Wege


„Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen“, heißt es in einem Sprichwort. Wir planen unser ganzes Leben. Wir planen, um Sicherheit zu haben und uns auf etwas zu freuen. Doch was, wenn Gott uns einen Strich durch die Rechnung macht? Was ist, wenn wir merken, dass er etwas anderes von uns möchte?

Darum geht es hier
bei idea. Die Berichte von den Menschen finde ich sehr interessant, habt ihr auch schon ähnliches erlebt?

2. tun statt wissen
Entscheidend ist nicht wie viel die Jugendlichen wissen,
sondern wie viel sie von diesem Wissen im Alltag leben und erleben!

  • “Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe.”
    (Jesus in Matthäus 28,20a)
  • In vielen Jugendarbeiten wird geistliches Wissen und nicht geistliches Leben gefördert – das ist grundlegend falsch und eines der Hauptprobleme unserer Gemeinden!
  • Biblisch gesehen weiss man etwas erst richtig, wenn man es tut. Wissen allein ist leer, nutzlos und sogar gefährlich. Als Leiter dürfen wir uns also nicht mit tollen Andachten, geschürten Emotionen oder blossen Einsichten der Jugendlichen zufrieden geben.
  • In der Jugendarbeit muss unser Ziel als Leiter sein, dass die biblischen, geistlichen Wahrheiten im Alltag der Jugendlichen Realität werden. Falls dies nicht geschieht, machen wir entweder etwas falsch oder die Jugendlichen wollen nicht.
  • * Weil die Begleitung dieses Prozesses viel anstrengender ist als die Vermittlung von Wissen und das schüren von Emotionen stehen Leiter in der ständigen Gefahr sich mit weniger zufrieden zu geben und damit das Ziel zu verfehlen.

Ich habe schon vor längerer Zeit auf der Seite roots-project.net (Fragt mich nicht, warum sie nicht geht ;-) ) eine sehr interessante Aufstellung von 7 Basics für wachsende Jugendarbeit gelesen, die ich euch hier mal vorstellen will.

1. Prozess statt Programm
Entscheidend ist nicht wie unsere Jugendarbeit,
sondern wie unsere Jugendlichen sind

“Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt und macht alle Menschen zu Jüngern! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!”
(Jesus gibt den Missionsbefehl in Matthäus 28,18-20)

  • Der grösste Teil der Leiter macht sich mehr Gedanken um die Jugendarbeit (Programme und Formen) als um die Jugendlichen – das ist grundlegend falsch!
  • Programme dienen lediglich dazu, den geistlichen Wachstums-Prozess der Jugendlichen optimal zu ermöglichen und zu unterstützen.
  • Die wesentliche Frage, auf die wir als Leiter eine Antwort wissen müssen ist: Was muss bei unseren Jugendlichen als nächstes geschehen?
  • Leitbilder und Visions- Formulierungen sind gut, oft aber viel zu allgemein gehalten. Jeder weiss, dass aus den Jugendlichen leidenschaftliche Jünger Jesu werden sollen. Die entscheidende Frage ist aber, wie das geschehen kann und welches die nächsten Schritte sind!
  • Auftragsorientierte Jugendarbeit ist zentral. Meistens stehen die 5 Aufträge (Jüngerschaft, Evangelisation, Gemeinschaft, Anbetung, Dienst) jedoch nur auf dem Papier und die Jugendarbeit wird nicht radikal darauf ausgerichtet.
  • Leiter müssen sich in Bezug auf die geistlichen Wachstums- Prozesse der Jugendlichen konkrete Ziele stecken und alles daran setzen, dass sie erreicht werden.

Fortsetzung von Jugendarbeit mit Vision Notizen #9

3. Warum Evangelisation schwierig ist…

4. Wir wollen Mitarbeiter, die Jugendliche lieben
Eine evangelistische Jugendarbeit brauch Mitarbeiter, die die Jugendlichen wirklich lieben. Wenn du Jugendliche erreichen willst, musst du gerne mit ihnen zusammen sein.
Jugendarbeiten, die erfolgreich kirchendistanzierte Jugendliche erreichen, werden fast immer von einem Mitarbeiter geführt, dessen Herz für Nichtchristen schlägt.
Es ist unmöglich, Gottes Herz nahe zu kommen, ohne sich denen zu nähern, für die sein Sohn, unser Retter, sein Leben gab.

