Mai 18, 2007 3

Was wir von den Greenpace lernen können

Von waldy (Schrotty) in Artikel, Gesellschaft/Wissenschaft

Das Thema Umwelt- bzw. Klimaschutz war ja zuletzt, und ist es glaub ich immer noch, in aller Munde. Mein Bruder Alex hat letztens für die Zeitschrift dennoch einen kurzen Artikel zu dem Thema geschrieben, den ich hier einfach mal posten wollte.

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Was wir von Greenpeace lernen können

Sie ketten sich an Bahngleise, kreuzen mit kleinen Schlauchboten die Bugwelle von riesigen Tankern, verteilen kostenlose Tickets als Hinweis für umweltfreundlichere Reisealternativen, schleppen einen toten, 17 Meter langen und 20 Tonnen schweren Finnwal vor die japanische Botschaft in Berlin. Greenpeace: Eine internationale Umweltorganisation. Ihre Taten sprechen für sich. Ihr Anliegen ist Programm.

Umweltschutz ist bei Greenpeace keine Modeerscheinung unserer Tage. Greenpeace wurde 1971 in Vancouver (Kanada) gegründet. Lange bevor in unseren Tagen das Thema Umweltschutz angesagt ist. Ihr Motto: „Taten start warten!“ Man kann es ihnen abspüren.

Ihre Methode: „Bearing Witness“ (Zeugnis ablegen). Hört sich christlich an. Ist auch so. Greenpeace hat ihre Methode, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken, von den Quäkern abgeleitet (eine christliche Glaubensgemeinschaft, entstanden im 17. Jh. in England). Greenpeace geht es darum „Zeugnis abzulegen“ über Unrecht, das ihrer Meinung nach geschieht. Greenpeace hat von Christen gelernt. Es ist an der Zeit zu fragen: Was können wir von Greenpeace lernen?

Mission: Planet Erde

„(1) Zweck des Vereins ist es, …, die globalen Probleme der Umwelt bewusst zu machen, und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen zu verhindern;“ (Auszug aus der Satzung von Greenpeace Deutschland e.V.).

Ihre Mission gilt dem Planeten Erde. Wertschätzung und Verbundenheit mit der Natur bewegen sie zum Handeln. Damit gehen sie ans Werk. Sie kennen ihren Auftrag und setzen ihn um. Ohne Wenn und Aber.

Als Gott die Erde schuf, hat er dem Menschen einen Auftrag gegeben. Er lautete: „Machet euch die Erde untertan, herrschet über sie!“ (1Mo 1,28). Herrschen hat nichts mit beherrschen, ausbeuten und unterdrücken zu tun. Der Schlüssel zum Verständnis liegt in der „Ebenbildlichkeit“ des Menschen (1Mo 1,27). Der Mensch ist Gottes Repräsentant auf Erden. Man kann auch Stellvertreter sagen. Und als solcher überträgt Gott ihm die Verwaltung der Erde. Ich habe den Eindruck, dass wir Christen unseren Auftrag vergessen haben: Gottes Planeten Erde verantwortlich zu verwalten. Umweltschutz ist nicht gepachtet von den Grünen oder irgendwelchen Öko-Freaks. Es ist auch nicht nur Trendthema unserer Politiker. Umweltschutz findet seine Begründung in der Bibel! Wir müssen unseren Planeten neu lieben lernen, weil Gott ihn liebt.

Operation: Mobilisation

„(2) Der Verein verfolgt seinen Zweck insbesondere durch gewaltfreie Aktionen, durch Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit sowie durch Aufklärung und Beratung.“

Im Zentrum steht die Aktion. Sie operieren weltweit. Mobilisieren. Sind handlungsorientiert. Greenpeace Deutschland hat 90 ehrenamtliche Ortsgruppen mit über 2000 Mitarbeitern. Eins muss man ihnen zugestehen: Einsatz und Kreativität. Teilweise grenzwertig und doch nicht unüberlegt. “Keine Kampagne sollte ohne klare Ziele begonnen werden; keine Kampagne sollte begonnen werden; ohne dass die Möglichkeit auf Erfolg besteht, keine Kampagne sollte begonnen werden, ohne dass man beabsichtigt, sie konsequent zuende zu führen.” (McTaggart, 1994). Sie geben alles, um die Öffentlichkeit für ihr Anliegen zu gewinnen. Und dafür scheint ihnen keine Idee zu dumm zu sein.

