Archives for posts with tag: Jugendgruppe

…in einem Teil von Deutschland, der mir bisher immer nur vom Hörensagen bekannt war und den ich seit ich selbst denken kann, nie betreten habe. Ich rede von dem dunklen Teil Deutschlands, von Dunkeldeutschland. Wer noch nicht drauf kommt, ich rede vom Osten, von der ehemaligen DDR.

LeipzigUnd zwar war ich zusammen mit noch 13 anderen Jugendlichen aus meiner Jugendgruppe in Leipzig, genauer gesagt im Stadtteil “Grünau”. Dort lebt schon seit einiger Zeit die Familie Schott (die Jared auch sehr gut kennt, er hat dort sein Zivi gemacht ;-) ).

Am Samstag morgen ging es los, so dass wir Mittags da waren. Wir haben dann direkt einen Döner für 1,80€ gekostet (der komischerweise von Asiaten verkauft wurde, sowas habe ich auch noch nie gesehen), der ziemlich gut war. Danach ging es dann mit der richtigen Aufgabe los. Wir haben einen “Action-Samstag” auf einer Wiese in der Nähe des Gemeindehauses mit den Kindern gemacht. Es waren zwar nicht wirklich viele Kinder da, aber mit denen die da waren, hatten wir eine Menge Spaß. Das Wetter war auch super, so das alles perfekt zusammen gepasst hat.

Abends haben wir uns dann noch ein wenig die Stadt angeguckt. Leipzig ist super schön, der Bahnhof ist gigantisch und es gibt viele sehr gut erhaltene Gebäude.

Am Sonntag haben wir dann den Gottesdienst mit einer Lobpreis, einem kurzen Theaterstück und einer super Predigt über den Kaufmann und die Perle nach Matth. 13 gestaltet.

Alle Jahre wieder fängt auch dies Jahr die Jugendarbeit in meiner Gemeinde an, bzw. hat jetzt schon angefangen. Dies Jahr darf, kann, soll ich die Kleingruppen (bitte, wenn jemand ein besseres Wort dafür findet, gebe ich einen aus ;-) ) organisieren und den Überblick behalten.
Kleingruppen an sich faszinieren mich und ich glaube eine Art Kleingruppen sollten es in jeder Jugendarbeit und Gemeinde geben. Die Bedeutung von diesen Kleingruppen kann glaub ich ziemlich schnell in Vergessenheit. Mich würde mal interessieren ob es Kleingruppen in euer Gemeinde/Jugendarbeit gibt, wie die organisiert werden, wer leitet und was inhaltlich so behandelt wird.
In unserer Jugendarbeit war so, dass die meisten Kleingruppen auf ein Jahr ausgelegt waren, da einige Kurse, oder Bücher die behandelt wurden in einem Jahr fertig bearbeitet wurden.

So richtig davon begeistert war ich noch nie, da es je nachdem welche und wie viele Leute in der Kleingruppe sind, es erst dauert bis einander geöffnet wird. Oft ist die Atmosphäre nach einem Jahr ziemlich gut geworden und die Kleingruppe dann zu beenden war nicht immer glücklich.
Dies Jahr gibt es zum ersten Mal auch Kleingruppen, die das zweite Jahr ansteuern. Höchstwahrscheinlich liegt dies daran, dass es keine Kleingruppen sind, in denen etwas festes behandelt wurde.

Kleingruppen sind an sich eine super Sache und eine gute Möglichkeit für Personen auszuprobieren ob der Bereich der Leitung und Lehre etwas für einen ist. So war es bei mir persönlich, zum ersten Mal mit Leitung und kurzen Botschaften halten, kam ich durch eine Kleingruppe in Berührung.
Aber oft ist es so das sich nicht wirklich automatisch Kleingruppenleiter melden und Bereit sind eine Kleingruppe zu leiten. Es ist oft schwierig Leute dafür zu begeistern, weil oft auch Denken besteht man muss erst eine gewisses Maß an “Heiligkeit” an geistliche Reife haben um in dem Bereich etwas zu machen.
Ich habe mir also darüber mal etwas Gedanken gemacht und eine Art “Mentoringkonzept” für Kleingruppen ausgedacht. Ist nichts großes aber bin gespannt ob das überhaupt funktioniert. In meiner Jugendgruppe wird so etwas zum ersten Mal so richtig bewusst ausprobiert.

Mehr aber dazu ein anderes Mal. Momentan muss ich schauen ob ich überhaupt noch Zeit finde zum bloggen, also wundert euch nicht, denn mein bester Freund heiratet, meine Schwester heiratet und irgendwie nimmt das alles doch etwas Zeit ein…

Eine Sache darf ich euch aber ankündigen und zwar wurde das ebook für Jugendarbeit übersetzt (von wem das gemacht wurde, verrate ich euch noch…) und dies werde ich demnächst veröffentlichen.

