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3. weniger statt mehr

Entscheidend ist nicht wie viel wir den Jugendlichen (an)bieten,
sondern wie viel sie davon aufnehmen können.

  • “Ich hätte euch noch viel mehr zu sagen, aber ihr könnt es jetzt noch nicht aufnehmen.”
    (Jesus in Johannes 16,12)
  • In den meisten Jugendarbeiten werden die Jugendlichen mit ständig wechselnden Themen und Programmen überfordert – das ist grundlegend falsch!
  • Ein Prozess, der im Leben eines Jugendlichen greifen und reifen soll, braucht Zeit. Wir als Leiter sind verpflichtet dem Rechnung zu tragen.
  • Das Grundprinzip lautet: Nichts Neues anfangen (lehren, umsetzen), bevor das Ziel nicht erreicht ist. Ein Schritt nach dem anderen! Wenn wir das nicht tun, beweisen wir damit, dass wir die Jugendlichen nicht wirklich fördern wollen.
  • Dieses eine Ziel wird mit unterschiedlichen Mitteln und auf immer wieder neue und kreative Art und Weise verfolgt. Das gesamte „Leben” der Jugendarbeit ist darauf ausgerichtet.
  • Falls das nicht durchgezogen werden kann (aus welchen Gründen auch immer) müssen die Leiter sich fragen ob das Ziel, der Weg zum Ziel oder die Leiter (siehe Prinzip 4) falsch sind.

2. tun statt wissen
Entscheidend ist nicht wie viel die Jugendlichen wissen,
sondern wie viel sie von diesem Wissen im Alltag leben und erleben!

  • “Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe.”
    (Jesus in Matthäus 28,20a)
  • In vielen Jugendarbeiten wird geistliches Wissen und nicht geistliches Leben gefördert – das ist grundlegend falsch und eines der Hauptprobleme unserer Gemeinden!
  • Biblisch gesehen weiss man etwas erst richtig, wenn man es tut. Wissen allein ist leer, nutzlos und sogar gefährlich. Als Leiter dürfen wir uns also nicht mit tollen Andachten, geschürten Emotionen oder blossen Einsichten der Jugendlichen zufrieden geben.
  • In der Jugendarbeit muss unser Ziel als Leiter sein, dass die biblischen, geistlichen Wahrheiten im Alltag der Jugendlichen Realität werden. Falls dies nicht geschieht, machen wir entweder etwas falsch oder die Jugendlichen wollen nicht.
  • * Weil die Begleitung dieses Prozesses viel anstrengender ist als die Vermittlung von Wissen und das schüren von Emotionen stehen Leiter in der ständigen Gefahr sich mit weniger zufrieden zu geben und damit das Ziel zu verfehlen.

Ich habe schon vor längerer Zeit auf der Seite roots-project.net (Fragt mich nicht, warum sie nicht geht ;-) ) eine sehr interessante Aufstellung von 7 Basics für wachsende Jugendarbeit gelesen, die ich euch hier mal vorstellen will.

1. Prozess statt Programm
Entscheidend ist nicht wie unsere Jugendarbeit,
sondern wie unsere Jugendlichen sind

“Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt und macht alle Menschen zu Jüngern! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!”
(Jesus gibt den Missionsbefehl in Matthäus 28,18-20)

  • Der grösste Teil der Leiter macht sich mehr Gedanken um die Jugendarbeit (Programme und Formen) als um die Jugendlichen – das ist grundlegend falsch!
  • Programme dienen lediglich dazu, den geistlichen Wachstums-Prozess der Jugendlichen optimal zu ermöglichen und zu unterstützen.
  • Die wesentliche Frage, auf die wir als Leiter eine Antwort wissen müssen ist: Was muss bei unseren Jugendlichen als nächstes geschehen?
  • Leitbilder und Visions- Formulierungen sind gut, oft aber viel zu allgemein gehalten. Jeder weiss, dass aus den Jugendlichen leidenschaftliche Jünger Jesu werden sollen. Die entscheidende Frage ist aber, wie das geschehen kann und welches die nächsten Schritte sind!
  • Auftragsorientierte Jugendarbeit ist zentral. Meistens stehen die 5 Aufträge (Jüngerschaft, Evangelisation, Gemeinschaft, Anbetung, Dienst) jedoch nur auf dem Papier und die Jugendarbeit wird nicht radikal darauf ausgerichtet.
  • Leiter müssen sich in Bezug auf die geistlichen Wachstums- Prozesse der Jugendlichen konkrete Ziele stecken und alles daran setzen, dass sie erreicht werden.

5. mitarbeiten statt betreuen

Entscheidend ist nicht, dass wir die Jugendlichen gut betreuen,
sondern wie wir gemeinsam mit ihnen den Auftrag erfüllen!

  • “Die Ernte ist so groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter!”
    (Jesus in Matthäus 9,37)
  • Viele Jugendarbeiten gleichen stärker einem Pflegeheim als einer Werkstatt – das ist grundlegend falsch!
  • Die Jugend ist nicht die Gemeinde von morgen, sondern sie ist bereits Teil der Gemeinde von heute! Wenn wir die Jugendlichen nur trainieren und sie auf die “richtigen Sachen” vorbereiten, dann werden wir dieser Tatsache nicht gerecht und bleiben bei blosser Beschäftigungstherapie stehen.
  • Als Leiter müssen wir mit den Jugendlichen gemeinsam Reich Gottes bauen und erleben – alles andere ist zu wenig! Wir arbeiten zusammen – das heisst Mitarbeit. Die Jugendlichen sind nicht weniger Mitarbeiter als wir und wir nicht mehr als sie.
  • Wenn Jugendliche ihren biblischen Auftrag in der Welt wahrnehmen, dann haben die Leiter ihren Auftrag ausgeführt. Die Jugendlichen sind also der einzige Massstab, an dem ein Leiter feststellen kann, ob er seinen “Job” erfüllt oder nicht.