5. Wir brauchen Mitarbeiter, die einen evangelistischen Lebensstil vorleben
Wenn die Schlüsselpersonen in einer Gemeinde keinen evangelistischen Lebensstil vorlebt, dann werden es die Freiwilligen und Jugendlichen auch nicht tun. Alles Schwierige – wie auch Evangelisation-muss von der Leiterschaft vorgemacht werden.

Eine evangelistische Jugendarbeit spornt ihre Teilnehmer zu einem evangelistischen Lebensstil an

Zuerst gehört es den Missionarischen Auftrag an die Jugendlichen immer wieder weiterzugeben. Es ist am besten wenn man schon in den frühen Jahren von Jugendlichen ihnen die Wichtigkeit von Evangelisation aufzeigt.
Wir erwarten von unseren Jugendlichen nicht, dass sie Missionare werden (ist natürlich immer gut), aber wir wollen, dass sie evangelistisch leben. Wir erwarten nicht, dass sie sich auf dem Schulhof auf einen Tisch stellen und predigen, aber wir möchten, dass sie den Wunsch entwickeln, dass ihre Nichtgläubige Freunde zu Gott finden, dass sie für sie beten und sie zu geeigneten Veranstaltungen einladen.

1.Motivier deine Jugendlichen in kleinen Schritten

Nichts ist niederschmetternder für Jugendliche, als sie einfach auf die Straße zu schicken, um mit völlig Fremden über ihren Glauben zu sprechen. Die meiste Jugendlichen sollten diese Art der Evangelisation gar nicht machen müssen, sie ist nun einfach nicht jedermanns Sache. Wenn du deinen Jugendlichen Möglichkeiten zeigst, die sie auch wirklich umsetzen können, dann werden sie sicherer und offener, wenn es darum geht, ihren Freunden von ihren Erfahrungen mit Gott zu erzählen. Hier ist ein Beispiel, wie solche Schritte aussehen könnten:

Schritt 1: Erzähl deinem Freund bei passender Gelegenheit, dass du an
Gott glaubst
Schritt 2: Lade deinen Freund zu einer geeigneten Veranstaltung ein
Schritt 3: Sag deinem Freund, warum du an Gott glaubst
Schritt 4: Erzähl deinem Freund, wie du Christ geworden bist
Schritt 5: Frag deinen Freund, ob er oder sie Gott näher kommen möchte

Obwohl dies mehr eine mündliche Aktivität als ein Programm ist, sprechen wir davon als primäres Programm, um Nachbarschaftsjugendliche zu erreichen.
Es wird Jugendliche geben, die alle fünf Schritte vielleicht in der ersten Schulwoche durch haben, andere brauchen für die ersten beiden Schritte ein halbes Jahr, das macht aber nichts.

Fragen/Anregungen

  • Wie würdest du deine Leidenschaft für die Evangelisation definieren?
  • Wann hast du das letzte Mal mit einem Nichtgläubigen über deinen Glauben gesprochen? Wie stark können deine Jugendlichen mitbekommen, dass du einen evangelistischen Lebensstil pflegst.
  • Nenne einige Jugendliche in deiner Gemeinde, denen du gern Leidenschaft für Evangelisation vermitteln würdest.
  • Nenne einige Jugendliche in deiner Gemeinde, die ein Herz für Kirchendistanzierte haben. Hat jemand die Jugendlichen kürzlich ermutigt?
  • Was wären einige Programmpunkte, die du als absolute Highlights für Nachbarschaftsjugendliche bezeichnen würdest.
  • 6. Glaubst du, die Freundschaftsevangelisation würde bei einigen deiner Jugendlichen funktionieren? Warum oder warum nicht?