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„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.“

Sacharja 4,6

Bei Gott gilt nicht das Recht des Stärkeren. Bei ihm gilt vielmehr: Gott kommt mit den Schwachen zum Ziel!

Genau das ist die Botschaft von Pfingsten. Wir feiern, dass wir den täglichen Aufgaben und Herausforderungen gewachsen sind. Und zwar nicht aus Gründen, die in unseren persönlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten liegen. Weil wir so tolle Hechte wären, die es drauf hätten. Weil wir so sozialkompetent wären. So redegewandt. So intelligent. So begabt. Ganz im Gegenteil: wir sind den täglichen Herausforderungen – der Begegnung mit den Kollegen, der Erziehung unserer Kinder, den negativen Leidenschaften und Gedanken in uns – deswegen gewachsen, einzig weil Jesus Christus sich nicht zu schade ist, durch seinen Geist in uns zu wohnen – „durch meinen Geist!“ Das gilt Dir und mir, wenn wir uns ihm anvertrauen!

In der Kraft Gottes zu leben bedeutet nun aber nicht, gerade so über die Runden zu kommen und es im Leben ein bisschen leichter zu haben. Das wäre ein grauenhaftes Missverständnis. Es geht – einmal mehr – gar nicht so sehr um uns. In der Kraft Gottes zu leben bedeutet, zu einem Leben befähigt zu sein, das Gott ehrt, das ihm gefällt und ihm Freude bereitet!

Das ist der Blickwinkel von Pfingsten: machtvoll befähigt, Gott zu ehren! Die Launen des Vorgesetzten in der Kraft Gottes zu ertragen, um Gott damit zu ehren. Sich in der Kraft Jesu zurückhalten können, wo Menschen uns verletzen oder ungerecht behandeln, um Gott damit zu ehren. Eine hartnäckige Sucht in der Kraft Jesu zu durchbrechen, um Gott damit zu ehren. Letztlich: ein Leben in der Liebe zu führen, damit Gott in allem geehrt wird! In der Kraft Gottes zu leben meint also ein Leben in einer ganz anderen, einer im eigentlichen Sinn des Wortes „unmenschlichen“ Qualität: zu geben, wo uns genommen wird. Zu lieben, wo uns Hass entgegen schlägt. Warten zu können, wo wir gerne eine schnelle Lösung hätten. Das alles, damit Gott geehrt wird.

Gott eröffnet uns in Pfingsten den Blick für die machtvolle Wirklichkeit und Wirksamkeit des Heiligen Geistes: Gott befähigt uns in der Kraft des Heiligen Geistes zu einem Leben der Liebe. Das ist so grossartig. Das ist wirklich Grund, Pfingsten – das Fest der Ausgiessung des Heiligen Geistes – ganz bewusst und dankbar zu begehen.

Posted by Reini

[via inputs]

Denn in Ihm hat er uns ja schon von vor der Grundlegung der Welt dazu erwählt, dass wir heilig und unsträflich (=untadelig;ohne Fehler) vor seinen Angesicht dastehen sollten. Eph. 1,4 (Menge)



Ich habe heute unter anderem diesen Vers gelesen und der hat mir ganz simpel wieder vor Augen geführt, dass ich heilig und vor Gottes Augen ohne Fehler bin. Ich habe dadurch einen direkten Zugang zum Vater (Eph. 2,18;3,11).

Jesus hat alle unsere Sünden, auch zukünftige, bezahlt und dadurch kann ich rein vor Gott stehen.
Dass finde ich einfach nur hammer. Eigentlich müsste ich theoretisch gar nicht mehr um Vergebung der Sünden bitten, da wie gesagt er alle Sünden bezahlt hat.

Dies würde aber nur dazu führen, dass mir Sünde gar nicht mehr bewusst wird und ich womöglich sage, dass ich keine Sünde habe, was aber Quatsch ist (1.joh. 1,8). Ich muss also mir Sünde bewusst machen und sie durch den heiligen Geist sein lassen.

Würde mich mal interessieren, was ihr dazu meint. Habt ihr dazu irgendwelche Gedanken oder vllt. schon etwas dazu gelesen?

[12] Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten.
[13] Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die (sündigen)
Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.
[14]
Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
[15] Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer
noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den
Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
[16] So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
[17] Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit
ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden. Ich bin überzeugt, dass die Leiden der
gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.

Aus diesem Text lassen sich zwei Funktionen des heiligen Geistes ableiten:


1. Die Funktion des Wirkens in uns

Nur durch den Heiligen Geist in uns können wir “im Geist” leben d.h. der Hl. Geist ist es, der die Taten des alten Leibes tötet(V.13) und die neue Frucht in uns vollbringt.

==> Genau dazu haben wir auch eine Verpflichtung, nämlich die Verpflichtung im Geist zu leben
und nicht im Fleisch (V.12)

-> diese Verpflichtung lässt sich folgendermaßen ableiten:

– nach joh. 1,12 haben wir die Macht Gottes Kinder zu sein. Gottes Kind zu sein, heißt
automatisch den Geist Gottes zu haben
- daher, wenn wir im Geist leben, dann sollen wir auch imGeist wandeln (Gal. 5,25)

==> Unser Christsein ist aber nicht nur an dem Leben im Geist erkenntlich, so dass wir uns immer
wieder Fragen müssten ob ich ein Christ bin. Sondern an der Beziehung zu Gott!

Wir sind jedoch die “Söhne” oder “Kinder” Gottes und der Hl.Geist in uns zeugt genau diese Beziehung zu Gott dem Vater (V.15+V.16)


2. Die Funktion des Zeugnis in uns

Durch den Hl. Geist in uns wissen wir, dass wir Gottes Kinder sind (V.16). Genau aus diesem Grund dürfen wir Gott als „Abba, Vater“ ansprechen.

Abba:

Dieser Begriff kommt aus dem aramäischen und ist mit dem deutschen “Papa” gleichzusetzen. Er drückt das kindliche Vertrauen und die persönliche Beziehung zu Gott aus.

Vater:

Der Begriff des Vater drückt eher die Erfahrung und die Funktion des Vaters aus. Gott, der Vater sorgt weise für uns und muss uns auch schon mal zurechtweisen, auch wenn wir das vllt. nicht verstehen werden.

Dieser Text fordert uns also ganz klar auf im Geist zu leben. Doch sollen wir uns nicht “fürchten” und uns andauernd fragen ob ich überhaupt ein Christ und ob der Hl. Geist in mir wandelt. Wir sollen anfangen uns vom Gott leiten zu lassen. Dann müssen wir uns nicht mehr krampfhaft bemühen sondern der Hl. Geist leitet uns in jeder Situation.

Dabei sollte uns aber immer das viel wichtigere, nämlich die Beziehung zu Gott sein. Denn aus dieser Beziehung können wir im Geist leben.Wir sind Kinder Gottes (v.16) und genau dies erfahren wir durch den Hl. Geist in uns.

Wie begegnest du Gott in deinem Leben, Gebet? Als „best-Friend“, oder als eine Person vor der du kein falsches Wort sagen kannst?

Wir sollen Gott als „Abba, Vater“ begegnen. Abba darin, dass wir ein kindliches Vertrauen ihm gegenüber haben und? z.B. über alles (wie ein Kind) mit ihm reden.

Und als Vater, darin dass wir wissen, Gott leitet und führt uns. Vllt. Verstehen ich ihn mal nicht, aber ich weiß, dass er es doch besser weiß und einen bestimmten Sinn hat.