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Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Lk 18,27

Das Jahr 2009 ist zwar voll im Gange, die Jahreslosung können vielleicht viele gar nicht mehr hören. Ich finde sie auf jedenfall klasse und total motivierend!
Letztens habe ich mir erstmal mit ein paar Leuten angeguckt in welchem Zusammenhang die Jahreslosung steht. Und das hat mich dann noch mehr motiviert.
Die Jahreslosung ist nämlich eine Antwort von Jesus auf eine Frage der Leute um ihn herum. Die Frage lautet:

Wer kann dann noch gerettet werden?

Vorher kommt das bekannte Zitat von Jesus: “Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt”

Also die Menschen um ihn herum fragen Jesus, wer kann zu Gott kommen, wer kann gerettet werden? Der reiche Jüngling der vorher mit Jesus war nach außen gesehen für viele Menschen vielleicht ein anerkannter Mann. Er hatte Geld, was oft als Segen Gottes gesehen wurde, hielt angeblich die Gebote. An für sich – ein frommer Mann.

Und dieser Mann soll es schwer haben ins Reich Gottes zu kommen, fragen die Menschen. Wenn der es nicht schafft, wer dann?
Da kommt dann die Antwort Jesus, die Jahreslosung: Bei Gott ist es möglich! Auch wenn wir uns das nicht vorstellen können.
Also jeder kann zu Gott kommen, jeder hat die Möglichkeit gerettet zu werden. Vom äußerlich oberfrommen Menschen zu dem normalen Familienvater oder der Hausfrau, bis zu den Leuten am Rand der Gesellschaft. Menschen die keiner haben will, Leute von der Straße, Alkoholiker, Drogenabhängige.

Jeder kann zu Gott kommen, jeder kann gerettet werden! Weil bei Gott nichts unmöglich ist!

V. 1 Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe [zu suchen], und sich auf Pferde verlassen und auf Streitwagen vertrauen, weil es so viele sind, und auf Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und den Herrn nicht suchen!

Das Südreich Juda ist kurz davor sich mit Ägypten zusammenzuschließen um gegen die ankommenden Nation Assyrien bessere Chancen zu haben. Sie schauen auf Ägypten und sehen gute Gründe dafür, sich mit diesem Volk zusammenzuschließen. Es hat viele Streitwagen und Reiter, die sehr stark sind. Komischerweise finden sie aber keine Gründe auf Gott zuschauen, bzw. denken nicht dran. Die offensichtlichen Argumente Ägyptens überzeugen Juda.
Gott lässt das aber nicht mit sich machen:

V.2 Aber auch er ist weise und führt Unheil herbei, und er nimmt seine Worte nicht zurück; sondern er steht auf gegen das Haus der Bösen und gegen die Hilfe der Übeltäter.

V.3 Denn die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist; der Herr braucht nur seine Hand auszustrecken, so wird der Helfer straucheln, und der, dem geholfen werden sollte, wird fallen, so daß sie alle miteinander umkommen.

Gott zeigt kurz seine Argumente, die Juda sehr wohl kennt. Oft haben sie das schon erlebt und müssen sich nur daran erinnern was Gott tut und wie er ist (vgl. Psalm 20,8)
Danach wird klar, dass die Argumente, die für Ägypten sind, eigentlich schwachsinnig sind und im Vergleich zu Gott total unbedeutend sind. Die Lügen die Juda sich selbst vorgegaukelt hat, werden offensichtlich.

Welche Dinge gibt es bei dir, die gute Gründe haben um sich auf sie zu verlassen? Sind es Menschen, Bücher, irgendwelche Ratschläge von Anderen? Was für Argumente gibt es für diese Dinge?
Wie sehen dagegen Gottes Argumente für dich aus? Vergleiche mal. Welche Seite überwiegt?