Mit Einsatz und Kreativität den Auftrag umsetzen. Es gibt nicht viele, die das in diesem Maß für das Reich Gottes über haben. Geschweige denn für das Thema Umweltschutz. Und dabei muss der Einsatz gar nicht so hoch sein: Keinen Müll in die Natur schmeißen, kurze Strecken mit dem Fahrrad fahren, Wasser beim Geschirrspülen nicht laufen lassen, die Rückseite eines bedruckten Blattes Papier benutzen, den Müll trennen. Und wenn man dem ganzen noch Kreativität hinzu gibt, können dabei Waldsäuberungsaktionen mit der Jugendgruppe entstehen, Beratungsabende in der Gemeinde für umweltfreundliche Sanierung von Wohnhäusern angeboten oder Zentren für Fahrgemeinschaften im Ort eingerichtet werden. Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Vorausgesetzt der Einsatz stimmt.

Was können wir von Greenpeace lernen? Leidenschaft. Einsatz. Motivation. Kreativität. Immer mit Blick auf den Auftrag. Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn wir uns mit gleichem Einsatz für die Sache Jesu einsetzen. Um sein Reich dadurch nach vorne zu bringen. Menschen für ihn zu gewinnen. Einsatz und Kreativität braucht man nicht nur beim Thema Umweltschutz. Jedoch ist der Motor überall derselbe: Begeisterung. Ohne geht es auch nicht im Reich Gottes.

Greenpeace macht uns Christen neu für unseren Auftrag sensibel. Gott hat uns die Erde zum verantwortlichen Umgang hinterlassen. Die Frage ist: Was machen wir daraus? „Taten statt warten!“, so das Motto von Greenpeace. Vielleicht sollte unser Motto lauten: „Jeder Christ ein Umweltaktivist“?!

Quellen:

www.wikipedia.de

www.greenpeace.de

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Mai 18, 2007 1

Lesestöckchen

Von waldy (Schrotty) in Persönliches/Blog

image_00010.jpgIch habe schon lange kein Stöckchen mehr gemacht (bzw. habe ich bisher überhaupt eins gemacht? ;-) ) und von daher nehme ich das Stöckchen von Jared auf, auch aus dem Grund weil ich gerne Bücher lese :D

Was wär das Leben ohne lesen …

… genau kann ich das gar nicht sagen, aber auf jedenfall hätte ich dann irgendein anderes Hobby (kann man lesen überhaupt als Hobby bezeichnen? Ich weiß es gar nicht…) bzw. würde mich anders beschäftigen. Auf jedenfall schätze ich das Lesen wirklich und würde am liebsten noch mehr lesen.

Gebunden oder Taschenbuch?
Taschenbücher sind mir eigentlich am liebsten, wobei das andere auch ganz okay ist.

Amazon oder Buchhandel?
In letzter Zeit, kaufe ich meine Bücher fast nur noch im Internet. Teilweise über Amazon, aber auch vieles in Antiquariaten.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Ich nehme immer ein Lesezeichen. Was genau ist egal, meistens nehme ich einfach etwas, was gerade rumfliegt…

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Also bisher habe ich noch nicht so viele Bücher und von daher besteht noch keine ganz genaue Ordnung.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Auf jeden Fall behalten!! Bücher kann man doch nicht wegwerfen! Nun gut, ein paar schon, aber grundsätzlich eigentlich nicht.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten!!!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Schutzumschlag, was ist das?? Habe noch nie ein Buch mit einem Schutzumschlag gelesen ;-)

Kurzgeschichten oder Roman?
Wenn dann Romane, die sind viel besser aufgebaut und da hat man einfach mehr von

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Bisher habe ich noch nichts von beidem gelesen. Sollte ich?

Aufhören, wenn man müde ist, oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Bei spannenden Büchern kann ich meistens erst später aufhören, als normalerweise.

Kaufen oder leihen?
Bei Büchern, wo ich weiß, dass die sowieso hammer ist, kaufe ich sie mir sofort. Ansonsten leihe ich Bücher auch hin und wieder mal aus, aber ich mag es mit Büchern zu arbeiten (d.h. Notizen machen, bisschen was daneben schreiben, anmarkern etc.) und von daher ist ausleihen nicht immer praktisch.