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8. Das Programm für gottesdienstdistanzierte Jugendliche: Eine offene Tür Distanzierte

Hier bei sind zuerst vier Elemente wichtig, die dir helfen können Jugendliche zu erreichen und zu halten:

  1. Eine angenehme Atmosphäre
  2. Das Spaßelement
  3. Die Mitarbeit der Jugendlichen
  4. Eine verständliche Botschaft

Ein Gottesdienst brauch eine angenehme Atmosphäre

Negative, angespannte Atmosphären gibt es überall, in der Schule, mit Freunden, zu Hause. Ein Gottesdienst sollte als Gegenpol dazu eine deutlich positive Atmosphäre verbreiten.
Solange sich Jugendliche in ihrer Umgebung nicht wohl fühlen, sind sie für Gottes Wort nicht aufnahmefähig.
Man könnte auch anders formuliert sagen: Wenn Jugendliche spüren, dass sie nicht geliebt werden, können sie die Botschaft der Liebe nicht verstehen

Dies ist so unwahrscheinlich wichtig. Wenn Jugendliche in unseren Gruppen kommen und nicht spüren, dass sie akzeptiert, angenommen und geliebt werden, dann wird es sehr schwer fallen eine Verbindung zwischen dem herzustellen, was sie fühlen und dem, was sie über Gottes Liebe hören.
Jesus schaffte im Gespräch mit der Samariterin am Brunnen in Johannes 4 eine angenehme Atmosphäre dadurch, dass er die jüdische Tradition änderte und mit ihr sprach. Danach als die Samariterin sich angenommen fühlte, konnte er ohne Schwierigkeiten von der Botschaft der Liebe reden.
Hier ein paar beispielhafte Auflistungen von angenehmen bzw. unangenehmen Atmosphären

Angenehme Atmosphäre

  • Zeitgemäße Musik wird gespielt
  • Erwachsene und Jugendliche begrüßen die hereinkommenden Personen auf einer einladenden aber nicht aufdringlichen Art
  • Fotos, die lustige Szenen aus der Jugendarbeit zeigen, hängen an der Wand
  • Die Sitzgelegenheiten sind so arrangiert, dass sie einladend wirken
  • Der Raum ist nicht kahl, sondern einladend und gemütlich dekoriert

Unangenehme Atmosphäre

  • Der Seniorenchor singt, begleitet von einem Orchester
  • Die eigenen Jugendlichen stehen verteilt in Kreisen und gucken die hereinkommenden Jugendlichen blöd an
  • Die 10 Gebote stehen an der Wand und auch die Strafe die man bekommt, wenn man dabei erwischt wird, dass man ein Gebot gebrochen hat
  • Die Sitzgelegenheiten sind nach Geschlecht, Alter etc arrangiert

Die 10 Minuten Regel

Die Gestaltung des Gruppenraums und auch das ganze Programm sollte spätestens 10 Minuten bevor die Jugendlichen einmarschieren, fertig sein. Es ist unschön, wenn alle hektisch herumlaufen und verbreitet eine gestresste, hektische Atmosphäre. Zum anderen hat niemand wirklich Zeit die Jugendlichen zu begrüßen.
Als Jugendgruppe wirst du keine zweite Chance bekommen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Jugendlichen, die den Jugendtreff besuchen, werden die Jugendlichen der Gemeinde und die ganze Jugendarbeit nach der ersten Begrüßen einschätzen.

Weitere Gedanken:

  • Die „Begrüßer“ sollten Jugendliche seien, die wissen worum es geht und mit einem Lächeln und einer freundlichen Ausstrahlung die Menschen begrüßen
  • Gruppenleiter sollten sich zu den Jugendlichen stellen und ein Gespräch beginnen
  • Wenn jemand alleine kommt, sollte einander bekannt gemacht werden
  • Echtes, authentisches Interesse an ihnen zeigen
  • Achte auf angemessene Körperkontakte, nicht überall ist es üblich sich die Hand zu reichen
  • So viele Jugendliche wie möglich vor Beginn der Veranstaltung persönlich begrüßen

6. multiplizieren statt konservieren

Entscheidend ist nicht, dass wir unsere Jugendlichen halten,
sondern wie sie sich multiplizieren können!

    “Denn Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen.”
    (1. Timotheus 2,4)

  • Viele Jugendarbeiten existieren vor allem für sich selbst – das ist grundlegend falsch!
  • Evangelisation ist erste Priorität und oberster Auftrag. Wir leben noch auf dieser Welt, damit andere in eine Beziehung mit Jesus Christus hineinfinden!
  • Wenn in unserer Jugendarbeit oder durch unsere Jugendarbeit keine Menschen zum Glauben kommen, dann muss es diese Arbeit nicht geben – sie ist tot.
  • Evangelisation ist ein Wert und nicht primär ein Programm. Unsere Jugendlichen müssen in erster Linie evangelistisch sein und nicht unsere Jugendarbeit (obwohl es durchaus Sinn macht, wenn sie das ist…)!
  • Evangelisation ist ein Prozess, der von uns ständig und immer wieder gefördert werden muss. Als Leiter sind wir auf- und herausgefordert vorauszugehen, die Jugendlichen mitzunehmen und vorzuleben (siehe Prinzip 4).