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Werde diesmal nicht so viel schreiben, sondern euch nur einen Vers und einen Gedanken mitgeben:

Micha 3,8
Ich aber, ich bin voller Kraft, ich bin erfüllt vom Geist des Herrn, voll Eifer für das Recht und voll Mut, Jakob seine Vergehen vorzuhalten und Israel seine Sünden.

Micha wusste genau, zu was Gott ihm gemacht hat und womit er ausgerüstet ist. Er wurde genau richtig für seine Aufgabe, die ihm genau bewusst war, ausgerüstet.

Da frag ich mich doch direkt, wie kommt es, dass so viele Christen nicht wirklich wissen womit sie von Gott ausgerüstet sind?
Wieso wissen wir oft nicht, was wir durch Jesus geworden sind und was wir nun genau tun sollen?

Vielleicht hilft die Auflistung hier:

Ich bin das Salz der Erde.
Matthäus 5,13: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen ? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

Ich bin das Licht der Welt.
Matthäus 5,14: Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Ich bin ein Kind Gottes.
Johannes 1,12: Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,

weiter…

So langsam aber sicher komme ich weiter mit den kleinen Propheten, bin jetzt schon bei Micha angelangt.

Habe etwas sehr interessantes im 11 Vers gelesen:

Micha 2, 11
Würde einer sich nach dem Wind drehen und dir vorlügen: Ich prophezeie dir Wein und Bier!, das wäre ein Prophet für dieses Volk.

Parallel habe ich dann noch diese Stelle gelesen:

2. Tim 4, 3-4
Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln;
und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden.

Mir sind dazu einfach 2 Fragen aufgekommen:

1. Wie gehe ich mit direkten Aussagen, Zurechtweisungen oder Hinweisen um?
Micha hat klare Gerichtsankündigungen und Zurechtweisungen gepredigt, die er von Gott bekommen hat, doch wie geht das Volk Israel damit um?

Micha 2,6-7

Sie geifern: Prophezeit nicht!, und sagen: Man soll nicht prophezeien: Diese Schmach wird nicht enden.
Ist etwa das Haus Jakob verflucht? Hat der Herr die Geduld verloren? Sind das seine Taten? Sind seine Worte nicht voll Güte gegenüber dem, der geradeaus geht?

Sie lehnen das komplett ab, was Gott ihnen durch Micha sagen will und wollte ihren Lebenswandel keineswegs korrigieren…

2. Bin ich bereit, Hinweise, Zurechtweisungen auszusprechen oder ganz einfach Unrecht aufzeigen?

Habe ich dazu nicht eigentlich die Pflicht?
Was ist wenn mein bester Freund großes Unrecht tut? Traue ich mir dann ihm das zu sagen? Ihn darauf hinzuweisen?

Oder was ist wenn großes Unrecht in der Gesellschaft geschieht, wie z.B. die Abtreibungen? Erhebe ich dann die Stimme und tue etwas dagegen?

Ich glaube wir müssen beides mehr tun: Genau auf das hören was Gott uns sagt, vllt. einfach auch auf andere Gebiete die Ohren öffnen. Wer weiß vllt. will Gott uns auf neue Weise etwas aufzeigen?!

Zum anderen dürfen wir nicht schweigen, wir müssen bereit sein unsere Stimme zu erheben wenn Unrecht geschieht oder Zurechtweisung nötig ist (aber bitte alles in Liebe). Egal wo sei es in der Familie, Gemeinde oder bei meinen besten Freunden..

Wie macht ihr das? Bzw. seid ihr schon mal in solch einer Situation gekommen, wo ihr vllt. sogar eurem besten Freund zurechtweisen musstet? Wie hat er reagiert, oder wie sollte man sowas am besten anstellen?

Habt ihr vllt. irgendwelche Tipps? Würde mich wirklich interessieren….