Jesus sagt: “Liebe deine Feinde”

[via Jesus Creed]
Eltern in der Jugendarbeit
In den letzten Tagen habe ich mich etwas mit dem Bereich der Beziehungen zu den Eltern der Jugendlichen aus der Jugendarbeit beschäftigt.
Zu den Gedanken hat das Kapitel in dem Buch “Abenteuer Jugendarbeit” beigetragen.
Während des Buches und noch stärker in dem Buch “Jugendarbeit mit Vision” , plädiert Doug dafür, dass ältere Menschen, Eltern mit in die Jugendarbeit eingebunden werden.
Hört sich für meine Verhältnisse sehr amerikanisch an. Jugendmitarbeiter sind doch in der Regel fast immer Jugendliche selber.
Aber warum eigentlich? Geht es in Deutschland auch, dass Eltern in der Jugendarbeit mitmischen?
Ich denke JA!
Die Jugendarbeit umfasst mehr als nur die Zeit einer Veranstaltung oder eines Programms. Jugendarbeit läuft über Beziehungen, über Jugendliche in ihrem Leben prägen. Auch wenn man der beste Jugendleiter sein mag, die meiste Zeit verbringen die Jugendlichen aber trotzdem zu Hause. Mit ihren Geschwistern, in einem Haus oder einer Wohnung, mit ihren Eltern – in einer Familie.
Wie können wir also die Zusammenarbeit mit den Eltern verstärken? Wie können Eltern auch aktiv an der Jugendarbeit in der Gemeinde mitwirken?
Ein Schritt wäre auf die Eltern zu zugehen, Aufmerksamkeit zu zeigen. Doug schreibt dazu in seinem Buch einige Ideen auf
- Pünktliches Ankommen nach einer Freizeit/Jugendstunde
- Lächeln, ehrliche Worte
- Ideen für Themen sammeln
- Namen der Eltern und ihrer Kinder, gut sogar noch die Berufe
- Mache den Eltern Komplimente, bestätige und bekräftige sie in ihrem Elternsein
- Frage Eltern nach ihrer Meinung, hör zu
- Plane ein jährliches Abendessen mit allen Eltern
Zitat: Predigt ohne Humor
Andreas Boppart im dran interview auf die Frage: “Bemühst du dich bewusst, in deinen Predigten Humor unterzubringen oder stellt der sich automatisch ein?”
….Ich glaube todlangweilig darf nur der sein, der die Gabe (oder den Glauben) hat, wie Paulus Tote aufzuerwecken…
Ergebnisse der dranStudie 19plus / Pressemitteilung
Die Ergebnisse der dranStudie 19plus: „Zukunftskompass“ für Gemeinden?
(Witten/ Marburg im November 2009) – Wie und wo leben Junge Erwachsene tatsächlich ihren Glauben? Sind sie faule Nörgler, die Gottesdiensten und Predigten nichts abgewinnen können? Gemeindefrustrierte, die lieber unter sich bleiben? Die dranStudie 19plus wollte Schluss machen mit vagen Vermutungen. In der aktuellen dran erscheint jetzt die Auswertung – mit überraschenden Ergebnissen.
Ein Jahr ist es her, dass die Zeitschrift dran das marburger Forschungsinstitut für Jugend und Religion empirica mit der dranStudie 19plus beauftragt hat. Ziel der Studie war es, die Situation von Jungen Erwachsenen im Kontext von Gemeinden zu untersuchen, um zu klären, wo Junge Erwachsene ihre geistliche Heimat verorten. Die Umfrage wurde in zwei Teilen durchgeführt. Im ersten Teil wurden Anfang 2009 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im zweiten Teil im Frühjahr 2009 19- bis 29-jährige Christen befragt. An der deutschlandweit angelegten Erhebung haben insgesamt 2.825 Personen aus den unterschiedlichsten zumeist protestantischen Kirchen und Gemeinden teilgenommen. Nach der ersten Einschätzung der rund 300 Jugendmitarbeiter, sei die Gemeinde für die Jungen Erwachsene keine geistliche Heimat mehr. Nur jeder sechste Befragte glaubte, dass sich Junge Erwachsene in der Gemeinde wohlfühlen. Doch die Umfrage unter den Jungen Erwachsenen zeichnet ein anderes Bild.
