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Wir sind nicht evangelistisch …

1. …weil wir keine Ahnung haben, wie man im 21. Jahrhundert den Deutschen ein Deutscher ist, obwohl wir uns die ganze Zeit darüber streiten, wie man richtig evangelisiert

2. …weil wir für Evangelisation keine Power mehr haben, denn wir verballern unsere Power lieber im Fitnessstudio, am Bildschirm oder vorm Fernseher

3. …weil Evangelisation für uns erst nach Feierabend beginnt, denn wir sind ja schließlich keine Vollzeitler

4. …weil wir nicht nach dem Motto „Dein Reich komme!“, sondern nach dem Motto „Mein Reich komme!“ leben

5. …weil gute evangelistische Maßnahmen ganz schön teuer sind und wir unser Geld lieber für „schönere“ Sachen ausgeben

6. …weil wir viele Veranstaltungen haben, bei denen wir unsere christliche Subkultur pflegen und fast keine, wo man „normale“ Leute mit hinnehmen kann

7. …weil wir nicht gerafft haben, dass wir ein Bankkonto und eine Villa im Himmel haben und uns deshalb hier einrichten, als würden wir hier ewig leben

8. …weil Evangelisation für uns ein Hobby ist und wir haben viele Hobbys

9. …weil wir leben, was wir glauben aber gerne glauben, was wir nicht leben

10. …weil wir nicht tun, was wir hören, aber gerne hören, was wir nicht tun

11. …weil es bequemer ist es nicht zu tun, als es zu tun

12. …weil wir uns dann vielleicht um Leute kümmern müssten, die uns nicht sympathisch sind und darauf haben wir einfach keinen Bock

13. …weil es uns nicht fertig macht, dass unsere Freunde in die Hölle kommen, aber uns macht die Angst fertig unseren Freunden was „Absurdes“ aufzuquatschen

[via EC-Jugend]

Dieses Lied inspiriert mich seit einigen Tage – hört euch das einfach an…

Kannst Du seh’n kannst Du seh’n
All die Leute die am Ertrinken sind?
Geht es Dir nicht nah, kümmert es Dich nicht?
Willst Du sie ertrinken lassen?

Wie kannst Du nur so gefühllos sein
Dich nicht darum zu scheren ob sie in den Himmel kommen?
Du verschließt einfach die Augen
Und tust so, als ob der Job schon getan wäre.

Oh segne mich Herr, segne mich Herr
Ist alles was ich ständig höre, weißt Du?
Niemand tut es weh, niemand leidet
Niemand vergießt auch nur eine Träne

Aber ER schreit, er weint, er blutet
Und er kümmert sich um deine Bedürfnisse
Und du lehnst dich einfach zurück
Und saugst den Segen für dich allein auf
Oh merkst du nicht welche Sünde das ist?

Denn er bringt Menschen zu deiner Tür
Und du schickst sie lächelnd fort während du sagst:
Gott segne dich, ich wünsche dir Frieden
Und der ganze Himmel weint einfach nur
Denn Jesus kam an deine Tür
Und du hast ihn abgewiesen und auf die Strasse geschickt

Öffne dein Herz, öffne dein Herz
Und verschenke dich selbst
Du siehst die Not, du hörst die Schreie
Wie kannst du noch zögern?

Gott ruft – und er meint Dich
Doch wie Jona läufst du weg
Er hat gesagt du sollst reden
Doch du hältst die Worte zurück
Oh kannst Du nicht sehen, wie groß diese Sünde ist?

Die Welt schläft in der Dunkelheit
Und die Gemeinde bekämpft sie nicht
Weil sie im Licht eingeschlafen ist!
Wie kannst du nur so tot sein
Wo du doch so gut versorgt wurdest?
Jesus stand vom Grabe auf – und Du?
Du kommst nicht mal aus dem Bett!

Oh Jesus ist von den Toten auferstanden
Los komm, steh endlich auf aus deinem Bett!

Wie kannst Du nur so gefühllos sein
Dich nicht darum zu scheren ob sie in den Himmel kommen?
Du verschließt einfach die Augen
Und tust so, als ob der Job schon getan wäre.

Schließ nicht Deine Augen
Tu nicht so, als wäre der Job schon erledigt
Komm da weg, komm da weg mit mir, meine Liebe
Komm raus aus diesem Schlamassel
Komm wir gehen fort, meine Liebe

[via youtube.com]

Nachdem ich aus dem Urlaub aus Österreich wieder in Dresden zurück bin, habe ich zwei neue Bücher bei mir auf dem Schreibtisch liegen. Beides Bücher die für viel Wind gesorgt bzw. noch sorgen werden.


Das Buch hat einen provokanten Titel “Die Welt umarmen” und wer Johannes Reimer kennt, weiß auch, dass er gerne provoziert.
Es geht in dem Buch um gesellschaftsrelevanten Gemeindebau. Vieles habe ich schon bei Vorträgen von Johannes Reimer mitbekommen, freue mich aber trotzdem, dass es das Ganze kompakt in einem Buch gibt. Bin gespannt!
Beim ersten Durchblättern fällt mir positiv auf, dass es immer wieder Zusammenfassungen gibt bzw. konkret Konsequenzen für den gesellschaftsrelevanten Gemeindebau aufgelistet werden.



Das zweite Buch ist bewusst als “Streitschrift” geschrieben.
Bernhard Bueb hat 30 Jahre lang die deutsche Eliteschule Schloss Salem geleitet.
In seinem Buch: „Lob der Disziplin“ gibt er sehr hilfreiche Hinweise für eine Erziehung zu mehr Selbstdisziplin und Verantwortung von Jugendlichen und Kindern. Dabei geht es ihm nicht nur um Eltern sondern auch um Pädagogen und Mit-erzieher. Diese sollten konsequent sein.

Hier einige Zitate:

Wir sollten uns wieder darauf besinnen, dass Jugendliche nicht nur verbale Orientierung brauchen, sondern ihnen… Grenzen gesetzt werden müssen… Damit eine Strafe (damit meint er nicht körperliche Züchtigung bzw. Schlagen) gerecht und wirksam ist, muss im Vorfeld klar mitgeteilt werden, welche Konsequenzen eintreten, wenn man eine Regel übertritt… Es müssen allerdings nicht alle Fälle aufgeführt werden, die zu einer Strafe führen…“ (Seite 109ff)

„klar umrissene, berechenbare, aus Fürsorge verhängte Strafen rufen… Furcht, aber nicht Angst hervor…“ Strafen von liebevoll zugewandten Personen auszuhalten „gehört zum Aufwachsen und zur Vorbereitung auf das Leben“ (Seite 114f).

„Erwachsenwerden bedeutet zu begreifen, dass Gerechtigkeit nicht so einfach herzustellen ist wie im Märchen und warum das so ist. Diesen Zusammenhang herzustellen nennen wir BILDUNG. Wer gerecht erziehen will, muss bereit sein zu strafen. Wer diesen Satz beherzigt, wird Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg in die Freiheit Wegweiser und Stütze sein“ (Seite 124).