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In der ZEIT-ONLINE werden 10 Eigenschaften einer Führungskraft beschrieben. In der Überschrift habe ich bewusst das Wort Leiter verwendet, da ich den Artikel aus Blick der Gemeindejugendarbeit lese und hier selten von Führungskräften die Rede ist.

Die 10 Eigenschaften sind in Form der 10 Gebote formuliert. Näheres zu den einzelnen “Geboten” gibts im Artikel.

Regel 1: Du sollst Vorbild sein
Regel 2: Du sollst Mitarbeiter mitreden lassen
Regel 3: Du sollst Freiheiten gewähren
Regel 4: Du sollst Mitarbeitern Ziele setzen
Regel 5: Du sollst ein Coach sein
Regel 6: Du sollst Leistung wertschätzen
Regel 7: Du sollst Fehler zulassen
Regel 8: Du sollst konsequent sein
Regel 9: Du sollst zuhören
Regel 10: Du sollst die Wahrheit ertragen

Ich lese gerade das Buch authentische Führung – Leiterschaft in Balance von Paul Ch. Donders.

Im ersten Kapitel geht es viel um die Grundlage für den Leiter mit der Balance zwischen Charakter und Fachkompetenz und Menschen- und Ergebnisorientierung zurecht zu kommen. Ziel hierfür ist es in einem Gleichgewicht zu stehen.

Er beschreibt an einem Punkt 4 Möglichkeiten um in dem jeweiligen Bereich zu wachsen.

Spannungsfelder “Ergebnis-Mensch” + “Charakter-Fachkompetenz”

Charakterentwicklung Fachkompetenzentwicklung
um Resultate
zu erzielen
Disziplin Management
Um Menschen
zur Entfaltung
zu bringen
Demut
(Dienstbereitschaft)
Kommunikation

Demut

Dienstbereitschaft oder auch der “Mut zu dienen” ist nötig, wenn man Menschen fördern will. Als Leiter widmet man den Mitarbeitern einen Teil seiner Zeit, die man ebenso gut auch in der eigenen Karriere investieren könnte.

Disziplin

Ohne Disziplin wird man nicht ans Ziel gelangen. Man benötigt Disziplin, um seine Aufmerksamkeit auf den Prozess zu richten und die richtigen Schritte zu unternehmen. Auch ein Leiter muss Disziplin üben, denn nur unter dieser Voraussetzung kann er von seinen Mitarbeitern ebenso Disziplin und gute Ergebnisse erwarten.

Kommunikation

Menschen fördern, coachen, anleiten – all das kann nur durch Kommunikation geschehen. Der Leiter unterstützt seine Mitarbeiter in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Die Weitergabe von Fachkompetenz ist eine gute Möglichkeit, um seine Kommunikationsfähigkeiten auszubauen.

Management

Management bedeutet, Menschen dazu zu befähigen, selbständig zu den richtigen Ergebnissen zu gelangen und sich in ihrem Arbeitsumfeld weiterzuentwickeln. Hier spielen Themen Zielfindung, Strategie-, Organisations- und Strukturentwicklung eine besonders wichtige Rolle.

Jeder Leiter ist einzigartig und besitzt eine einzigartige Kombination von Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmalen und Werten. Das bedeutet jedoch auch, dass er in der Entwicklung seiner Führungskompetenz wahrscheinlich zu einem der vier Wachstumsbereiche neigt. Dennoch liegt es in seiner Verantwortung als Leiter, diese vier Wachstumsbereiche ausgewogen zu verfolgen.

Über die letzten Monate hinweg, habe ich immer wieder einige Kapitel aus dem Buch “Next Generation Leader – was man wissen muss, wenn man die Zukunft gestalten will” von Andy Stanley zusammengefasst.

Hier gibts die Übersicht:

  1. Auf Stärken konzentrieren
  2. Die ureigene Sache finden
  3. Mut – als Erster handeln
  4. 3 Formen von Mut
  5. Mit der Ungewissheit zurecht kommen
  6. Coaching
  7. Charakter, Werte und Überzeugungen
  8. Der Weg zum Charakter

Die Artikel zusammengefasst könnt ihr hier downloaden:

Download Next Generation Leader Zusammenfassung

Die Tatsache, dass Menschen einem folgen, heißt noch nicht, dass man es wert ist, dass sie folgen.

Oft ist man versucht, das Maß von Erfolg oder göttlichem Segen oder beidem daran abzulesen, wie viele Menschen einem anhängen. Die Sache ist aber die, dass Jesus gegen Ende seines Wirkens weniger Nachfolger hatte.

Um als Leiter einen Erfolg zu haben, muss man dafür vorbereitet sein, eine gewisse Reife muss entwickelt sein – mit Leiterschaft muss verantwortlich umgegangen werden. Man kann die Fähigkeit der Leiterschaft als ein Geschenk ansehen, es ist nämlich ein Geschenk. Doch ein Geschenk zu besitzen und mit dem Geschenk verantwortlich umzugehen, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Für Autos, Taschenmesser und Handy gibt es Bedienungsanleitungen, aber keine Reifetests für den Besitzer.

Die Fähigkeit des Führen von Menschen schleudert gelegentlich soweit nach vorne, dass es die Fähigkeit übersteigt mit dem Tempo und mit den Zwängen des Erfolgs umzugehen. Die Gaben werden einem Türen öffnen. Der Charakter aber entscheidet, was man tut, wenn sich die Türen erst geöffnet haben.

Daher muss ein Leiter sich gezielt Zeit für seine Seele, für sein Herz nehmen. Zeit geben den eigenen Charakter zu entwickeln.

Als erstes kann helfen sich mit dem Ende zu befassen. Was sollen die besten Freunde bei der Beerdigung sagen? Und die Kinder? Und der Ehepartner? Was sollen die Kinder den Enkelkindern über einen erzählen? Wie sollen die Menschen, die einen am besten kannten, das Leben beschreiben. Mit anderen Worten: Was will man sein?

Dabei kann helfen für sich von Vorne rein festzulegen, was für einen selbst Erfolg ist. Damit der Charakter gebildet wird, ist es wichtig den Erfolg darin zu definieren, wer man ist und wie man die Menschen um einen herum behandelt. Dazu kann ein Wertekodex helfen: verfügbar, verantwortlich, verlässlich, großzügig, aufrichtig, loyal, lauter, einfühlsam und durchschaubar.

Wenn wir dann z.B. einen Vortrag halten und die Familie vernachlässigen, dann ist das nicht nur falsch oder eine falsche Priorität – sondern es ist der Gegensatz von Erfolg: Versagen.

Als zweites ist es hilfreich die Werte öffentlich zu machen. Charakter ist etwas persönliches, aber keine Privatsache. Jeder, den man kennt, hat einen Meinung über einen selbst. Warum also nicht die anderen wissen lassen, was man für eine Person werden will. Das stärkt einen selbst, ist es ein verstärkter Ansporn, jedes Verhalten zu überprüfen, dass einen dazu bringen könnte, die Grenzen zu überschreiten.
Der Charakter scheint immer durch. Warum sollte man also nicht darüber reden?

Der Ehrliche geht aufrichtig und sicher seinen Weg; ein Unehrlicher zerstört sich selbst durch seine Falscheit – Sprüche 11,3