Archives for posts with tag: Jesus/Gott

In letzter Zeit habe ich relativ viel über das Thema Gebet und mein Gebetsleben nachgedacht und mit anderen Leuten geredet.
Genau in dieser Zeit habe ich dann diesen Post
von Storch gelesen, der genau in meine Situation und mein Denken gepasst hat.

Letzten Freitag war ich in meiner Jugendgruppe mit der Bibelarbeit (ich mag das Wort nicht, kennt jemand ein anderes ;-) ) dran. Kurzerhand habe ich mich entschlossen Lukas 18, 1-8 zu nehmen. Zusammen mit noch zwei Jungs haben wir die dann eine Woche vorher ausgearbeitet und am Freitag gings dann los.

Die Bibelarbeit laufen, um kurz einmal den Ablauf zu skizzieren, in Gruppen mit einer abschließenden Zusammenfassung vorne.
Ich musste mich bei der Gruppe, in der ich war, etwas zurückhalten, da ich ja eigentlich alle Antworten kannte. So war es ziemlich interessant einfach mal zuzuhören und zu sehen, dass zumindest meine Gruppe verstanden hat, was Jesus mit dem Gleichnis aus Lukas 18, 1-8 verdeutlichen wollte:

Hier einmal den Text:

1 Mit einem Gleichnis zeigte Jesus seinen Jüngern, den Männern und Frauen, dass sie immer beten müssen und darin nicht nachlassen dürfen. Er erzählte:
2 »In einer Stadt lebte ein Richter, der nicht nach Gott fragte und alle Menschen verachtete.
3 In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe. Sie kam immer wieder zu ihm gelaufen und bat ihn: Verhilf mir zu meinem Recht!
4 Lange Zeit wollte der Richter nicht, doch schließlich sagte er sich: Es ist mir zwar völlig gleichgültig, was Gott und Menschen von mir halten;
5 aber weil die Frau mir lästig wird, will ich dafür sorgen, dass sie ihr Recht bekommt. Sonst kratzt sie mir noch die Augen aus.«
6 Und der Herr fuhr fort: »Habt ihr gehört, was dieser korrupte Richter sagt?
7 Wird dann nicht Gott erst recht seinen Erwählten zu ihrem Recht verhelfen, wenn sie Tag und Nacht zu ihm schreien? Wird er sie etwa lange warten lassen?
8 Ich sage euch: Er wird ihnen sehr schnell ihr Recht verschaffen. Aber wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde überhaupt noch Menschen finden, die in Treue auf ihn warten?«
Download Bibelarbeit zu Lukas 18 - Thema Gebet

img_0244.jpgIch trage seit active-zone ein kreuz aus Speckstein um den Hals, das eine Freundin von mir gemacht hat.
Heute wurde ich auf der arbeit gefragt warum ich denn ein Kreuz trage,die Auferstehung sei doch viel wichtiger. Das Kreuz symbolisiert doch den Tod und das kreuz wäre ohne die Auferstehung gar nichts wert, es zeigt nur Trauer, Tod und ist generell negativ behaftet.
Wir kamen dann noch kurz darauf zu sprechen, dass beides miteinander zusammenhängt und das eine ohne das andere Unsinn ist. Ich hatte dann noch erwidert, dass es schwierig ist ein offenes Grab um den hals zu hängen, da meinte sie nur das ich mir gar nichts umhängen sollte. Doch darauf habe ich kein bock ;-)
So habe ich denn weiter darüber nachgedacht… Kam dann auch zu der frage, warum denn die ganzen Kirchen Kreuze an und in ihren Gebäudes hängen haben.
Auf dem weg zum Zug kam mir dann die Antwort, ich weiß nicht ob es die allgemeine Antwort ist und dies die Begründung der Kirche für die vielen kreuze ist.

