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Ich habe einen sehr interessanten Gedanken in Bonhoeffers Buch “Nachfolge” gelesen (s. 297ff.). Ich glaube hier ist auch eine gute Möglichkeit Muslimen zu erzählen, warum Gott Menschen werden musste.

Gott schuf einst Adam zu seinem Ebenbild. Gott suchte in Adam als der Vollendung seiner Schöpfung das Wohlgefallen an seinem eigensten Bild, “und siehe es war sehr gut” (1.Mose 1,31). In Adam erkannte Gott sich selbst. So ist es das unauslöschliche Geheimnis des Menschen von Anfang an her, dass er Geschöpf ist und doch dem Schöpfer gleich sein soll. Der geschaffene Mensch soll das Bild des ungeschaffenen Gottes tragen. Adam ist wie Gott. Nun soll er sein Geheimnis, Geschöpf und doch gottgleich zu sein, dankbar und gehorsam tragen. Es war die Lüge der Schlange, dass sie Adam vorhielt, er müsse erst noch werden wie Gott, und zwar aus eigener Tat und Entscheidung.
Da verwarf Adam die Gnade und erwählte die eigene Tat. Adam wollte das Geheimnis seines Wesens, Geschöpf und gottgleich zu sein, selbst lösen. Er wollte von sich aus werden, was er von Gott her schon war. Das war der Sündenfall. Adam wurde “wie Gott” – sicut deus- in seiner Weise. Er hatte sich selbst zum Gott gemacht und hatte jetzt keinen Gott mehr. Er herrschte allein als Schöpfergott in einer entgotteten, unterworfenen Welt.
Aber das Rätsel seines Daseins bleibt ungelöst. Der Mensch hat sein eigenes, gottgleiches Wesen, das er von Gott hatte, verloren. Er lebt nun ohne seine wesentliche Bestimmung, Gottes Ebenbild zu sein. Der Mensch lebt, ohne Mensch zu sein. Er muss leben, ohne leben zu können. Das ist der Widerspruch unseres Daseins und die Quelle aller unserer Not.
Seitdem suchen die stolzen Kinder Adams das verlorene Bild Gottes aus eigner Kraft in sich wiederherzustellen. Aber gerade je ernster, je hingebender ihr Streben, das Verlorene wiederzugewinnen, und je überzeugender und stolzer der scheinbare Erfolg, desto tiefer der Widerspruch zu Gott.
Ihre Mißgestalt, die sie an dem Bild ihres selbsterdachten Gottes prägen, trägt ohne ihr Wissen mehr und mehr das Bild Satans. Das Ebenbild Gottes als die Gnade des Schöpfers bleibt auf dieser Erde verloren.
Aber Gott wendet sein Auge nicht von seinem verlorenen Geschöpf. Er will in ihm sein Bild zum zweiten Mal schaffen. Gott will wieder Wohlgefallen haben an seinem Geschöpf. Er sucht an ihm sein eignes Bild, um es zu lieben. Aber er findet es nicht, als indem er selbst aus lauter Barmherzigkeit das Bild und die Gestalt der verlorenen Menschen annimmt. Gott muss dem Menschenbild gleich werden, weil der Mensch dem Bilde Gottes nicht mehr gleich werden kann.
Gottes Bild soll im Menschen wieder hergestellt werden.
Dabei geht es um ein Ganzes. Nicht das der Mensch wieder rechte Gedanken über Gott habe, nicht dass er seine einzelnen Taten wieder unter Gottes Wort stelle, sondern dass er als Ganzheit, als lebendiges Geschöpf Gottes Bild sei, ist das Ziel und die Bestimmung. Leib, Seele und Geist, die ganze Gestalt des Menschen soll das Bild Gottes auf Erden tragen.

Ich glaube das Satan uns auch gerade oft an diesem Punkt angreift. Er will uns, wenn wir uns für Jesus entschieden haben, einflößen, dass wir keine Kinder Gottes sind. Das wir immer noch genug Sünde an uns haben usw. Er greift unsere Identität, wie wir vor Gott stehen, an , weil er weiß, dass das das Fundament ist.

