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Letzten Freitag ist sind die active-zone Tage zu Ende gegangen. Schöne Tage mit vielen Dingen, die begeistern. Aber irgendwie auch Tage in denen viel Erschöpfung und Müdigkeit da war. Warum weiß ich auch nicht direkt, wo vieles delegiert wurde und man sich auf dem Gelände kaum um etwas kümmern musste. Aber das ist egal. Die Tage waren einfach nur zu schön. Motivierte Mitarbeiter, die angepackt haben wo es nur ging, mit offenen Augen rumgelaufen sind und den Kids wunderbar mit der Liebe Gottes begegnet sind.

Die Abende waren genauso gut. Die Teens in der Teentime haben echt verstanden worum es uns ging. Thema war “Connaction”. Es ging also um Beziehungen, Umgang miteinander und was für eine Rolle Gott da spielt. Ich merke nur, dass die Teens einen anderen Entscheidungsweg haben, anders als es die meisten von den Mitarbeitern und ich auch erlebt haben. Wir wurden schon früh mit dem Evangelium konfrontiert, haben eigentlich schon immer gewusst was es damit auf sich hat. Viele von den Teens beschäftigen sich noch nicht lange damit und haben das Evangelium, wenn überhaupt, noch nicht oft gehört. Der Weg vom Kopf, wo sie das Ganze grundsätzlich verstanden haben, zum Herzen ist dann länger als ich es mir wünsche. Aber das macht nichts. Momentan säen wir viel unter den Teens, ich bin gespannt und bete wann die Saat aufgehen wird. Was wir auf jedenfall sehen ist, dass etwas in den Herzen der Kids und Jugendlichen passiert. Beim Nachtreffen am Sonntag hat ein Junge extra auf sein Mittagessen verzichtet und ist erstmal hungrig hingekommen. Sowas begeistert total!

Wollte hier kurz einen Ausschnitt aus dem Buch “Exiles – Living Missionally in a Post-Christian Culture”, das DoSi zusammengefasst hat wiedergeben, den ich wirklich sehr interessant fand:

  • Würdigung (Liebe, Respekt): Gott wertschätzen in all unserem Denken und Glauben, in all unserer Bewunderung und Vorstellungskraft.
  • Verehrung (öffentliche Anbetung): Gott auf eine formale, liturgische Weise in einer
    öffentlichen Zusammenkunft anbeten.
  • Zuneigung (lieben, sich erfreuen): Gott lieben, ihm eine freudige Liebe darbringen, unsere
    Herzen auf Gott ausrichten und ihm unsere Liebe geben.
  • Unterwerfung (Gehorsam, Dienst): Uns dem Dienst Gottes durch unsere Handlungen
    widmen. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen: Bibelstudium, Gebetsleben,
    Zeugnis, mitfühlsames Leben, Freigiebigkeit und Gastfreundschaft, die in Gottes Namen
    dargebracht werden. Wer dem göttlichen Willen durch Dienen gehorcht, verherrlicht Gott.

Hatte hier geschrieben, dass ich das Buch Unchristlich lese.
Weit bin ich bisher nicht gekommen, aber ich bin jetzt schon gespannt und kann gar nicht darauf warten, bis ich etwas mehr Luft für diese Buch finde.
Den Anfang finde ich schon sehr interessant. Warum heißt das Buch überhaupt “unchristlich”. Einfach deswegen weil offen fair die Meinungen und Ansichten der Andersdenkenden wiedergegeben werden soll. Wenn wir die Menschen um uns herum wirklich verstehen wollen, dann müssen wir wirklich schauen was sie denken und nicht nur was wir vermuten. Ignorieren hilft da gar nichts. Deswegen spiegelt das Buch ungefilterte Reaktionen von Andersdenkenden auf das Christentum wider. Also heißt das Buch unchristlich.

In der Studie wurden alle zwischen 16-29 Jahren berücksichtigt, die den christlichen Glauben anders sehen und von Außen betrachten. Agnostiker, Angehöriger anderer Religionen, und Atheisten. In den meisten Fällen werden diese Personen von Christen als Heiden, oder Verlorene bezeichnet. Laut der Studie ist das ein Problem, da die Menschen dadurch mit abwertenden Ausdrücken, die sie meistens anstößig finden, bezeichnen. Selbst Begriffe wie, Nichtchristen oderNichtgläubige zeigen nur was diese Menschen nicht sind!
Daher wird in dem Buch ein neutraler Begriff verwendet: Die Andersdenkenden.

In letzter Zeit beschäftigt mich eine Frage: Wie gehe ich mit eigenen Zweifeln um? Zweifel sind sicherlich nicht schlecht. Aber wie gehe ich mit ihnen um, wenn ich z.B. Leiter von Jugendlichen bin und immer wieder Themen und Bibelarbeiten halte? Je nach Art und Dauer der Zweifel ist man ja nicht immer in der Lage Predigten, Vorträge etc. zu halten.

Soll man offen sagen, dass man Zweifel hat oder soll man sich nur einigen wenigen Personen öffnen? Ich frage mal direkt ein paar Personen, die bestimmt Erfahrungen haben. Simon, DoSi, Christian, Storch, Björn und Walter und Danny.

Aber auch jeder andere kann sich beteiligen, würde mich freuen