Ich lese gerade die neue Biographie von Dietrich Bonhoeffer – Bonhoeffer, Pastor, Märtyrer, Prophet von Eric Metaxas.

An einer Stelle wird ein Ausschnitt des Briefes an seinen Schwager Rüdiger Schleicher zitiert, in dem Bonhoeffer über die Bedeutung der Bibel in seinem Leben schreibt. Finde ich klasse:

Ich will da zunächst ganz einfach bekennen: ich glaube, daß die Bibel allein Antwort auf alle unsere Fragen ist, und daß wir nur anhaltend un detwas demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.
Die Bibel kann man nicht einfach lesen wie andere Bücher. Man muß bereit sein, sie wirklich zu fragen. Nur so erschließt sie sich. Nur wenn wir die letzte Antwort von ihr erwarten, gibt sie sie uns. Das liegt eben daran, daß in der Bibel Gott zu uns redet. Und über Gott kann man eben nicht so einfach von sich aus nachdenken, sondern man muß ihn fragen. Nur wenn ihn suchen, antwortet er.
Natürlich kann man die Bibel auch lesen wie jedes andere Buch, also unter dem Gesichtspunkt der Textkritik etc.
Dagegen ist garnichts zu sagen. Nur daß das nicht der Gebrauch ist, der das Wesen der Bibel erschließt, sondenr nur ihre Oberfläche. Wie wir das Wort eines Menschen, den wir lieb haben, nicht erfassen, indem wir es zuerst zergliedern, sondern wie ein solches Wort einfach von uns hingenommen wird und wie es dann Tage lang in uns nachklingt, einfach als Wort dieses Menschen, den wir lieben, und wie sich uns in diesem Wort dann immer mehr, je mehr wir es “im Herzen bewegen”, wie Maria, derjenige erschließt, der es uns gesgt, so sollen wir mit dem Wort der Bibel umgehen.
Nur wenn wir es einmal wagen, uns so auf die Bibel einzulassen, als redete hier wirklich Gott zu uns, der uns liebt und uns mit unseren Fragen nicht allein lassen will, werden wir an der Bibel froh…

Bin ich es, der sagt, wo Gott sein soll, so werde ich dort immer einen Gott finden, der mir irgendwie entspricht, gefällig ist, der meinem Wesen zugehörig ist. Ist es aber Gott, der sagt, wo er sein will, dann wird das wohl ein Ort sein, der meinem Wesen zunächst garnicht entsprechend ist, der mir ganicht gefällig ist. Dieser Ort aber ist das Kreuz Jesu. Und wer ihn dort finden will, der muß mit unter dieses Kreuz, wie es die Bergpredigt fordert. Das entspricht unserer Natur garnicht, sondern ist ihr völlig zuwider. Dies aber ist die Botschaft der Bibel, nicht nur im Neuen sondern auch im Alten Testament.
Und ich will Dir nun auch noch ganz persönlich sagen: seit ich gelernt habe die Bibel so zu lesen – und das ist noch garnicht so lange her – wird sie mir täglich wunderbarer. Ich lese morgens und abends darin, oft auch noch über den Tag und jeden Tag nehme ich mir einen Text, den ich für die ganze Woche habe, vor und versuche mich ganz in ihn zu versenken, um ihn wirklich zu hören. Ich weiß, dass ich ohne das nicht mehr richtig leben könnte.

Den oben genannten Artikel habe ich vorhin gelesen und finde ihn interessant. Hier wird die Einwanderungssgeschichte der Türken in die Türkei von verschiedenen Personen aus beleuchtet und jeweiligen Ereignissen (Deutsche Wiedervereinigung, 11. September…) verbunden.

Ein sehr empfehlendswerter Artikel


In der aktuellen Ausgabe der ZEIT gibt es einige Artikel über die Entwicklung der Kindheit in Deutschland. Hier wird zunehmend kritisiert, dass Kinder immer mehr in die Welt des Konsums gezogen werden und sich somit die Kindheit verkürzt.

Daneben gibt es aber auch eine hilfreiche Aufstellung von dem was Kinder brauchen und was nicht (der ganze Artikel):

1. Genug Schlaf
2. Gesundes Essen
3. Unbeaufsichtigt draußen spielen
4. Lesen und Vorlesen

was sie nicht brauchen

5. Einen eigenen Fernsehapparat
6. Noch mehr Spielsachen
7. Gequengel
8. Elterliche Schuldgefühle

In der ZEIT-ONLINE werden 10 Eigenschaften einer Führungskraft beschrieben. In der Überschrift habe ich bewusst das Wort Leiter verwendet, da ich den Artikel aus Blick der Gemeindejugendarbeit lese und hier selten von Führungskräften die Rede ist.

Die 10 Eigenschaften sind in Form der 10 Gebote formuliert. Näheres zu den einzelnen “Geboten” gibts im Artikel.

Regel 1: Du sollst Vorbild sein
Regel 2: Du sollst Mitarbeiter mitreden lassen
Regel 3: Du sollst Freiheiten gewähren
Regel 4: Du sollst Mitarbeitern Ziele setzen
Regel 5: Du sollst ein Coach sein
Regel 6: Du sollst Leistung wertschätzen
Regel 7: Du sollst Fehler zulassen
Regel 8: Du sollst konsequent sein
Regel 9: Du sollst zuhören
Regel 10: Du sollst die Wahrheit ertragen