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In der aktuellen Ausgabe der ZEIT gibt es einige Artikel über die Entwicklung der Kindheit in Deutschland. Hier wird zunehmend kritisiert, dass Kinder immer mehr in die Welt des Konsums gezogen werden und sich somit die Kindheit verkürzt.

Daneben gibt es aber auch eine hilfreiche Aufstellung von dem was Kinder brauchen und was nicht (der ganze Artikel):

1. Genug Schlaf
2. Gesundes Essen
3. Unbeaufsichtigt draußen spielen
4. Lesen und Vorlesen

was sie nicht brauchen

5. Einen eigenen Fernsehapparat
6. Noch mehr Spielsachen
7. Gequengel
8. Elterliche Schuldgefühle

Kinder sind das Wertvollste einer Gesellschaft. In welchem familiären Umfeld sie aufwachsen,
wie sie materiell versorgt sind, wie sie ausgebildet werden oder welchen
Zugang sie zu kulturellen oder sportlichen Angeboten haben – all das bestimmt in
hohem Maß ihre Entwicklung und somit die Zukunftsfähigkeit eines Landes.

Dies ist ein Auszug aus dem Begleitmaterial zur Pressekonferenz, in der die Ergebnisse des Mikrozensus 2010 vorgestellt wurden.

Eine kleine Zusammenfassung:

  • In Deutschland leben ca. 13,1 Millionen minderjährige Kinder. Vor 10 Jahren waren es noch 15,2 Millionen. "In Westdeutschland ist die Zahl der minderjährigen Kinder zwischen 2000 und 2010 um etwa 10% oder knapp 1,3 Millionen auf 11,0 Millionen Kinder gesunken. Der Rückgang der Kinderzahl in Ostdeutschland war viel gravierender. Im Jahr 2010 gab es hier
    29% weniger Kinder als zehn Jahre zuvor".
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  • Minderjährige Kinder leben mehrheitlich bei ihren verheirateten Eltern – 9,9 Millionen minderjährige Kinder und somit gut drei Viertel (76%) aller minderjährigen Kinder in Deutschland lebten 2010 bei ihren verheirateten Eltern. Jedes sechste
    minderjährige Kind (17% beziehungsweise 2,2 Millionen) wohnte mit nur einem Elternteil im Haushalt zusammen. 7% beziehungsweise 971 000 Kinder lebten bei Paaren ohne Trauschein.
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  • Jedes vierte minderjährige Kind lebt als Einzelkind – Im Jahr 2000 lebten 24% der minderjährigen Kinder in Deutschland ohne Geschwister in einem Haushalt. Daran hat sich in den letzten zehn Jahren kaum etwas verändert. Auch im Jahr 2010 war jedes vierte minderjährige Kind (25%) ein Einzelkind.
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  • Bei der Hälfte der minderjährigen Kinder gehen beide Eltern arbeiten. 51%, davon ist in 75% der Fälle, ein Elternteil in Vollzeit beschäftigt und das andere in Teilzeit. Bei gut jedem fünften Kind (22%) waren beide Elternteile vollzeiterwerbstätig.
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  • Anteil armutsgefährdeter Kinder insgesamt unverändert bei 15%, Kinder von Alleinerziehenden häufiger armutsgefährdet
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  • 45% aller Schüler der Sekundarstufe besuchen das Gymnasium. Dabei sind es häufiger Mädchen (48%) als Jungen (43%).

Weitere Artikel
ZEIT-ONLINE
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faz
Jugendhilfeportal
tagesschau

Bei ZEIT-ONLINE gibt es einen interessanten Kurzfilm. Es geht um einen Jungen Marco, der seinen Vater total vermisst. Der Vater ist Pilot und daher beruflich immer wieder weg. Es kracht in der Ehe, der Vater lebt ein Doppelleben und so langsam kriegt Marco alles mit.

