Hirschfüße

Ich habe letztens eine kurze Geschichte gehört, die sehr einfach Gottes Liebe illustriert.

In einer kleinen Stadt im Süden Deutschlands arbeitete ein Mensch als Busfahrer. Er fuhr immer, jeden Tag, die kleinen Kinder von einer Bushaltestelle auf dem Berg runter in die Schule. Vom ersten Tag an hat er die Kinder sehr lieb gewonnen und fuhr sie immer wieder gerne zur Schule.
Eines Tages fuhr er wie immer die Kinder vom Berg runter in die Schule. Als er schon fast unten im Tal angekommen ist, versagten die Bremsen auf einmal. Dazu kam noch, dass einige hundert Meter vor ihm ein Kind auf der Straße stand. Links und Rechts von der Straße waren tiefe Abgründe, so dass er nicht hätte ausweichen können. Der Busfahrer überlegt was er denn machen sollte. Ausweichen wodurch ein ganzer Bus voller Kinder sterben würde oder das eine Kind überfahren.
Er entschied sich für das zweite und überfuhr das Kind. Als er dann nach längerem hin und her sicher unten in der Schule ankam, stürmten sofort alle Leute zu ihm und redeten auf ihn ein. Wie er denn sowas machen könnte, einfach ein Kind eiskalt überfahren, dass er dafür eingesperrt werden sollte.
Auf einmal meldete sich ein Mann aus der Menge und sagte zu den anderen: “Moment mal Leute. Wisst ihr was ihr da gerade macht? Das Kind das unser Busfahrer überfahren hat war sein einziger Sohn!”

Es gibt Christen die evangelisieren, damit Menschen zumindest einmal die Gute Nachricht von Jesus gehört haben.
Und es gibt Christen die evangelisieren, weil ihnen die Menschen wichtig sind. Denen es schmerzt, wenn sie sehen wie die Menschen verloren gehen und sie wollen, dass diese Menschen erleben was es heißt ein Leben mit Jesus zu führen.

Was denkt ihr darüber? Würdest du dem zustimmen? Gibt es diesen Unterschied überhaupt?

  1. Evangelisation ist harte Arbeit. Nichtchristliche Menschen sind kritisch und nehmen unsere Methoden und unsere Botschaft nicht so leicht an (vgl. 1. Kor.1,18).
  2. Evangelisation ist für einen Jugendleiter schwierig. Wenn er z.B. auf dem Schulhof ein Gespräch mit einem Schüler anfängt, wird er als Bedrohung empfunden – man weiß ja nicht wer er ist, was er von dem Schüler will. Eltern denken vielleicht, dass er ein Perverser oder ein Sektenführer ist.
  3. Evangelisation ist auch für Jugendliche schwierig. Sie fürchten sich vor Ablehnung, dass sie nicht verstanden werden und wahrscheinlich auch als Spinner abgestempelt werden. Diese Ängste lähmen und hindern ein leidenschaftlich und begeistertes Leben im Glauben an Jesus.
  4. Evangelisation wird zu einem Problem, wenn Eltern der Jugendlichen meinen, dass die Jugendarbeit nur für ihre Kinder da ist. Der Jugendleiter und die Mitarbeiter sollen sich nur um ihre Kinder kümmern und nicht um Jugendliche außerhalb der Gemeinde.
  5. Die größte Hürde ist besteht für die meisten in der Gemeindeleitung oder im Elternkreis. Viele Gemeinden finden Evangelisation gut, solange sie keine Schwierigkeiten aufwirft. Doch oft ist das nicht so. und die Kirchen,die „Ordnund“ vor Evangelisation stellen, geben dem Hausmeister mehr Macht als dem heiligen Geist.
    Nichtchristen und vor allem, Jugendliche außerhalb der Gemeinde, kennen die „Heiligkeit“ von Kircheneigentums nicht und können ihn auch nicht nachvollziehen. Nachbarschaftsjugendliche verändern ihre Sprache, ihre Umgangsweise, ihre Kleidung nicht. Sie benehmen sich wie immer, machen Lärm und lungern rum. Mit den Menschen, die Jesus damals anzog, waren die Kirchenführer absolut nicht einverstanden.
  6. Zu guter Letzt ist Evangelisation schwierig, weil es den Feind gibt. Die Rettung von Menschen ist der Gegenstand eines sehr realen Krieges, denn Satan will nicht, dass Menschen zu Jesus finden.

Wir wissen, dass es schwierig ist – aber wir tun es trotzdem