Nun meine Gedanken dazu…

Und zwar ist es so, dass ich bei dem Gedanken an das Kreuz, bei dem Blick auf ein Kreuz nicht an Tod, Trauer und generell negativ denke, sondern an Liebe. Das Kreuz ist das höchste Ausmaß der Liebe Gottes zu den Menschen. Es zeigt das Ende des Lebens Jesu auf dieser Erde, sein ganzes Leben zielte auf diesen Augenblick ab. Dafür hat er einiges abgegeben (Phil. 2,7 ff). So ganz werde ich nie verstehen, was genau es Jesus gekostet hat auf die Erde zu kommen und sein Leben für den Menschen hinzugeben, aber ich weiß das er das nicht machen musste. Jesus gab sich freiwillig hin (Joh. 10,17-18). Gottes Wunsch, Gottes Mission war es dass jeder Mensch gerettet ist und Kontakt, eine Beziehung zu Gott haben kann. Jesus identifizierte sich mit dieser Mission, mit dem Wunsch. Gottes Liebe zu den Menschen gleicht Jesu Liebe zu uns.
Das Kreuz ist also das höchste Ausmaß an Liebe. Wenn ich an Liebe denke, muss ich an Gott denken, denn er ist Liebe (1.Joh. 4,8). Es ist seine Haupteigenschaft, sein Wesensmerkmal.

Je mehr ich mir also das Kreuz anschaue, desto mehr lerne ich von dieser Liebe, desto mehr verstehe ich sie. So ganz verstehen werde ich sie wahrscheinlich, zumindest auf Erde, nie. Doch je mehr mich diese Liebe beeinflusst, desto mehr beeinflusst mich Gott, weil Gott Liebe ist. Seine Liebe wird immer mehr zu meiner Liebe, so dass ich auch lieben kann (1.Joh. 4,8) und erkenne wer Gott ist, was er denkt, wie er die Menschen sieht, wofür sein Herz schlägt.

Deshalb trage ich das Kreuz. Weil es Liebe zeigt, weil es Gott zeigt….

Ich habe vor kurzem Dietrich Bonhoeffers Gemeinsames Leben angefangen zu lesen und muss sagen, dass mich das Buch sofort begeistert hat. Ich kann es jedem nur empfehlen. Und weil das Buch so gut ist, habe ich mir gedacht, dass ich zwischendurch doch etwas darüber schreiben könnte.

Das Buch fängt damit an das es für Christen nicht selbstverständlich ist in Gemeinschaft mit anderen Christen zu leben. Jesus lebte mitten unter seinen Feinden, zuletzt verließen ihn sogar seine Jünger. Genau für diese Menschen ist Jesus gekommen um Frieden zu bringen. Genauso gehört der Christ nicht abgeschottet in ein Kloster, sondern mitten unter seine Feinde. Dort hat er seinen Auftrag, seine Arbeit, sein Leben.

Er vergleicht dies desweiteren mit dem Volk Israel. Das Volk Gottes ist dazu bestimmt unter fremde Völker gesät zu werden und in einem fremden Land an Gott glauben (nach Sach. 10,9).

Habe eben gerade noch kurz diesen Vers gelesen und irgendwie hat der mich umgehauen:

Sprüche 16,7
Wenn die Wege eines Menschen dem Herrn gefallen, lässt er sogar seine Feinde in Frieden mit ihm leben

Jesus sagt ja in seiner Bergpredigt, dass ich als Christ meine “Feinde lieben und ihn Gutes tun” soll? Menschlich gesehen war das für mich nie möglich. Ich wusste,wenn überhaupt dann kann das nur Jesus, nur die Liebe von Jesus in mir tun.
Durch den Vers aus Sprüche wird mir das auch noch etwas deutlicher. Wenn ich Gott total nachfolge, alles für die Beziehung, für die Gemeinschaft mit ihm aufgebe, dann wird er mich segnen. Ein Segen kann sein, dass ich auf übernatürliche Art und Weise Frieden, vielleicht sogar Freundschaft, mit meinen “Feinden” schließen kann. Feinde müssen nicht unbedingt Menschen sein, die mich gerne einen Kopf kürzer sehen würden, sondern es können einfach Menschen sein mit denen ich nicht klar komme, die mit mir nicht klar kommen. Da herrscht vielleicht Neid (z.B. bei Arbeitskollegen) längerer Streit, Verbitterung, ja sogar bis zu tiefsten Hass.

Doch Jesus kann das alles in Liebe und Frieden umwandeln, und wie?
Wenn ich mich bedingungslos Jesus abgebe, wird er mein Leben beeinflussen und mit Liebe tanken. Das gute bei Liebe ist, im Gegensatz zu Benzin bei einem Auto, dass es nie leer wird. Was ich an Liebe abgebe kann ich automatisch bei Jesus auftanken!