Der Beruf des Piloten ist zwar ein seltener Beruf, ich glaube aber, dass der Film ziemlich gut zeigt, welche Auswirkungen ein gehetztes Berufsleben auf Familie und vor allem auf die Kinder hat

Ich bin über das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe auf eine interessante Studie gestoßen.

Eine Millionen Kinder werden täglich weltweit in der Schule geschlagen, gemobbt und sexuell missbraucht. Welche enormen wirtschaftlichen und sozialen Kosten dadurch entstehen, hat das Kinderhilfswerk Plan International erstmals in einer Studie untersuchen lassen.

Im Rahmen seiner globalen Kampagne “Lernen ohne Angst” beauftragte Plan International das renommierte Overseas Development Institut (ODI) damit, in 13 Ländern (Brasilien, USA, Indien, Bolivien, Kolumbien, Dominkanische Republik, Ecuador, Ägypten, El Salvador, Guatemala, Jordanien, Nicaragua, Peru) die sozialen und wirtschaftlichen Folgekosten von Gewalt an Schulen zu untersuchen.

Allein in diesen 13 Ländern liegen die Kosten bei über 43 Milliarden Euro.

Das Fazit der Plan-Studie: Gewalt abzuschaffen kostet Engagement und Geld. Aber in ihre Abschaffung nicht zu investieren, kostet beträchtlich mehr. Das gilt für Entwicklungsländer ebenso wie für Industrienationen.

Spirale der Gewalt
Kinder, die in der Schule Gewalt erfahren, verdienen als Erwachsene in der Regel weniger, nehmen mehr Gesundheits- und andere Dienste in Anspruch und hemmen auf lange Sicht die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Schläge, sexuelle Übergriffe und Mobbing gehören in vielen Ländern zum Schulalltag. In diese Gewalt wachsen Mädchen und Jungen hinein und werden dabei auch selbst zu Tätern. Gewalt an Schulen führt zu unentschuldigtem Fehlen, Leistungsschwäche und einer hohen Abbrecherquote.

“Gewalt an den Schulen bringt Kinder um ihre Zukunft und lässt sie in Armut verharren”, sagt Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan International in Deutschland. “Gewalt an Schulen bedeutet eine beträchtliche Last für den Staatsetat. Kein Land kann es sich leisten, diese Erkenntnisse zu ignorieren.”

Lernen ohne Angst – auch in Deutschland
Gegen die Gewalt an den Schulen startete Plan 2008 seine weltweite Kampagne “Lernen ohne Angst”. Die Erfahrungen aus den Entwicklungsländern wurden erstmals auch in drei Schulen in Norddeutschland mit Schülern umgesetzt. Erfolgreich führten Plan und das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) mit Schülern und Lehrkräften der Heinrich-Hertz-Schule und Erich Kästner Gesamtschule in Hamburg sowie des Schulzentrums Heimgarten in Schleswig-Holstein ein Projekt gegen Gewalt an Schulen durch.

Weltweit erreichte Plan International mit der Kampagne “Lernen ohne Angst” bislang Folgendes:

  • Fast 600.000 Kinder unterstützen die Kampagne
  • Über 390 Millionen Kinder profitieren von neuen Gesetzgebungen, die sie vor Gewalt schützen. Plan unterstützt aktiv die Entwicklung von Gesetzesentwürfen und Länderstrategien.
  • Die Abbrecherquote von Mädchen wurde in 22 Ländern reduziert, die von Jungen in 23 Ländern.
  • Rund 20.000 Lehrkräfte nahmen an Schulungen zu gewaltfreien Lehrmethoden teil.
  • 109.000 Familienangehörige lernten die Rechte der Kinder und Regeln der gewaltfreien Erziehung kennen.

Die ausführliche Studie von Plan International und dem Overseas Development Institut (ODI) findet sich unter dem unten beigefügten Hyperlink. Eine kurze Version von “Prevention pays – Prävention zahlt sich aus” findet sich hier: Kurzfassung