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Der Christ – ein Polizist?

PolizistAn den kommenden Samstagen wird es bei Glaube24.de um jeweils ein Vorurteil gegenüber Christen gehen. Mit einem Schwung Ironie, Übertreibung und Humor werden die typischen Vorurteile dund Bilder von Christen mal genauer betrachtet und analysiert, was wirklich dahinter steckt. Heute geht es um “Der Christ – ein Polizist”.

So viel Unrecht geschieht in der Welt und nicht selten sind die Menschen selbst schuld daran. Braucht es da nicht uns Christen als Polizisten, die den anderen sagen, wo es lang geht? Unser Chef ist Inspekteur Gott, der uns sagt, was zu tun ist und wie wir andere in ihre Schranken verweisen können. Ja, wir sind die Ausführer der Befehle unseres Obersten!
„Stopp! Komm her! Geh auf die Seite!“ – Umweltzerstörung, Mobbing und Missbrauch. Soviel läuft in dieser Welt schief und wir als Abgesandte und Boten des Inspekteurs Gott haben das Recht, anderen auf gerade Bahnen zu verhelfen, wenn es sein muss auch unter Zwang. Wir schauen den anderen auf die Finger und korrigieren ihr Verhalten. Schließlich ist auch Gott ein Polizist – der Höchste von uns allen – und er wacht über uns und passt auf, dass wir nicht gegen seine Gesetze verstoßen.

Auf unserer Lebensstraße hat er uns schließlich nicht zum Spaß „Einbahnstraßen“-, „Sackgassen“- und „Vorfahrt achten“-Schilder zur Seite gestellt. Wir Christen leben nicht zum Spaß, sondern haben uns an die Regeln zu halten und sollen auch unsere Mitmenschen mit unserer „Kelle“ dazu anhalten.

Ein überzogenes Bild – zugegeben. Aber kann es sein, dass manche oder mancher so von Christen denkt? Ist das begründet oder schlichtweg ein unberechtigtes Vorurteil?

Sicherlich gibt es Situationen, die den erhobenen Zeigefinger legitimieren, weil Dinge offensichtlich nicht so laufen, wie sie sollten. Wir als Christen sollten aber darauf achten, dass wir Gott nicht als den strengen Wachmann repräsentieren, sondern viel mehr als unseren „Freund und Helfer“, der das Beste für uns und die Menschen um uns herum will. Die „Stoppschilder“ und „30er-Zonen“ hat Gott nicht auf unseren Lebensweg gestellt, um uns zu ärgern, sondern um uns zu bewahren und vorzuwarnen. Das dürfen wir liebevoll auch anderen weiter sagen und somit das Bild vom “vollkommenen Vorzeige-Christ-Polizisten” in ein Bild des “wohlgesonnenen und nächstenliebenden Beamten” verwandeln.

[via glaube24.de]

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GRC100 Inkarnation

Seite 700 der Bibel
(Hiob 29,9-30,1)

radical relationship:.

Wow! Jubiläum… Der 100. GetReadyCall. Zu diesem Jubiläum befinden wir uns genau auf Seite 700 der Bibel – das gefällt mir :-) . Die Zahl Sieben steht ja für Vollkommenheit usw. Vollkommen ist der GRC auf jeden Fall nicht (genau so wenig wie ich selbst), aber ich hoffe, dass es bei vielen Lesern Wesentliches in Gang gebracht hat. Ob du nun schon alle 100 gelesen hast (wohl kaum jemand ;-) , oder erst seit kurzem zum Leserkreis gehörst. Aber genug des Vorgeplänkels… Wenden wir uns dem Text zu!

Mitten im Buch Hiob kann man mal aufatmen. Hiob beschreibt hier, wie es war, bevor das Unglück über ihn hereinbrach. Da kann ich das “Wow!” von vorhin nur wiederholen… Ein frommer Mann wie er im Buche steht – gesegnet von Gott! Ein Vers stach mir besonders ins Auge. Hiob war nicht nur einer, der ein bisschen spendete, ein bisschen für die Armen sorgte, ein bisschen Nächstenliebe zeigte. Nein, er ging viel weiter! Er lebte das, was auch Jesus uns viele hundert Jahre später vorlebte: Er identifizierte sich mit anderen Menschen – besonders mit denen, die es schwer hatten: “Meine Augen sahen für den Blinden, meine Füsse gingen für den Lahmen.” (V.15). Das ist nicht nur wunderschön poetisch ausgedrückt, sondern zeigt wie nah Hiob diesen Menschen war. Er blieb nicht auf Distanz. Half ihnen nicht aus sicherem Abstand. Er wurde in Person zu dem, was diesen Menschen fehlte. Das nenne ich radikale Beziehung!
Wenn wir nun behaupten, dass Jesus in uns lebt, dann hat all das etwas mit uns zu tun! Hiob war nur eine Art Vorgeschmack auf den menschgewordenen Sohn Gottes. Jesus gab sich ganz und gar hinein. Er gab sich ganz und gar hin für uns – im Leben und im Tod. Er hat alles gegeben – nicht aus sicherem Abstand, sondern sich selbst.
Das nennt man Inkarnation (Fleischwerdung). Man gibt etwas konkrete Gestalt, das sonst nicht greif-, fühl- und erlebbar wäre… Wenn dieser Jesus in uns lebt (Gal 2,20!), dann wäre es ganz natürlich, dass etwas davon in unserem Leben sichtbar wird. Wir werden dann zur Hilfe für die Hilflosen. Wir werden zur Liebe für die Ungeliebten. Wir werden zur Schulter für die Einsamen. Wir werden zum Trost für die Verzweifelten. Nicht aus sicherem Abstand als Wohltäter, sondern als Menschen die von der Liebe des lebendigen Gottes getrieben werden. Als Menschen in denen Jesus LEBT! Inkarnation.

call:.

Überleg dir mal wie du lebst. Drehst du dich vor allem um dich selbst? Schaust du vor allem, dass es dir gut geht und dass du zum Zug kommst? Oder bist du jemand, der auch anderen hilft und sich um andere kümmert?
Die Frage ist: Bleibst du auf Abstand? Egal ob dieser Abstand gross oder klein ist. Was könnte das für dich konkret heissen, dich ganz hinein zu geben? Für wen könntest du “Fleisch”, greif- und erlebbar werden?
Nimm dir Jesus nicht nur zum Vorbild – er ist viel mehr… Er lebt in dir und will durch dich leben! Frage ihn diese Woche permanent, wo er dich benutzen will etwas für jemand anderes zu sein, das dieser Person fehlt. Zur Erinnerung kannst du ja in fetten Buchstaben das Wort “FLEISCH” auf einen Zettel schreiben :-) . In deiner Hosentasche z.B. wird dich das womöglich immer wieder im richtigen Moment stören…

[via GRC 100 Inkarnation]

Wir müssen unseren Nächsten lieben, entweder weil er gut ist oder damit er gut werde!

Aurelius Augustinus