Archives for posts with tag: Kleingruppen
  1. Eine Gruppe braucht einen Leiter. Wenn immer abgestimmt wird, was als nächstes passieren soll, dann wird meistens nicht viel passieren. Ein guter Leiter sorgt für eine gute Gruppe.
  2. Eine gute Gruppe hat ihren Kern in Gottes Wort. Es kann ziemlich schnell passieren, dass es bei einer Gruppe nur noch um die Beziehungen in der Gruppe geht. Beziehungen sind mehr als wichtig, aber den Fokus in der Gruppe auf Gottes Wort zu legen, bringt wirklich weiter.
  3. Eine Gruppe hat eine vertrauensvolle Atmosphäre. Wenn die Menschen nicht offen reden können, ohne Angst haben zu müssen, abgelehnt, verurteilt, ausgelacht oder dem Klatsch zu verfallen, dann wird die Gruppe nicht lange bestehen.
  4. Eine Gruppe dreht sich nicht nur um sich selbst.Den Blick nach Außen zu öffnen und gemeinsam anderen Menschen dienen, schweißt zusammen und verändert.
  5. Eine Gruppe braucht Pausen. Oft ist es gut den Sommer als Pause zu nehmen. So freut man sich mehr, wenn es wieder losgeht und hat viel zum Austauschen.
  6. Eine Gruppe hält zusammen. Eine Gruppe geht gemeinsam durch Trauer, wenn jemand trauern muss, eine Gruppe freut sich zusammen. Das beste (das brauch aber auch Zeit) ist es, wenn die Personen sich auf die Gruppe verlassen können und wissen die Gruppe steht mir bei.

[via lifechurch.tv]

radical-relationship-logo.jpgIch möchte euch hier ein Konzept, eine Art Kurs für die Jugendarbeit vorstellen. Leider konnte ich es bisher selber noch nicht ausprobieren (was aber evtl. dieses Jahr noch kommt), kann es aber auch so schon direkt empfehlen, weil es sehr viele Themen abdeckt.
Hier gibts ein kleines Einführungsvideo, die die Idee hinter r3 ziemlich gut zeigt.




Das besondere ist:

  • Es gibt eine Community in der man Ressourcen und Ideen mit anderen Leitern austauscht (r3-online.net)
  • Das Ganze ist in 12 Einheiten eingeteilt in denen es um die Beziehung zu Gott, zu Christen und zu Nichtchristen geht.
  • Auf der DVD, die beim Leiterheft dabei ist, gibt es eine Menge an Ressourcen z.B. Ideen für die Themengestaltung und Vorschläge für die Kleingruppenarbeit. So dass man direkt mit dem Konzept beginnen kann
  • Auf der Website gibt es eine Menge an sogenannten “Goddies”, d.h. Schlüsselbänder, Tassen etc. zur Erinnerung an die 3 Beziehungsebenen im Leben

Wer von euch sich das direkt bestellen möchte, den Link gibts hier:

Das Gute an Kleingruppen

Das Wort von Paulus an die Thessalonicher könnte ein Werbeslogan für Kleingruppen sein: „Ich hatte solch eine Zuneigung zu euch, dass ich bereit war, nicht nur Gottes Gute Nachricht mit euch zu teilen, sondern auch mein eigenes Leben. So lieb hatte ich euch gewonnen (1. Thess. 2,8)
In den Gruppenveranstaltungen teilen wir das Evangelium mit den Jugendlichen, in den Kleingruppen teilen wir unser Leben.

Kleingruppen ermöglichen persönliche Beziehungen

Jugendliche mögen es ab und zu auch anonym irgendwo dabei zu sein. Wenn man sie aber vor die Wahl stellen würde, ein unbekanntes Gesicht oder ein wohl bekanntes Mitglied einer kleinen Gruppe zu sein, würden sie sich garantiert für das letztere entscheiden.
Als Jugendleiter kennt man wahrscheinlich viele Leute und auch alle Jugendlichen der Jugendgruppe, aber die Mitglieder der Kleingruppe kennt man wirklich, mit all den Schwächen und Stärken, Konflikten, Ängsten und was in deren Familien läuft. Diese Intimität ist der Grund, warum wir gleichzeitig größer und auch kleiner werden wollen – größer durch Wachstum und kleiner durch die Kleingruppe.
Gerade wenn die Jugendgruppe immer größer wird, brauchen die Jugendlichen umso dringender eine kleine ihnen wohlbekannte Gruppe

Kleingruppen ermöglichen Jugendlichen, sich mitzuteilen

Während einer größeren Veranstaltung werden die meisten Jugendlichen der Predigt zuhören und auch wenn sie Möglichkeit haben ihre Meinung weiterzugeben, so werden doch die meisten ruhig auf ihren Plätzen sitzen bleiben.
In einer Kleingruppe ist dies anders. Dort herrscht eine Atmosphäre des Vertrauens, wo auch mal andere Fragen und Aussagen gefragt und gemacht werden können.

