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In den nächsten Seiten von Jugendarbeit mit Vision geht es um das Thema Gemeinschaft und Kleingruppen. Vorab gibt es aber eine kleine Einleitung zum Thema:

Pflege der Gemeinde-Jugendlichen / Die Erfüllung von Gottes Auftrag der Gemeinschaft

Jugendliche zu betreuen und zu pflegen bedeutet, ihnen gewissenhaft bei ihrem Wachstum im Glauben zu helfen. Das gründlichste und messbarste Wachstum findet bei Jugendlichen statt, die vertrauensvolle, verlässliche und intakte Beziehung zu einem ihrer Jugendmitarbeiter haben. Die Beziehungen werden durch Gemeinschaft möglich.
In Jugendarbeitskreisen wurde das Wort Gemeinschaft bereits überstrapaziert und total auseinander gebogen, weil wir einfach alles unter den Begriff Gemeinschaft packen. Wir haben eine Gemeinschaftsstunde in einem Gemeinschaftsraum und die drei Jugendlichen, die dabei sind kapseln sich von der Gemeinschaft ab. Die Gemeinschaft wird überall gepflegt, auf Ausflügen, in großen und in kleinen Kreisen. Doch trifft unser „All-Inclusive-Wort“ nicht mehr wirklich, dass biblische Bild von Gemeinschaft.
In den ersten Gemeinden war Gemeinschaft mehr auf Beziehung zu als auf Unterhaltung bezogen. Sie beinhaltete sowohl Teilen (1.Joh. 1,7) und das Brechen des Brotes (Apg. 2,42) mit anderen Gläubigen als auch die Entwicklung einer engen Beziehung mit Christus (1. Kor.1,9) und mit anderen Gläubigen. Das ist doch ein ganz anderes Bild von als mit ein paar Jugendlichen herumzuhängen und Volleyball zu spielen.
Der effektivste Weg, biblische Gemeinschaft unter Jugendlichen zu schaffen, verläuft über Kleingruppen, denn sie bieten mehr Aufmerksamkeit als größere Veranstaltungen erlauben. Sie sind eine Möglichkeit für dauerhafte Beziehungen und was noch wichtiger ist, für die geistliche Reife der Jugendlichen. In den Kleingruppen kann etwas entstehen, ein Zugehörigkeitsgefühl, das keine Clique, keine Gangs und Kulte schaffen können.
Auch Jugendkreise mit 15 Jugendlichen haben es nötig, Kleingruppen zu schaffen. 15 Personen reichen, damit der eine oder andere Jugendliche abtauchen kann.
Gerade bei einer wachsenden Jugendarbeit wird es irgendwann nicht mehr möglich sein, jeden Jugendlichen einzeln zu betreuen und ein Auge auf ihn zu haben. Da helfen Kleingruppen ungemein.

Erstellen einer zielgerichteten Strategie

Wenn man die fünf Aufträge und seine potenzielle Zielgruppe kennt, kann man fragen, welch eine Veranstaltung, welch ein Programm beides, also Auftrag und Zielgruppe, erreichen.

Potenzielle Zielgruppe + Auftrag = Programm

Beispiel:
Nachbarschaftsjugendliche + Auftrag der Evangelisation = Silvesterprogramm
Es gibt viele unterschiedliche Wege um die einzelnen Zielgruppen zu erreichen, dabei sollte man folgendes zusätzlich noch beachten:

  1. Die Ausrichtung der Kirche
  2. Die verfügbare Zeit der Mitarbeiter
  3. Die Anzahl an erwachsenen Helfern
  4. und die vorhandenen Mittel

Nicht jede Jugendgruppe kann alles umsetzen und erreichen was sie will, wichtig ist da Prioritäten zu setzen und zu schauen was primär gemacht werden kann.
Programme können und sollten so oft wie nötig wechseln, um deine Zielgruppe zu erreichen und die Aufträge Gottes für die Jugendarbeit bestmöglich zu erfüllen.

Fragen/Anregungen

  1. Schreib die Namen deiner Veranstaltungen auf und benote sie in den Feldern nach ihren Zielgruppen
  2. Programm Nachbar-schaft Gottesdienst-besucher Gemeinde „Aktive“ „Gemeinde-kern
  3. Müssen einige von deinen Programmen spezieller werden? Wenn eines deiner Programme auf mehrere Zielgruppen zielt, was musst du tun, um es spezieller zu machen?
  4. Wissen die Jugendlichen, die deine Veranstaltungen besuchen, für wen diese gedacht sind?
  5. Wieviele Jugendliche gibt es ungefähr in deiner Gemeinde?
    • Nachbarschaft?
    • Gottesdienstbesucher?
    • Gemeinde?
    • „Aktive“?
    • Gemeindekern?
  6. Schreibe deine eigene Definition von jeder potenziellen Zielgruppe auf
  7. Was sind die entscheidenden Schritte, die die Jugendlichen mache, um in den nächsten Kreis zukommen?

4. Wie du deinen Auftrag vermittelst und mit gutem Beispiel vorangehst



1. Wie man als Leiter seine Vision und seinen Auftrag vermitteln kann

Zu wissen, warum deine Jugendarbeit existiert, und eine klare Definition zu haben, ist noch wenig wert, wenn du nicht ständig deine Vision und deinen Auftrag kommunizierst. Je mehr Leute dein Ziel verstehen und sich hinter dich stellen, desto stärker und intakter wird deine Jugendarbeit. Du hast drei Aufgaben, wenn du Gottes Aufträge in deiner Arbeit durchsetzen willst: Teile sie mit, wiederhole sie und sorg dafür, dass die Schlüsselpersonen die Vision und den klaren Auftrag im Schlaf kennen.

2. Ein Leiter teilt seinen Auftrag mit

Dein Vorhaben kann nicht zum allgemeinen Vorhaben werden, wenn es anderen Leuten nicht bekannt ist. Ohne funktionierende Kommunikation kannst du nur eine Jugendarbeit mit uninformierten, verwirrten oder begeisterungslosen Mitspielern auf die Beine stellen.
Um deinen Jugendlichen, Eltern und Mitarbeitern zu helfen, musst du deine Vorhaben ständig mitteilen. Einige Ideen dazu:
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3. Warum eine klare Auftragsaussache so wichtig ist und wie du eine verfasst



Was eine klare Aussage für deine Jugendarbeit bedeuten kann

Eine klare Definition deiner Aufträge wird die Existenz deiner Jugendarbeit verständlicher machen
Wenn du deine Ziele in einer Aussage darlegst, wird die Unklarheit beseitigt. Es wird dir helfen

    • Deinen Veranstaltungen einen Sinn zu geben,
    • Deine freiwilligen Mitarbeiter besser einzusetzen und
    • Deinen Jugendlichen eine klare Richtung geben zu vermitteln

Wenn du Gottes Aufträge in deiner Arbeit klar sichtbar gemacht hast, dann wird die Frage „Warum?“, nie wieder auftauchen. Die neue Frage wird sein:“Wie?“: Wie können wir das schaffen, was Gott von uns möchte?
Das Warum muss beantwortet sein, bevor das Wie für irgendjemanden Sinn machen kann. Das Wie wird sich ändern, weil das manchmal nötig ist. Das Warum aber muss immer dasselbe sein.
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