Neu oder gebraucht?
Ist mir eigentlich vollkommen wurscht. Gebrauchte Bücher, haben etwas an sich aber neue Bücher sind noch ungebraucht…

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Also Bestsellerlisten sind mir nun wirklich schnuppe. Am liebsten kaufe ich Bücher nach eigener Erfahrung (z.B. wenn der Autor schon mehrere gute Bücher geschrieben hat), Empfehlung oder Rezension.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Bei mir muss es auf jedenfall ein geschlossenes Ende geben, komme sonst gar nicht klar ;-) Das Ende muss zumindest irgendwo einen Sinn haben und nicht von der einen Seite auf die andere aufhören.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Am liebsten dann, wenn keiner stört. Also Nachts oder Morgens…

Einzelband oder Serie?
Einzelband, auf jedenfall Einzelband.

Lieblingsserie?
Ich habe nie wirklich Serien gelesen, aber eine hatte ich als Teeny angefangen (jedoch nie beendet): Finale Die letzten Tage der Erde

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Ein super und sehr nützliches Buch war für mich: Abenteuer Jugendarbeit von Doug Fields.

Welches Buch liest du gegenwärtig?

Die Kirche – 7 Gründe, warum ich sie liebe von Bernhard Ott (wurde mir zugesteckt).
Natürliche Gemeindeentwicklung von C. Schwarz

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

So auf Anhieb, fällt mir grad keins ein…

Dies Stöckchen werfe ich weiter an KOW’s Blog, soomah, francis und an Alex

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Mai 12, 2007 2

Gabenorientierte Jugendarbeit

Von waldy (Schrotty) in Artikel, Gemeinde, Jugendarbeit

Ich habe mir zuletzt zu einem Bereich der Jugendarbeit Gedanken gemacht, und zwar zum Bereich der Gaben, Gabenentwicklung bzw. Gabenfindung und Gabeneinsatz.
683316_96820064.jpgIch denke, dass es in jedem Leben eines Christen den Tag, oder eine Zeit gibt, wo er anfängt zu fragen: “Was kann ich überhaupt? Wo kann ich mich einsetzen?” Es gibt einige glückliche Christen, die das herausfinden und sich in dem Bereich oft auch fast von alleine weiterentwickeln.
Die Mehrheit jedoch wird sich nicht wirklich sicher sein, was genau sie jetzt für Gaben haben. Wenn man danach fragt, dann kriegt man oft nur zweifelnde und grübelnde Gesichter zurück, bzw. nicht wirklich genau Antworten. Ich denke jeder von uns kennt das in irgendeiner Art und Weise. Entweder hat man das bei sich selbst erlebt oder man erlebt das bei anderen Menschen. Bei mir war es auf jedenfall schon der Fall, dass es eine längere Zeit gebraucht hat, bis ich herausgefunden habe, was meine Stärken und Schwächen sind, wo ich mich am besten einsetzen sollte. Wahrscheinlich werde ich mir bis zum Ende meines Lebens auch nicht 100%ig sicher sein, aber so ungefähr weiß ich das schon.

Ich habe in dem ganzen Prozess aber gemerkt, dass es super wichtig ist zu wissen, welche Gaben, Stärken und Schwächen man hat und daher will ich Menschen dahingehend auch so gut wie möglich helfen.

Nun aber zum eigentlichen Thema das Posts.
Zu einer guten und reifen Jugendarbeit gehört, dass sie eine gabenorientierte Jugendarbeit ist.
Und zwar unter drei Aspekten:

1. Je eher desto besser
Ganz am Anfang sollten die Jugendlichen erstmal über die grundsätzlichen Dinge beim Thema “Gaben” informiert werden. Je eher das geschieht umso besser. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Was sind Gaben?
  • Welche Gaben gibt es? (ggfs. auch Unterscheid zwischen Talente und Gaben aufzeigen)
  • Was ist der Sinn der Gaben? Wozu habe ich eine Gabe bzw. wieviele Gaben kann man haben?

Wenn den Jugendlichen wirklich klar wird, was es mit den Gaben an sich auf sich hat, dann kann man zum zweiten Punkt übergehen.

