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Der Beitrag “Eat like Jesus” hat mich mal wieder über etwas nachdenken lassen über das ich schon öfters nachgedacht habe.

Wie können Teens und Jugendliche reifen, geistlich fit werden?
Wenn in Hebräer 5,12 steht “…Milch habt ihr nötig, nicht feste Speise.” – was ist damit gemeint?

Welche geistliche Nahrung brauchen Jugendliche um gestärkt zu werden?
Sind es ausgeklügelte Jüngerschaftsprogramme, gute Bibelarbeiten und Predigten oder themenbezogene Hauskreise?
Was hat Jesus gemacht, was war seine geistliche Speise?

Joh. 4,34
Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen.

Jesu Speise war etwas ganz praktisches und aktives: Den Willen des Vaters tun.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass viele “herkömmliche” Arten geistliche Nahrung weiterzugeben nicht wirklich praktisch und aktiv sind.
Vertieft die Beziehung zu Gott Auswendiglernen von Bibelversen oder ausfüllen von irgendwelchen Bibelarbeiten? Ist das die geistliche Nahrung, die Jugendliche brauchen um mehr von Gott zu erfahren.

Was mich am meisten stutzig macht ist die Reaktion von Jugendlichen, wenn sie von Einsätzen jeglicher Art in den Ferien zurück kommen und berichten was sie alles erlebt haben. Viele sind dadurch sowas von motiviert und haben Gott wie nie zuvor erlebt.

Wieso geschieht sowas nur in den Ferien? Kann das vllt. Alltag werden, kann Gott im Alltag spürbar und erlebbar sein – oder müssen da Einsätze im Ausland oder in einer anderen Stadt her?

Manchmal wird gesagt, dass Jugendliche erst noch ein einem geschützten Rahmen bleiben müssen, damit sie in ihrer Persönlichkeit und ihrem Glauben gefestigt werden, bevor es dann so richtig praktisch losgehen kann.

Ich glaube das irgendwie immer weniger.
Was ich aber glaube, dass durch Beziehung zu einem vllt. älteren aber reiferen Christen wichtig und notwendig ist – anders kann es schnell passieren, dass der Glaube links liegen gelassen wird.
Wenn jemand da ist, mit dem man sich über seine Beziehung zu Gott unterhalten kann, der mit einem betet und vor Allem praktisch beim Dienst an andere Menschen begleitet. Ich glaube dadurch können Jugendliche fit werden, geistliche Nahrung erhalten und von “Milch zur festen Speise kommen”.

Irgendwelche Gedanken?

foto via deviantart

2. tun statt wissen
Entscheidend ist nicht wie viel die Jugendlichen wissen,
sondern wie viel sie von diesem Wissen im Alltag leben und erleben!

  • “Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe.”
    (Jesus in Matthäus 28,20a)
  • In vielen Jugendarbeiten wird geistliches Wissen und nicht geistliches Leben gefördert – das ist grundlegend falsch und eines der Hauptprobleme unserer Gemeinden!
  • Biblisch gesehen weiss man etwas erst richtig, wenn man es tut. Wissen allein ist leer, nutzlos und sogar gefährlich. Als Leiter dürfen wir uns also nicht mit tollen Andachten, geschürten Emotionen oder blossen Einsichten der Jugendlichen zufrieden geben.
  • In der Jugendarbeit muss unser Ziel als Leiter sein, dass die biblischen, geistlichen Wahrheiten im Alltag der Jugendlichen Realität werden. Falls dies nicht geschieht, machen wir entweder etwas falsch oder die Jugendlichen wollen nicht.
  • * Weil die Begleitung dieses Prozesses viel anstrengender ist als die Vermittlung von Wissen und das schüren von Emotionen stehen Leiter in der ständigen Gefahr sich mit weniger zufrieden zu geben und damit das Ziel zu verfehlen.

3. Christus in mir, geistliche Reife in Christus

Kol. 1,28
Den verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen

Paulus Ziel war, einen jeden Menschen vollkommen in Christus zu machen. Er wollte, dass jeder Christ zum “Reichtum des vollen Verständnisses, zur Erkenntnis des Geheminisses” kommt. Paulus unterscheidet nicht zwischen Theologen und Laien, zwischen Gemeindevorstehern und Mitgliedern! Er will, dass jeder Christ genau versteht und zu einer geistlichen Reife kommt.
Dafür setzt er sich mit aller seiner Kraft ein (V.29), er führt regelrecht einen schweren Kampf durch (Kol. 2,1)

Kol. 1,29
Für dieses Ziel setze ich mich mit meiner ganzen Kraft ein, indem ich mich auf die mächtige Kraft von Christus verlasse, die in mir wirkt.

Wenn Christus in uns ist, dann können wir zu einer geistlichen Reife heranwachsen. Wenn wir in seinem Wort bleiben, dann werden wir die Wahrheit verstehen:

Joh. 8,31-32
Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.