It is important to remember that wie don’t engange in the needs, dreams and pains of our communities so that they will become Christians rather we engage the community because we are Christians!

Eric Swansons, to transform a city, s. 5

kurze und freie Übersetzung:

Wir helfen Menschen in unserer Umgebung nicht, damit sie Christen werden, sondern wir helfen ihnen, weil wir Christen sind!

Für das IGW Studium lese ich gerade einen EKD Text mit dem Namen “Gott in der Stadt –
Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt”
und habe ein paar sehr interessante Stellen herausgelesen:

Die evangelische
Kirche soll in der modernen Stadt ein überzeugender Ort für das Innehalten vor
Gott sein. (S. 48)

Nur eine lernende Kirche kann eine missionarische Kirche werden. (S.49)

Es ist daher der Grundsatz jeder Begegnung zwischen Christen
und Nichtchristen, den anderen nicht als gottfern oder christusledig zu verstehen,
sondern als Menschen, in dem der Auferstandene sein Antlitz spiegeln kann.
Missionarisch formuliert geht es seit den Zeiten des Pietismus daher nicht darum,
Christus zu den Fernen und Fremden zu bringen, sondern es geht darum, ihn dort
zu entdecken und zu bezeugen. (S.50-51)

Mission ist hier allerdings nicht mit der missverständlichen Vorstellung verbunden, man müsse nur den Namen Jesu nennen, dann wachse die Gemeinschaft der Glaubenden schon an. Mission ist hier der Aufbruch der Kirche selbst, ihre Bereitschaft, sich durch die Ausrichtung auf „den Anderen“ selbst verändern zu lassen. Mission in diesem Sinne ist aufsuchende Bewegung und die Bereitschaft, das feste Gehäuse der gewohnten Begegnungsformen zu verlassen, ausgehend von der Zuversicht, dass Christus der gegenwärtigen Gestalt von Kirche voraus und auch
auf unbekannten Wegen zu erkennen und zu finden sei. (S.51)

Wo von Gott berufene Menschen aufhören, vor Gott zu fliehen und sie
der Stadt Bestes suchen, wie es in der Novelle des Jonabuches erzählt wird, werden sie die überraschende Gegenwart Gottes in dieser Welt erleben. (S.70)

Das pro medienmagazin , bringt 6x im Jahr eine Zeitschrift heraus. In der letzten Ausgabe (die man hier auch als PDF angucken kann), bin ich beim Artikel “Inländerfeindlichkeit” auf 2 Sendungen gestoßen.

In der einen Sendung geht es um eine Schule in Essen (einen Schüler kannte ich sogar) und die dortige Entwicklung. Er heißt “Kampf im Klassenzimmer”.

Die zweite Sendung heißt “Heldenkult am Stadtrand” und hier geht es um einen Rapper, der in einem Bonner Stadtteil als Held gefeiert wurde, obwohl er einige zwielichtige Dinge getan hat und zuletzt wegen eines Goldraubes international gesucht wurde.

Die beiden Sendungen sind schon etwas älter und sagen im Prinzip auch nichts Neues aus. Ich finde sie als Quelle sehr interessant. Gerade der Film “Kampf im Klassenzimmer”, erschien bereits vor der ganzen Sarrazin-Diskussion.

Den Film “Kampf im Klassenzimmer” kann man in der ARD Mediathek anschauen.

“Heldenkult am Stadtrand” kann man über youtube angucken:
Teil1

Teil2

Teil 3

Ich bin über das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe auf eine interessante Studie gestoßen.

Eine Millionen Kinder werden täglich weltweit in der Schule geschlagen, gemobbt und sexuell missbraucht. Welche enormen wirtschaftlichen und sozialen Kosten dadurch entstehen, hat das Kinderhilfswerk Plan International erstmals in einer Studie untersuchen lassen.

Im Rahmen seiner globalen Kampagne “Lernen ohne Angst” beauftragte Plan International das renommierte Overseas Development Institut (ODI) damit, in 13 Ländern (Brasilien, USA, Indien, Bolivien, Kolumbien, Dominkanische Republik, Ecuador, Ägypten, El Salvador, Guatemala, Jordanien, Nicaragua, Peru) die sozialen und wirtschaftlichen Folgekosten von Gewalt an Schulen zu untersuchen.

Allein in diesen 13 Ländern liegen die Kosten bei über 43 Milliarden Euro.

Das Fazit der Plan-Studie: Gewalt abzuschaffen kostet Engagement und Geld. Aber in ihre Abschaffung nicht zu investieren, kostet beträchtlich mehr. Das gilt für Entwicklungsländer ebenso wie für Industrienationen.

Spirale der Gewalt
Kinder, die in der Schule Gewalt erfahren, verdienen als Erwachsene in der Regel weniger, nehmen mehr Gesundheits- und andere Dienste in Anspruch und hemmen auf lange Sicht die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Schläge, sexuelle Übergriffe und Mobbing gehören in vielen Ländern zum Schulalltag. In diese Gewalt wachsen Mädchen und Jungen hinein und werden dabei auch selbst zu Tätern. Gewalt an Schulen führt zu unentschuldigtem Fehlen, Leistungsschwäche und einer hohen Abbrecherquote.

“Gewalt an den Schulen bringt Kinder um ihre Zukunft und lässt sie in Armut verharren”, sagt Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan International in Deutschland. “Gewalt an Schulen bedeutet eine beträchtliche Last für den Staatsetat. Kein Land kann es sich leisten, diese Erkenntnisse zu ignorieren.”

Lernen ohne Angst – auch in Deutschland
Gegen die Gewalt an den Schulen startete Plan 2008 seine weltweite Kampagne “Lernen ohne Angst”. Die Erfahrungen aus den Entwicklungsländern wurden erstmals auch in drei Schulen in Norddeutschland mit Schülern umgesetzt. Erfolgreich führten Plan und das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) mit Schülern und Lehrkräften der Heinrich-Hertz-Schule und Erich Kästner Gesamtschule in Hamburg sowie des Schulzentrums Heimgarten in Schleswig-Holstein ein Projekt gegen Gewalt an Schulen durch.

Weltweit erreichte Plan International mit der Kampagne “Lernen ohne Angst” bislang Folgendes:

  • Fast 600.000 Kinder unterstützen die Kampagne
  • Über 390 Millionen Kinder profitieren von neuen Gesetzgebungen, die sie vor Gewalt schützen. Plan unterstützt aktiv die Entwicklung von Gesetzesentwürfen und Länderstrategien.
  • Die Abbrecherquote von Mädchen wurde in 22 Ländern reduziert, die von Jungen in 23 Ländern.
  • Rund 20.000 Lehrkräfte nahmen an Schulungen zu gewaltfreien Lehrmethoden teil.
  • 109.000 Familienangehörige lernten die Rechte der Kinder und Regeln der gewaltfreien Erziehung kennen.

Die ausführliche Studie von Plan International und dem Overseas Development Institut (ODI) findet sich unter dem unten beigefügten Hyperlink. Eine kurze Version von “Prevention pays – Prävention zahlt sich aus” findet sich hier: Kurzfassung