Was Junge Erwachsene tatsächlich von Gemeinde halten
Denn junge Christen leben laut Studie gerne in der Gemeinde: 93,6 % der Befragten finden es wichtig mit anderen Christen ihren Glauben zu leben. Und 76,5 % geben an, nicht ohne Gemeindeanschluss ihren Glauben ausleben zu können. Diese Begeisterung gilt dabei nicht nur neuen Bewegungen und jungen Gemeindegründungen – laut Studie fühlen sich die Jungen Erwachsene auch in etablierten Kirchen und Freikirchen zu Hause. Und dort engagieren sie sich zudem überdurchschnittlich stark: Fast 80 % arbeiten in der Gemeinde mit.
Trotzdem blicken Junge Erwachsene auch kritisch auf Gemeinde und den dort gelebten Glauben. Gerade die missionarische Ausrichtung sehen die 19- bis 29-Jährigen kaum, obwohl sie sich diese wünschen. Sie wollen selbst ihren Glauben in Alltag authentisch leben, scheitern jedoch oft an ihren hohen Idealen. Hier vermissen Junge Erwachsene die Unterstützung und Begleitung aus der Gemeinde – beispielsweise in Form von Mentoring oder Zweierschaften. Dabei wollen die 19- bis 29-Jährigen nicht nur unter sich bleiben: Junge Erwachsene wünschen sich laut Studie ausdrücklich den Kontakt zu anderen Generationen.
Wie Gemeinden von den dranStudie plus19-Ergebnisse profitieren können
Für Dr. Tobias Faix, Leiter des Instituts empirica, war die Diskrepanz zwischen der ersten Umfrage unter Jungendmitarbeitern und der zweiten unter den Jungen Erwachsenen überraschend. Faix sieht hier Redebedarf. „Mir scheint es nach den Ergebnissen der Umfrage bitter nötig zu sein, dass sich in den Gemeinden Verantwortliche mit den Jungen Erwachsenen zusammen setzen und reden. Für solche Gespräche gibt die dranStudie eine gute Grundlage. Auch Leitungsteams von Gemeinden können damit überlegen: Wie stehen wir konkret in der Gemeinde zu den Ergebnissen? Wie sieht das bei uns aus?“ Die 19- bis 29-Jährigen seien, so Faix, eine heranwachsende Generation, die nicht in das bisherige Klischee passe. „Für Gemeinden kann die dranStudie ein Zukunftskompass sein, der dabei helfen kann diese Generation einzuschätzen und einzubinden.“
Ausführliche Auswertung der dranStudie 19plus
Weitere Ergebnisse und die Auswertung der dranStudie 19plus gibt es in der aktuellen Ausgabe von dran, die am 5. November erscheint. (Diese Ausgabe ist auch in Zehnerpacks für Gruppen und Gemeinden erhältlich). Darüber hinaus ist für Januar 2010 ein dran-Sonderheft mit ausführlicheren Forschungsergebnissen, Tabellen und Analysen zur Studie geplant. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten unter www.bvzeitschriften.de.
[offizielle Pressemitteilung via bundes-verlag ]
faz.net | Jungs brauchen gute Väter
In der FAZ habe ich heute ein sehr gutes Interview mit einem Hirnforscher gelesen.
Es geht um die Entwicklung von Jungs und was für eine wichtige Rolle ältere Männer, vor allem der Vater für die Entwicklung der Jungs spielt.
Hier einige Zitate:
Jungs brauchen weder Puppen noch Panzer, sondern stabile Bindungen und Aufgaben, an denen sie wachsen können. Und wir müssen sie vor ungünstigen Rahmenbedingungen schützen.
Was braucht ein kleiner Junge?
Das Wichtigste wären ein richtig guter Vater und noch ein paar andere Männer im Verwandten- und Freundeskreis, die selbst gern Männer sind, die mit diesem Jungen was unternehmen und ihn so mögen, wie er ist. Liebe heißt ja nicht, dass man den ganzen Tag schmust. Man muss den Kindern eine Chance geben, ihre Potentiale zu entfalten.
Deshalb wünsche ich mir viel mehr erwachsene Männer, die sich für diese Jungs einsetzen. Die sich zur Verfügung stellen. Die diese Jungs einladen, ermutigen und inspirieren, mit ihnen gemeinsam zu entdecken, was Mannsein bedeuten kann. Die mit ihnen auf Berge steigen, in Flüssen angeln, mit modernen Medien irgendetwas Großartiges gestalten, in den Zirkus gehen, was auch immer. Die Hauptsache ist das gemeinsame Erlebnis, dass es Spaß macht, ein authentischer Mensch zu werden.
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