Kleingruppen ermöglichen Jugendlichem, ihren Glauben für sich persönlich zu entdecken

Kleingruppen machen die persönliche Anwendung des Glaubens möglich. Viele Predigten gehen bei der Anwendung nicht genug in die Tiefe. In Kleingruppen können Anwendungen diskutiert, vertieft und im Nachhinein auch ausgewertet werden.
Der Inhalt der Bibel muss besprochen und auf das Leben übertragen werden. Viele persönliche Erlebnisse und Geschichten können gemeinsam dazu beitragen, dass dies gelingt

Kleingruppen ermöglichen verantwortliche Beziehungen

Das Teilen und Teilhaben öffnet in einer Kleingruppe die Tür zur Verantwortlichkeit. Wenn ein Jugendlicher ankündigt, er werde eine Anwendung ausprobieren, so kann er fast sicher sein, dass der Rest der Gruppe ihn nächste Woche danach fragen wird. Als Christ zu leben, ist zu schwierig um es alleine schaffen zu können. Hier bei ist wichtig, dass man einander die Sünden bekennt (Jak. 5,16)

  • dem anderen dient (Gal 5,13)
  • den anderen akzeptiert (Röm 15,7)
  • dem anderen vergeben (Kol 3,13)
  • den anderen grüßen (Röm 16,16)
  • die Lasten des anderen tragen (Gal 6,2)
  • sich um den anderen kümmern (Röm 12,10)
  • den anderen ehren (Röm 12,10)
  • den anderen unterrichten (Röm 15,14)
  • uns dem anderen unterordnen (Eph 5,21)
  • den anderen ermutigen (1 Thess 5,11)

In den nächsten Seiten von Jugendarbeit mit Vision geht es um das Thema Gemeinschaft und Kleingruppen. Vorab gibt es aber eine kleine Einleitung zum Thema:

Pflege der Gemeinde-Jugendlichen / Die Erfüllung von Gottes Auftrag der Gemeinschaft

Jugendliche zu betreuen und zu pflegen bedeutet, ihnen gewissenhaft bei ihrem Wachstum im Glauben zu helfen. Das gründlichste und messbarste Wachstum findet bei Jugendlichen statt, die vertrauensvolle, verlässliche und intakte Beziehung zu einem ihrer Jugendmitarbeiter haben. Die Beziehungen werden durch Gemeinschaft möglich.
In Jugendarbeitskreisen wurde das Wort Gemeinschaft bereits überstrapaziert und total auseinander gebogen, weil wir einfach alles unter den Begriff Gemeinschaft packen. Wir haben eine Gemeinschaftsstunde in einem Gemeinschaftsraum und die drei Jugendlichen, die dabei sind kapseln sich von der Gemeinschaft ab. Die Gemeinschaft wird überall gepflegt, auf Ausflügen, in großen und in kleinen Kreisen. Doch trifft unser „All-Inclusive-Wort“ nicht mehr wirklich, dass biblische Bild von Gemeinschaft.
In den ersten Gemeinden war Gemeinschaft mehr auf Beziehung zu als auf Unterhaltung bezogen. Sie beinhaltete sowohl Teilen (1.Joh. 1,7) und das Brechen des Brotes (Apg. 2,42) mit anderen Gläubigen als auch die Entwicklung einer engen Beziehung mit Christus (1. Kor.1,9) und mit anderen Gläubigen. Das ist doch ein ganz anderes Bild von als mit ein paar Jugendlichen herumzuhängen und Volleyball zu spielen.
Der effektivste Weg, biblische Gemeinschaft unter Jugendlichen zu schaffen, verläuft über Kleingruppen, denn sie bieten mehr Aufmerksamkeit als größere Veranstaltungen erlauben. Sie sind eine Möglichkeit für dauerhafte Beziehungen und was noch wichtiger ist, für die geistliche Reife der Jugendlichen. In den Kleingruppen kann etwas entstehen, ein Zugehörigkeitsgefühl, das keine Clique, keine Gangs und Kulte schaffen können.
Auch Jugendkreise mit 15 Jugendlichen haben es nötig, Kleingruppen zu schaffen. 15 Personen reichen, damit der eine oder andere Jugendliche abtauchen kann.
Gerade bei einer wachsenden Jugendarbeit wird es irgendwann nicht mehr möglich sein, jeden Jugendlichen einzeln zu betreuen und ein Auge auf ihn zu haben. Da helfen Kleingruppen ungemein.