2. Jugendliche entdecken ihre Gaben
Die Gemeinde und Jugendarbeit ist perfekt dazu geschaffen, die Gaben herauszufinden. Denn in einer Gemeinde/Jugengruppe darf ich Fehler machen und ausprobieren. Hierfür sollte in der Jugendarbeit auch die Möglichkeit geschaffen werden. Jugendliche sollten ohne große Probleme einfach mal die eine oder andere Sache ausprobieren dürfen. Am besten auch unter Anleitung. Diese Person sollte im idealsten Fall nachher auch ein Gespräch mit dem Jugendlichen führen um seine Einschätzung zu geben und ggfs. weitere Ratschlägen zu geben.
Bei den Ratschlägen ist glaub ich das allerwichtigste, dass man mit Menschen spricht, die einen sehr guten kennen. Eltern, Geschwister und Freunde. Diese sollten auch so offen sein und eventuelle Warnungen bzw. Ermutigungen geben.
Wenn der Jugendliche dann in etwas weiß, was er kann, was seine Stärken und Schwächen sind, geht es zum nächsten Punkt.

3. Jugendliche entfalten ihre Gaben
291620_30035842.jpgDies ist eigentlich der eigentliche Grund, warum ich das hier alles schreibe. Ich glaube manchmal versuchen wir in Gemeinden und auch in der Jugendarbeit, dass im Grunde genommen, jeder in gewisser Weise fast alles machen muss, bzw. mal gemacht hat.
Dabei ist es doch viel vorteilhafter, wenn Jugendliche da sind, die wissen was ihre Stärken und Schwächen sind und wir diese dahin fördern können. Wenn dies geschieht dann hat man nach einiger Zeit in der Jugendarbeit bzw. in der Gemeinde für verschiedene Bereiche Spezialisten. Ich denke dies ist auch genau im Sinne der Bibel. Gott rüstet uns mit Gaben aus, die wir verantwortungsbewusst entdecken, nutzen und weiterentwickeln sollen. Dann heißt es Personen die organisieren können, nur organisieren zu lassen; Personen die kreativ sind, mehr Möglichkeiten zu bieten, ihre Kreativität zu entwickeln und sie zu fördern; Jugendliche die Leiter sind, in ihrer Leiterschaft zu fördern; Jugendliche die predigen können, predigen zu lassen, Seminare dazu besuchen zu lassen.

Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will. Wenn dies geschieht, dann haben wir ein Heer von Spezialisten und für jede Situation den idealen Spezialisten vor Ort :D

Mich würde noch interessieren, was ihr zu dem Thema denkt?
Wie war es bei euch persönlich mit der Gabenfindung- und entwicklung?
Was beobachtet ihr in euren Gemeinden / Jugendarbeit?


P.S.
Wundert euch bitte nicht, falls in dem Post oben etwas falsch geschrieben sein sollte ;-) Nachts achte ich nicht so sehr darauf. Schreibt mir aber bitte, falls etwas total undeutlich sein sollte…

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Mai 9, 2007 4

weitere Tipps & Tricks für die Jugendarbeit

Von waldy (Schrotty) in Bücher, Jugendarbeit

Ich habe euch ja hier das Buch “150 Tipps und Tricks für die Jugendarbeit” vorgestellt.
Ich habe nach und nach das Buch durchgelesen und wollte nun ein paar von diesen Tipps an euch weitergeben:

  • Zeige und signalisiere, dass du verfügbar bist. Vermittle den Jugendlichen nicht den Eindruck, dass du sehr beschäftigt bist und keine Zeit für sie hast, auch wenn das in Wahrheit so sein sollte.
  • Führe über alle Jugendlichen eine kleine Kartei (beachte den Datenschut!). Nimm darin Familiendaten und persönliche Informationen, statistische Ergebnisse, Fotos, Notizen aus persönlichen Gesprächen oder Interviews und sonstige Beobachtungen auf. Behandle dies alles streng vertraulich! Das wird nicht nur ein Gewinn für dich in deiner Arbeit sein, sondern auch für deinen Nachfolger ein gutes Geschenk sein.
  • Lerne die Kunst der “Spontaneität”! Rufe Jugendlichen an und lade sie am nächsten Tag zum Baden an den Strand, zu einer kleinen Wanderung oder ins Kino ein. Mach ab und zu etwas Unerwartetes und Unvorhersehbares.
  • Lerne auch mal “Nein” zu sagen! Nimm dir Zeit für deine Familie, diene Interessen außerhalb der Jugendarbeit und für dein persönliches Wachstum.
  • Zuhören ist wichtig! Halte dich auch mal mit deiner Meinung zurück und höre einfach nur zu. Auf diese Weise wirst du unter Umständen viel hilfreicher sein. Oft müssen die Kids/Jugendlichen erstmal was loswerden.

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