1. Der Mut, Nein zu sagen
Mike Nappa sagte: “Chance ist nicht gleich Verpflichtung”. Das heißt man muss nicht jeder Chance, die anklopft “Herein!” rufen und willkommen heißen. Die Fähigkeit, die wenigen wirklich notwendigen Dinge auszumachen und sich darauf zu konzentrieren, ist das Kennzeichen exzellenter Führungsgestalten.
Aufgrund der vielen Chancen, geht die Konzentration oft verloren. Ein Mangel an Konzentration verwandelt sich schließlich in einen Verlust von Vision. Ist die Vision verschwommen, können Menschen ihr nicht folgen.
Es ist meine Erfahrung, dass große Führungspersönlichkeiten trotz vieler Ablenkungen den Fokus nicht aus den Augen verlieren. Sie wissen, wie man Menschen inspiriert und motiviert, auf die “eine große Chance” hinzuarbeiten. Sie lassen sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken.
Der Mut, der aktuellen Realität ins Auge zu sehen
Leiter müssen auch bereit sein, der aktuellen Realität ins Auge zu sehen. Weigert er sich, so leidet er womöglich sogar an Wirklichkeitsverlust.
Wir wollen glauben, dass die Dinge gut stehen. Unser Ego und unsere Selbstachtung sind unerbittlich mit unser Führungsfähigkeit verbunden
Begeisternde Leiter sind bereit, die gegenwärtige Realität zu sehen und zu akzeptieren, ganz gleich wie entmutigend oder unangenehm sie sein mag.
Wenn wir nicht aufpassen, ignorieren wir die nackten Tatsachen und handeln stattdessen nach einer “Realität”, die wir uns nur eingebildet haben.
7 Gebote der gegenwärtigen Realität
- Du sollst nicht heucheln
- Du sollst dich den Tatsachen nicht verschließen
- Du sollst nicht übertreiben
- Du sollst den Überbringer schlechter Nachrichten nicht erschießen
- Du sollst dich nicht hinter Zahlen verstecken
- Du sollst konstruktive Kritik nicht ignorieren
- Du sollst dich nicht isolieren
Mut zum Träumen
Als Leiter gibt es eine dritte Form des Mutes. Den Mut, von dem zu träumen, was sein könnte und sein sollte. Dabei muss man den Gedanken erlauben, die Grenzen des IST zu überschreiten und im Geist ein Bild dessen zu malen, was SEIN könnte. Großes erreicht nicht unbedingt der begabteste, oder der am besten Ausgebildete, sondern derjenige, der sich weigert, sein Denken in ein Korsett zu pressen.
Träumen fordert Mut. Denn jedem Traum ist der Dämon des Zweifels auf den Fersen. Oft schwirren einem sofort viele Gründe im Kopf rum, warum das nicht klappen wird, was wir uns erträumen.
Jemand sagte mal: “Träume keine kleinen Träume, denn sie berühren die Herzen der Menschen nicht”.
In großen Träumen zu träumen, in großen Maßstäben und ohne Angst, das ist herausfordernd und braucht Mut.
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