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Alex hat auf der diesjährigen Pfijuko ein Seminar zum Thema “Der Herr aber sprach” geleitet.

Ziel des Seminars war zu zeigen, dass Gott durch die Bibel redet und wie wir dieses Reden wahrnehmen und in unser Leben einbinden und übertragen können.

Als Download gibt es einmal das Referenten- und Teilnehmerskript:

Download Bibelarbeit Aspekte christlicher Gemeinschaft

Meine Verlobte Rosi und ich sind derzeit auf der Suche nach einem Trauvers. Wir wünschen uns eine Art Lebensmotto, das uns begleitet und Ausrichtung auf unser gemeinsames Leben gibt. Derzeit haben wir zwei in engerer Auswahl:

Phil 2,3 “… in Demut achte einer sich höher als sich selbst.” (LU)

Hebr 10,24: “Und weil wir auch füreinander verantwortlich sind, wollen wir uns gegenseitig dazu anspornen, einander Liebe zu erweisen und Gutes zu tun.” (NGÜ)

Eigentlich finde ich beide Verse sehr passend. Wie viele Beziehungen gehen daran kaputt, dass es nur um die eigenen Wünsche, Ziele und Verwirklichungen dessen geht?! In den Versen kommt die Verantwortung dem Anderen gegenüber sehr deutlich zum Ausdruck, was schnell untergehen kann. Hebr 10,24 drückt das im aktiven “gegenseitig dazu anspornen” aus. Viele Beziehungen “spornen” sich zu gar nichts mehr an. Kein Weiterkommen in der Beziehung, in der Persönlichkeit im gemeinsamen Glauben an Gott. Wobei doch gerade die Ehe als tiefe Beziehung zweier Personen eine Schmiede zur persönlichen Entwicklung werden kann. Oder!?

Anfangs war es nur ein wenig Husten. Später wurde dieser husten immer schlimmer. Ich konnte kaum zwei Minuten reden, ohne durch einen Hustenanfall unterbrochen zu werden. Später waren es schlaflose Nächte, Reizhusten bis zum Erbrechen, andauerndes frieren und Kräftelosigkeit. Warum all das? Vielleicht hat mir Gott eine Antwort geschenkt.

  • Ich muss weniger reden, damit Gott mehr in meinem Leben zu Wort kommt.
  • Ich habe weniger Kraft, damit Gottes Kraft in mir zu meiner ganzen Stärke wird.
  • Ich habe weniger Appetit, damit ich mir bewusst mache, dass ich nicht nur vom Brot allein lebe.
  • Ich liege nachts wach auf meinem Kissen, damit ich zum Himmel schaue, von wo mir Hilfe kommt.

Manchmal kann Gott auch nur über Krankheit in das Leben eines Menschen sprechen. Bei mir war das wohl bereits in meiner dritten Dienstwoche als Jugendpastor nötig.

Schon länger beschäftigt mich die Frage: Was genau soll Kennzeichen meiner Arbeit sein? Woran sollen Jugendliche denken, wenn sie über die Jugendarbeit in der EFG Siegen-Weststraße reden? Was will ich mir von Anfang an auf die Fahne schreiben?

Bei dieser Frage bin ich auf den Text von Paulus in 1Kor 2,1-5 gestoßen.

1 Liebe Brüder und Schwestern! Als ich zu euch kam und euch Gottes Botschaft brachte, die bisher noch nicht bekannt war, habe ich das nicht mit geschliffener Rede und menschlicher Weisheit getan.

Paulus Art der Verkündigung war nicht perfekt vorbereitet und durchgeführt. Er legte auf menschliche Kriterien und Erwartungen keinen Wert.

Das Evangelium Gottes bedarf keinen qualifizierten Theologiestudenten oder hoch bezahlten Rhetoriker, um die Menschen dieser Welt zu erreichen. Es braucht weder Show noch geniale Konzepte. Es braucht nur eins: Jemand, der es ausspricht.

2 Ich wollte von nichts anderem sprechen als von Jesus Christus und seinem Tod am Kreuz.

Paulus Anliegen klingt simpel, beinahe bescheidend. Nur Jesus wollte er zum Inhalt seines Redens und Wirkens machen. Nicht mehr und nicht weniger.

Im Reden von und über Jesus Christus, seine Person, sein Wesen und sein Wirken besteht die eigentliche lebensverändernde Sprengkraft (Röm 1,16) des Evangeliums Gottes.

3 Dabei war ich schwach und elend und zitterte vor Angst.

Eigene Schwäche, Hilflosigkeit, Ratlosigkeit und Angst gehen mit der Verkündigung des Evangeliums einher.
Der Verkündiger selbst weiß steht’s um seine eigene Schwäche, damit die eigentliche Kraft des Evangeliums zum Vorschein kommt.

4 Was ich euch sagte und predigte, geschah nicht mit ausgeklügelter Überredungskunst, durch mich sprach Gottes Geist und wirkte seine Kraft.

Das Evangelium bedarf keiner Verkaufsansprache, in der der Zuschauer vom Produkt überzeugt werden muss. Im Evangelium spricht Gott selbst durch seinen Geist. Im Evangelium kommt Gottes Kraft zum Vorschein.
Verkündiger des Evangeliums Gottes brauchen demnach zwei Ausweise: “Geist” und “Kraft”.

5 Denn euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf Gottes rettende Kraft.

Tragender Glaube im Diesseits und Jenseits ist nur von Gottes Geist und seiner Kraft wirkbar.
Ein solcher Glaube ist keine Ideologie, keine Weltanschauung, kein Verkaufsprodukt, kein Selbsthilfezweck. Ein durch Gottes Kraft gewirkter Glaube, nimmt die Abhängigkeit zu Gott als das größte Geschenk an. Er sieht von der eigenen Ohnmacht zur Gottes Allmacht auf.

Alles andere ist menschliche Frömmigkeit, hervorgebracht und gepflegt durch Menschen, wofür im Himmel kein Platz ist.
Nach dem Vorbild des Paulus möchte ich „von nichts anderem sprechen als von Jesus Christus und seinem Tod am Kreuz“.
Warum gilt das auch für Jugendarbeit? Weil es nach wie vor nur ein Fundament gibt, auf das man seine Steine bauen kann: Jesus.