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Ich lese gerade das Buch authentische Führung – Leiterschaft in Balance von Paul Ch. Donders.

Im ersten Kapitel geht es viel um die Grundlage für den Leiter mit der Balance zwischen Charakter und Fachkompetenz und Menschen- und Ergebnisorientierung zurecht zu kommen. Ziel hierfür ist es in einem Gleichgewicht zu stehen.

Er beschreibt an einem Punkt 4 Möglichkeiten um in dem jeweiligen Bereich zu wachsen.

Spannungsfelder “Ergebnis-Mensch” + “Charakter-Fachkompetenz”

Charakterentwicklung Fachkompetenzentwicklung
um Resultate
zu erzielen
Disziplin Management
Um Menschen
zur Entfaltung
zu bringen
Demut
(Dienstbereitschaft)
Kommunikation

Demut

Dienstbereitschaft oder auch der “Mut zu dienen” ist nötig, wenn man Menschen fördern will. Als Leiter widmet man den Mitarbeitern einen Teil seiner Zeit, die man ebenso gut auch in der eigenen Karriere investieren könnte.

Disziplin

Ohne Disziplin wird man nicht ans Ziel gelangen. Man benötigt Disziplin, um seine Aufmerksamkeit auf den Prozess zu richten und die richtigen Schritte zu unternehmen. Auch ein Leiter muss Disziplin üben, denn nur unter dieser Voraussetzung kann er von seinen Mitarbeitern ebenso Disziplin und gute Ergebnisse erwarten.

Kommunikation

Menschen fördern, coachen, anleiten – all das kann nur durch Kommunikation geschehen. Der Leiter unterstützt seine Mitarbeiter in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Die Weitergabe von Fachkompetenz ist eine gute Möglichkeit, um seine Kommunikationsfähigkeiten auszubauen.

Management

Management bedeutet, Menschen dazu zu befähigen, selbständig zu den richtigen Ergebnissen zu gelangen und sich in ihrem Arbeitsumfeld weiterzuentwickeln. Hier spielen Themen Zielfindung, Strategie-, Organisations- und Strukturentwicklung eine besonders wichtige Rolle.

Jeder Leiter ist einzigartig und besitzt eine einzigartige Kombination von Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmalen und Werten. Das bedeutet jedoch auch, dass er in der Entwicklung seiner Führungskompetenz wahrscheinlich zu einem der vier Wachstumsbereiche neigt. Dennoch liegt es in seiner Verantwortung als Leiter, diese vier Wachstumsbereiche ausgewogen zu verfolgen.

2. tun statt wissen
Entscheidend ist nicht wie viel die Jugendlichen wissen,
sondern wie viel sie von diesem Wissen im Alltag leben und erleben!

  • “Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe.”
    (Jesus in Matthäus 28,20a)
  • In vielen Jugendarbeiten wird geistliches Wissen und nicht geistliches Leben gefördert – das ist grundlegend falsch und eines der Hauptprobleme unserer Gemeinden!
  • Biblisch gesehen weiss man etwas erst richtig, wenn man es tut. Wissen allein ist leer, nutzlos und sogar gefährlich. Als Leiter dürfen wir uns also nicht mit tollen Andachten, geschürten Emotionen oder blossen Einsichten der Jugendlichen zufrieden geben.
  • In der Jugendarbeit muss unser Ziel als Leiter sein, dass die biblischen, geistlichen Wahrheiten im Alltag der Jugendlichen Realität werden. Falls dies nicht geschieht, machen wir entweder etwas falsch oder die Jugendlichen wollen nicht.
  • * Weil die Begleitung dieses Prozesses viel anstrengender ist als die Vermittlung von Wissen und das schüren von Emotionen stehen Leiter in der ständigen Gefahr sich mit weniger zufrieden zu geben und damit das Ziel zu verfehlen.

Matth. 5,33
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.

V.37
Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein;

Jesus spricht in Matth. 5,33-37 vom „schwören“. Die Juden damals haben auf fast alles geschwört, außer auf Gott.
Warum schwört überhaupt ein Mensch?
Ist es nicht der Grund, dass er versucht seine Glaubwürdigkeit zu untermauern, bzw. seinen Worten bei einem Versprechen mehr Wert und Ernst zuzulegen. Jesus fordert hier also auf, mit unseren Worten ganze Sache zu machen, nicht zu übertreiben oder jemanden etwas vorzugaukeln.
Aber woran liegt das, dass einem Menschen nicht auf Anhieb richtig geglaubt wird, so dass es schwören muss?
Könnte es nicht der Grund sein, dass es an vergangene Erlebnisse oder Ereignisse liegt, in denen er schon mal nicht glaubwürdig wahr? Jesus fordert hier also indirekt auch auf, dass man unsere Glaubwürdigkeit auch mit unserem Leben sehen soll. Ein Christ soll ein authentisches Leben führen, wo Worte und Taten im Einklang miteinander stehen.
Denn wenn unser Leben authentisch ist, wird man unseren Worten glauben und wir müssen nicht „schwören“, oder sonstwie unseren Worten mehr Fundament geben.

Habe letztens auf einem Blog das hier gelesen:

Stell Dir vor, Du würdest Deine Jesus- klamotten, Dein WWJD Bändchen ausziehen und Dein Kreuz unauffällig “unterm Anzug??? tragen. Stell Dir vor, Du würdest Deine Gemeinde verlassen, Deine Freunde nicht mehr zu christlichen Konzerten oder in Deinen Seeker-sensitiv- Gottesdienst einladen. Und dann würdest Du Dir noch vornehmen, niemanden in ein Gespräch über Glauben und Jesus zu verwickeln und vor dem Essen in der Kantine nicht mehr demonstrativ beten. Dann würdest Du Deinen Ychtus- Aufkleber vom Auto poppeln und keine Bücher, Traktate oder Flyer mehr verteilen.

Was würde von Deinem Glauben übrig bleiben ? Und noch spannender: Würde man Dir anmerken, dass Du Christ bist? Könnte Gott Dein persönliches Umfeld durch Dich verändern?

DAS ist die Herausforderung, welche ich unter dem Begriff “Guerilla Christ??? verstehe…

Was haltet ihr davon?