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Selbstkritik: Göring-Eckhardt gibt Fehler in der Familienpolitik zu

In diesem Artikel geben die Grünen einige Fehler in der Familienpolitik zu, die sie zuletzt gemacht haben.

Diese beiden Zitate finde ich aussagekräftig:

Die totale Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt habe aber eine Schattenseite und führe zu einer Gesellschaft, in der kein Raum mehr für Beziehungen bleibe. Das gelte auch für Familien.

„Die große Individualisierung bringt als Kehrseite die große Einsamkeit. Das ist nichts für die Grünen“, sagte Göring-Eckardt.

Das ist gut gesagt auch wenn das für Niemanden gut ist. Egal ob grün, rot, schwarz oder was auch immer.


Aktuelle Studie zum Alkoholkonsum Jugendlicher

Eine aktuelle Studie der Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt, dass


Was heißt es Christ zu sein? Was glaubst du? Video von J.I. Packer

In den letzten Tagen habe ich dieses Video gesehen und finde die darin gestellten Fragen sehr wichtig und hilfreich.

J.I. Packer: Taking God Seriously from Crossway on Vimeo.


Mennonitische Diakonie #2 Ronald J. Sider: Evangelisation und soziale Aktion aus evangelikaler-mennonitischer Perspektive

Giesbrecht analysiert im weiteren Verlauf seiner Dissertation, Mennonitische Diakonie (siehe Teil 1) den Professor für Theologie “Holistic Ministry” und “Public Policy” an der Eastern University in Philadelphia, Ronald J. Sider und geht dabei auf Evangelisation und soziale Aktion aus evangelikal-mennonitischer Perspektive ein.

In dem Spannungsfeld zwischen Evangelisation und soziale Aktion oder Evangelikalen und Ökumenikern stellt Sider vier Modelle fest, die jeweils das entsprechende Verhältnis beschreiben.

 

  1. Die individualistischen Evangelikalen definieren als ihr Hauptanliegen “die Erlösung der einzelnen” Seelen. Daher sei die Evangeliumsverkündigung “der vorrangige Auftrag der Kirche”. Der wesentliche Beitrag der Gemeinde für das Soziale, seien bekehrte Individuen, die jeweils auf ihrem Platz in der Gesellschaft Salz und Licht seien.
  2. Die radikalen Wiedertäufer stellen die Gemeinde als sichtbare Verkörperung der angebrochenen, heilvollen Herrschaft Christi im Mittelpunkt. Die soziale Dimension des Evangeliums und der Erlösung werde hier gegenüber dem ersten Modell verstärkt, wobei Gemeinde aber radikal von der Welt unterschieden werde.
  3. In der dritten Gruppe zählt Sider die führenden Ökumeniker auf, bei denen es um “die Bekehrung des einzelnen und um die politische Umstrukturierung der Gesellschaft” gehe. Im Unterschied zum zweiten Modell bleibe die transformative und heilvolle Wirkung des Reiches Gottes  nicht auf die Gemeinde als Alternativgesellschaft beschränkt, sondern verwirkliche sich auch in politischen Strukturen. Sünde werde sowohl persönlich als auch sozial definiert.
  4. Das vierte Modell repräsentiert die säkularen Christen für die Evangelisation nur noch aus politischen Aktionen und Erlösung ausschließlich aus sozialer Gerechtigkeit bestehe.

 

Ausgehend von diesen Modellen stellt Sider folgende These auf:

daß Evangeliumsverkündigung und soziale Aktion sich zwar voneinander unterscheiden, aber gleichen Einsatz von Mitteln und persönlicher Kraft verdienen und außerdem untrennbar miteinander verknüpft sind

 

Giesbrecht fasst in seiner Reflexion der Schriften Siders folgendes zusammen:

Erstens ist es sinnvoll, zwischen dem Heil und dem Wohl der Menschen zu unterscheiden, ohne die beiden voneinander zu trennen. Daher plädiert Sider zu Recht für eine gewisse Eigenständigkeit von Evangelisation und sozialer Aktion, damit beide sich in ihren Schwerpunkten entfalten können. Gleichzeitig betrachtet er sie ebenfalls zu Recht als untrennbare Partner für Gemeindebau und Mission, so dass das Wort die Tat erklärt und die Tat das Wort glaubwürdig macht. Evangelisation muss radikal und ganzheitlich sein, also nicht nur eine individuelle, sondern immer auch eine soziale Ausrichtung haben. Diakonie darf nie vergessen, dass sie zutiefst spirituelle Wurzeln hat, d.h. sie gründet sich im Wesen Gottes und in seinem Wort und ist somit die Frucht einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Zweitens kann man aus Siders Gemeindediakonie drei wesentliche Zielsetzungen diakonischen Handelns ableiten:

  • Missionarische Gemeindediakonie fördert und begleitet die Evangelisation der Gemeinde.
  • Eine diakonische Gemeindekultur hat zum Ziel, Liebe, Mitleid, Fürsorge und soziale Gerechtigkeit vorzuleben und für alle zu illustrieren.
  • Ganzheitliche Diakonie setzt sich für die Bewahrung der Schöpfungsordnungen Gottes, wie Familie, Gesellschaft und natürliche Umwelt ein.