V.4 Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Wie der Löwe und der junge Löwe über seiner Beute knurrt, wenn man gegen ihn die ganze Menge der Hirten zusammenruft, und vor ihrem Geschrei nicht erschrickt, noch vor ihrer Menge sich duckt, so wird auch der Herr der Heerscharen herabkommen, um auf dem Berg Zion und auf dessen Höhe zu kämpfen.
V.5 Wie flatternde Vögel [ihre Jungen], so wird der Herr der Heerscharen Jerusalem beschirmen, ja, beschirmen, und erretten, verschonen und befreien.

Gottes Fürsorge für Juda wird hier in zwei sehr kraftvollen Bildern deutlich. Einmal der Löwe, der sich von nichts abhalten lässt und alles was ihm entgegen gestellt wird einfach kalt lässt. Zum Anderen der Vogel für den seine Jungen alles sind und sie sie beschützt, mit seinem Leben verteidigt, alles für sie gibt.

V.6 Kehrt um, ihr Kinder Israels, zu Ihm, von dem ihr so weit abgewichen seid!
V.7 Denn an jenem Tag wird jedermann seine silbernen und goldenen Götzen wegwerfen, die eure Hände gemacht haben, so daß es euch zur Sünde wurde.
V.8 Und der Assyrer wird fallen durchs Schwert, doch nicht das eines Mannes; ein Schwert wird ihn fressen, aber nicht das eines Menschen; und er wird vor dem Schwert fliehen, und seine jungen Krieger sollen zu Zwangsarbeitern werden.
V.9 Sein Fels wird vor Furcht vergehen, und seine Fürsten werden vor dem Kriegsbanner erschrecken, spricht der Herr, der in Zion sein Feuer hat und in Jerusalem seinen Feuerherd.

Gott ruft zur Umkehr. Eine Umkehr die darin aussieht, dass man sich Gott zuwendet, ihm entgegenstrebt und allem was man an Gottes Stelle gestellt hat, was den Blick von Gott abgewendet hat, den Rücken dreht.

Gott ist mehr als tausend andere Gründe. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. Welche Dinge haben deinen Blick von Gott abgewendet, vernebelt? Welche Dinge haben dir ein falsches Bild von Gott vorgelügt?
Wende dich von ihnen ab und wende dich Gott zu, weil Gott einfach mehr als alles Andere ist!

An Weihnachten dreht sich alles um Geschenke. Die Einkaufsgassen in den Städten sind rappelvoll. In allen Läden gibt es meterlange Warteschlangen vor den Kassen. Geschenke, total wichtig an Weihnachten. Niemand darf vergessen werden, Namen werden aufgeschrieben und viele Personen überlegen sich schon 3 Monate vorher was sie kaufen sollen.

Woher kommt das eigentlich?
Die Waisen aus dem Morgenland kamen zu Jesus und haben ihm Geschenke (Gold, Weihrauch und Myrrhe) geschenkt.
Gott hat Elisabeth (Matth. 1,12ff.) die Fruchtbarkeit geschenkt und sie konnte Johannes den Täufer gebären.
Die Sache, an die eigentlich jeder denkt ist, dass Gott uns seinen Sohn geschenkt hat, wodurch wir Errettung haben:

Römer 6,23
Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod; aber das Geschenk, das Gott uns in seiner Gnade macht, ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn

Ich erinnere mich noch daran, was ich geantwortet habe, als ich als kleiner Junge gefragt wurde, worüber ich mich denn an Weihnachten freue:”Ich freue mich, dass Jesus geboren ist!”
Das war natürlich gelogen. Damals hatte ich nichts anderes im Sinn als die Geschenke…

Mittlerweile denke ich da etwas anders! Gott hat uns durch seinen Sohn Jesus wirklich etwas wunderbare, etwas einmaliges geschenkt: Die Beziehung zu ihm.
Und weil ich diese Beziehung zu ihm und er mein Freund ist, darf er an Weihnachten auch nicht zu kurz kommen. Das heißt, Gott steht auch auf meiner nicht vorhandenen Geschenkeliste.

