber in ihre Abschaffung nicht zu investieren, kostet beträchtlich mehr. Das gilt für Entwicklungsländer ebenso wie für Industrienationen.

Spirale der Gewalt
Kinder, die in der Schule Gewalt erfahren, verdienen als Erwachsene in der Regel weniger, nehmen mehr Gesundheits- und andere Dienste in Anspruch und hemmen auf lange Sicht die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Schläge, sexuelle Übergriffe und Mobbing gehören in vielen Ländern zum Schulalltag. In diese Gewalt wachsen Mädchen und Jungen hinein und werden dabei auch selbst zu Tätern. Gewalt an Schulen führt zu unentschuldigtem Fehlen, Leistungsschwäche und einer hohen Abbrecherquote.

“Gewalt an den Schulen bringt Kinder um ihre Zukunft und lässt sie in Armut verharren”, sagt Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan International in Deutschland. “Gewalt an Schulen bedeutet eine beträchtliche Last für den Staatsetat. Kein Land kann es sich leisten, diese Erkenntnisse zu ignorieren.”

Lernen ohne Angst – auch in Deutschland
Gegen die Gewalt an den Schulen startete Plan 2008 seine weltweite Kampagne “Lernen ohne Angst”. Die Erfahrungen aus den Entwicklungsländern wurden erstmals auch in drei Schulen in Norddeutschland mit Schülern umgesetzt. Erfolgreich führten Plan und das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) mit Schülern und Lehrkräften der Heinrich-Hertz-Schule und Erich Kästner Gesamtschule in Hamburg sowie des Schulzentrums Heimgarten in Schleswig-Holstein ein Projekt gegen Gewalt an Schulen durch.

Weltweit erreichte Plan International mit der Kampagne “Lernen ohne Angst” bislang Folgendes:

  • Fast 600.000 Kinder unterstützen die Kampagne
  • Über 390 Millionen Kinder profitieren von neuen Gesetzgebungen, die sie vor Gewalt schützen. Plan unterstützt aktiv die Entwicklung von Gesetzesentwürfen und Länderstrategien.
  • Die Abbrecherquote von Mädchen wurde in 22 Ländern reduziert, die von Jungen in 23 Ländern.
  • Rund 20.000 Lehrkräfte nahmen an Schulungen zu gewaltfreien Lehrmethoden teil.
  • 109.000 Familienangehörige lernten die Rechte der Kinder und Regeln der gewaltfreien Erziehung kennen.

Die ausführliche Studie von Plan International und dem Overseas Development Institut (ODI) findet sich unter dem unten beigefügten Hyperlink. Eine kurze Version von “Prevention pays – Prävention zahlt sich aus” findet sich hier: Kurzfassung

Die Bertelsmann Stiftung hat eine Studie veröffentlicht, die kurzgefasst sagt, dass es weniger Kriminalität gibt, wenn mehr Schüler den Abschluss schaffen.

Spiegel Online hat dazu einen Artikel mit vielen Grafiken geschrieben.

Grafik:

Passend zu der aktuellen Diskussion gibt es eine neue Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).
Fazit hierbei ist, dass sich viele jugendlichen Türken Kontakt zu gleichaltrigen Deutschen wünschen, es jedoch auf der anderen Seite dies kaum gewünscht wird.

Nach einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), über die die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind Türken bei deutschen Jugendlichen ausgesprochen unbeliebt – dagegen wünschen sich junge Türken durchaus Kontakt zu Deutschen. KFN-Direktor Christian Pfeiffer sieht in dieser Ablehnung einen der Gründe für Vorurteile türkischer Jugendlicher gegenüber Deutschen.

Die Untersuchung erhält besondere Brisanz durch die gegenwärtige Debatte um die Rolle der muslimischen Migranten und des Islam in Deutschland. Knapp 1600 türkischstämmige und mehr als 20.000 deutsche Jugendliche wurden im Rahmen der Studie gefragt, wen sie gerne als Nachbarn hätten. 40,9 Prozent der Türken sagten, sie fänden deutsche Nachbarn “sehr angenehm”, weitere 16,3 Prozent fänden sie “angenehm”. Neun Prozent lehnten deutsche Nachbarn ab.

Anders sah die Situation bei deutschen Jugendliche aus: nur 9,2 Prozent betrachteten es als “sehr angenehm”, wenn Türken neben ihnen wohnen würden; 38 Prozent wollen keine türkischen Nachbarn. Türken rangieren auf dem letzten Rang der Beliebtheitsskala, hinter Schweden, Italienern, Schwarzafrikanern, Juden und Osteuropäern. Pfeiffer resümiert: “Die Türken wünschen sich mehr Kontakt zu den Deutschen, aber die Deutschen zeigen ihnen die kalte Schulter”. Er sieht als möglichen Grund für die Ablehnung türkischer Jugendliche deren „Macho-Kultur“, mit denen viele deutsche Jugendliche ein Problem hätten.

Die Studie kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass Vorurteile gegenüber Deutschen umso geringer seien, je mehr Migranten und Deutsche Kontakt miteinander haben. Türkische Realschüler und Gymnasiasten äußerten darüber hinaus kaum Stereotypen gegenüber Deutschen. “Die sogenannte Deutschenfeindlichkeit von Muslimen ist ein Bildungsproblem.” sagt Pfeiffer.

[via Fachkräfteportal und Sueddeutschen Zeitung]

Dazu gab es heute auch einen Artikel zum Thema “Deutschenfeindlichkeit an Schulen” bei ZEITONLINE.