Zitat aus “Jesus for President”
Das große Paradox und der Humor, mit dem Gott kühn seine Macht einsetzt: Ein stotternder Prophet wird zur Stimme Gottes, eine kinderlose alte Dame wird Mutter eines Volkes,
ein Hirtenjunge wird ihr König …
und ein Säugling ohne Heimat soll sie nach Hause führen.

Dazu passt dieser Vers, der mich immer wieder motiviert:

2. Kor. 3,5 (Einheitsübersetzung)
Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott.

Dieses Lied inspiriert mich seit einigen Tage – hört euch das einfach an…

Kannst Du seh’n kannst Du seh’n
All die Leute die am Ertrinken sind?
Geht es Dir nicht nah, kümmert es Dich nicht?
Willst Du sie ertrinken lassen?

Wie kannst Du nur so gefühllos sein
Dich nicht darum zu scheren ob sie in den Himmel kommen?
Du verschließt einfach die Augen
Und tust so, als ob der Job schon getan wäre.

Oh segne mich Herr, segne mich Herr
Ist alles was ich ständig höre, weißt Du?
Niemand tut es weh, niemand leidet
Niemand vergießt auch nur eine Träne

Aber ER schreit, er weint, er blutet
Und er kümmert sich um deine Bedürfnisse
Und du lehnst dich einfach zurück
Und saugst den Segen für dich allein auf
Oh merkst du nicht welche Sünde das ist?

Denn er bringt Menschen zu deiner Tür
Und du schickst sie lächelnd fort während du sagst:
Gott segne dich, ich wünsche dir Frieden
Und der ganze Himmel weint einfach nur
Denn Jesus kam an deine Tür
Und du hast ihn abgewiesen und auf die Strasse geschickt

Öffne dein Herz, öffne dein Herz
Und verschenke dich selbst
Du siehst die Not, du hörst die Schreie
Wie kannst du noch zögern?

Gott ruft – und er meint Dich
Doch wie Jona läufst du weg
Er hat gesagt du sollst reden
Doch du hältst die Worte zurück
Oh kannst Du nicht sehen, wie groß diese Sünde ist?

Die Welt schläft in der Dunkelheit
Und die Gemeinde bekämpft sie nicht
Weil sie im Licht eingeschlafen ist!
Wie kannst du nur so tot sein
Wo du doch so gut versorgt wurdest?
Jesus stand vom Grabe auf – und Du?
Du kommst nicht mal aus dem Bett!

Oh Jesus ist von den Toten auferstanden
Los komm, steh endlich auf aus deinem Bett!

Wie kannst Du nur so gefühllos sein
Dich nicht darum zu scheren ob sie in den Himmel kommen?
Du verschließt einfach die Augen
Und tust so, als ob der Job schon getan wäre.

Schließ nicht Deine Augen
Tu nicht so, als wäre der Job schon erledigt
Komm da weg, komm da weg mit mir, meine Liebe
Komm raus aus diesem Schlamassel
Komm wir gehen fort, meine Liebe

[via youtube.com]

wohl mit den Teens, Jugendlich unserer Zeit umgehen? Ich mag diese “Wie würde Jesus….”-Fragen normalerweise gar nicht ausstehen. Es gibt sogar ein Buch “Wie würde Jesus Kinder erziehen.” Ich kenne das Buch nicht, aber allein der Titel – ne bitte nicht.
Durch meine Arbeit hier beim stoffwechsel bin ich seit einigen Tagen echt am überlegen. Wie würde Jesus mit den Teens und Jugendlichen umgehen. Jugendliche, die fast nur auf der Ebene der Beleidigung miteinander kommunizieren können, die über sexuelle Dinge reden, wo ich mir einfach an den Kopf packe.

Bin auf der anderen Seite auch hin und her gerissen. Auf der einen Seite brauchen diese Teens Grenzen und jemanden der ihnen einen Rahmen, eine Möglichkeit zeigt, wie es auch anders geht. Es gibt die Methode mit der Verwarnung und dann dem anschließenden Rauswurf (Gelb-Rot-Prinzip). Aber ist das dass richtige? Die werden doch fast überall raus geworfen, mache ich dann einen Unterschied?
Teens sind unterschiedlich, werde unterschiedlich erzogen – oder auch nicht und brauchen daher auch einen unterschiedlichen Umgang. Wie kann man das erreichen, ohne ungerecht zu werden?