Gott etwas zu schenke ist nicht einfach. Ich kann ihm meine Zeit, mein Geld, meine vllt. mehr oder auch weniger talentierten Hände schenken. Ich kann Gott meine Füße schenken, mein ganzes Leben.
Aber was viel heftiger ist, dass ich Gott auch noch andere Sachen schenken kann. Sachen die eigentlich gar nicht so toll sind… Ich kann Gott meine Ängste, meine Sorgen, meine Schwierigkeiten mit bestimmten Personen, meine Süchte, meine Sünden schenken.
Für Gott ist das kein komisches Geschenk, er freut sich total darüber und kann damit auch etwas anfangen. Das beste ist, dass das was er damit anfängt auch uns weiterhilft:

Matth. 11,28
Kommt her zu mir ihr alle, die ihr niedergedrückt und belastet seid: Ich will euch Ruhe schaffen!

Bild via deviantart

Glänzende Augen lasen in einem Liebesbrief folgende Worte in blumiger Sprache: „Mein Schatz, ich würde die tiefsten Täler durchqueren, den höchsten Gipfel erklimmen, die heissesten Wüsten durchwandern und die weitesten Meere durchschwimmen, nur, um bei Dir sein zu können.“ Nach diesem poetischen Höhenflug kam im Nachsatz der bittere Absturz: „P.S.: Ich komme nächsten Samstag zu Dir, wenn es nicht regnet.“ Da hörten die Augen aber auf zu glänzen. So war es also um seine Sehnsucht bestellt! Von wegen „Ozeane durchqueren…“, und dann halten ihn ein paar Regentropfen davon ab, seinen Schatz aufzusuchen. Kein Wort von dem, was er da zuerst geschrieben hatte, glaubte sie ihm mehr.

Ich weiss nicht, wie die Geschichte dieses Paares weiterging. Wie auch immer, die Worte des jungen Mannes machen mich nachdenklich. Sie erinnern mich irgendwie ein bisschen an mich. Geht es mir nicht manchmal ganz ähnlich? Ich meine hier nun in Bezug auf Gott und seinen Willen für mein Leben. Ist es bei mir nicht auch so, dass ich Gott oft sage, was er mir bedeutet, was ich alles für ihn tun möchte – und dann in meinem Leben doch zeige, dass mein Herz an vielem anderen, an Vergänglichem hängt? Was kommt mir da nicht alles über die Lippen! Wie hab ich mit dem einen Lied schon beteuert: „Ich entsage willig allen Eitelkeiten, aller Erden Lust und Freuden.“ Wie bitte? Meine Frau würde niemals auf mich kommen, wenn ich sie fragen würde, von wem dieser Satz stammen könnte! Oder wie heisst es in dem neueren Lied: „Du bist alles für mich!“ Ist das wirklich so? Wenn es darauf ankommt, zeige ich da nicht mit meinem Handeln, dass mein Herz oft genug mehr für anderes schlägt? Plötzlich kann ich mich in dem jungen Mann von vorhin wieder erkennen.

Wem gehört mein Herz? Was ist mir wirklich wichtig? Wofür investiere ich mich? Spiegelt die Prioritätensetzung in meinem Alltag wieder, was ich am Sonntag beteuere? Ist Gott auch unter der Woche alles für mich? Bin ich bereit zu verzichten, um Gott besser dienen zu können? Es ist doch so: was mir wirklich wichtig ist, dafür bringe ich mich ein. Da setze ich alle Hebel in Bewegung, um das Ziel zu erreichen. Jesus drückt es so aus: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Das kann ich nachvollziehen.

Jesus mahnt uns hier, die Prioritäten wieder richtig zu setzen. Wert hat nur das, was ewig, was über meinen Tod hinaus Bestand hat. Dafür soll mein Herz wieder neu schlagen. Ich möchte meinen Blick für das, was wirklich wichtig ist, wieder neu von Gottes Geist schärfen lassen und auch wieder neu demgemäss handeln. Gerade jetzt.

Posted by Reini