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Bin die Tage zu einem FSJ Seminar in Hildesheim. Freu mich die Leute wiederzusehen und etwas zu entspannen. Internet ist ziemlich dürftig, aber tut auch mal gut.


Seit diesem Jahr gibt es beim stoffwechsel ein neues Projekt, das Team:Mobilé. Es geht um christliche Schuljugendarbeit an vielen unterschiedlichen Schulen, deswegen der Name „Mobilé“, wir werden mobil und viel unterwegs sein. Wir wollen an Schulen Einheiten für den Religions- oder Ethikunterricht oder auch Projekttage zu Feiertagen sowie Konflikttrainingsseminare anbieten.
Da dieses Projekt erst aufgebaut wird und wir dabei sind die Einheiten und Stunden vorzubereiten, machen wir als Team noch beim „Schulclub“ an der Schule, zu der schon Kontakt besteht mit. Der Schulclub ist eine Art offener Treff für Schüler nach Unterrichtsschluss. Dort können sie einfach bisschen Billard, Kicker, Tischtennis oder andere Spiele spielen. Meistens sind ca. 20 Kinder zwischen 11 und 14 da. Ich bin da immer Montag und Donnerstags. Dienstag mache ich mit 11 Jungs eine Fußball AG. Die ersten beiden Male waren echt gut, die Jungs sind echt lebendig und voll dabei. Ich musste beim ersten Mal direkt gucken, dass das Ganze nicht in eine Schlägerei ausartet. Das wird auf jedenfall noch spannend und herausfordernd.

Ich war mit um die 100 anderen, meist unbekannten Personen, am Wochenende auf dem Dünenhof in Cuxhaven. Der Gordon MacDonald aus USA war da. Ein Mann mit einer menge Erfahrung, dass kann man auf jedenfall sagen. Er hat viele gute Gedanken gehabt und vieles aus seinem eigenem Leben widergegeben erzählt und als Beispiel benutzt. Was ich noch klasse fand, dass man beim Kaffee oder zu Mittag ziemlich schnell mit den Leuten ins Gespräch kommen konnte. Irgendwo wusste man, dass alle die da sind etwas mit dem Bereich Leiterschaft zutun haben müssen – sonst wären sie ja nicht da – und daher konnte man ziemlich schnell konkret ins Gespräch kommen.
Was leider Schade war, dass mir vieles nicht mehr neu war. Dies liegt mehr an mir, als an der Tagung selber, aber ich hatte trotzdem gedacht, dass insgesamt schon paar neue Sachen kommen. Das andere ist, was aber auch typisch amerikanisch ist, dass sich nicht so strikt ans Thema gehalten wurde. Am Freitagabend sollte es eigentlich um “Intuitive Leiterschaft” gehen. Besprochen wurde aber über Organisationssoziologie, also wie sich eine Organisation entwickelt und warum es wichtig ist, als Leiter zu wissen an welchem Punkt man auf dem “Lebenszyklus” der Organisation man sich momentan befindet.
Was mir auch sehr komisch vorkam, war dass es auf dem Büchertisch kein einziges Buch zum Thema Leiterschaft gegeben hat. Für mich war das nicht so tragisch, musste ich kein Geld ausgeben ;-) Aber komisch fand ich das schon.

Im Großen und Ganzen doch eine gute Tagung mit guten Dingen, für mich persönlich aber nicht ganz so wertvoll wie eigentlich erhofft.

Viel zu oft, glaube ich nicht was du sagst.
Viel zu oft, tue ich nicht was du sagst.
Viel zu oft, verstehe ich nicht was du sagst.
Viel zu oft, bemühe ich mich nicht mal zu verstehen.
Viel zu oft, verspreche ich dir etwas um es nachher zu brechen.
Viel zu oft, sage ich Dinge, die nicht gesagt werden sollten.
Viel zu oft, verschweige ich Dinge, die ausgesprochen werden sollten.

Viel zu oft und danke Gott, nie zu wenig vergibst du mir und hältst trotzdem zu mir.