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Die Bertelsmann Stiftung hat eine Studie veröffentlicht, die kurzgefasst sagt, dass es weniger Kriminalität gibt, wenn mehr Schüler den Abschluss schaffen.

Spiegel Online hat dazu einen Artikel mit vielen Grafiken geschrieben.

Grafik:

Angeregt durch den Beitrag “Von der Kunst zu brennen ohne zu kochen” von Stefan Hänsch habe ich wieder über die Beziehung zwischen Berufung und Hobby nachgedacht. In dem Beitrag empfiehlt er sich über vier Lebensbereiche Gedanken zu machen und zu schauen ob diese Lebensbereiche in einer Balance zueinander stehen.
Die Lebensbereiche sind:

  1. Familie, Beziehungen, Partnerschaf
  2. Beruf, Karriere, Ausbildung.
  3. Geistliches Leben, Sinn, Gemeinde.
  4. Hobby, Sport, Gesundheit.

Ziel ist bei dieser Überlegung herauszufinden welcher dieser Lebensbereiche auf “Sparflamme” brennt bzw. welcher dieser Lebensbereiche schon fast am überkochen ist. Eine Ausgewogenheit sollte herrschen.

In anderen Büchern habe ich das auch schon gelesen und finde das sehr wichtig und sehr gut!

Ich habe mir aber gerade bei den letzten beiden Lebensbereichen, Geistliches Leben, Sinn, Gemeinde und Hobby, Sport, Gesundheit, etwas schwer getan. Diese beiden Lebensbereiche kann ich sehr schwer voneinander trennen. Wenn ich über Hobbys nachdenke, dann weiß ich, dass ich gerne lese, mit Leuten rede und gerne Sport mache. Alle drei Sachen habe ich durch die Jugendarbeit. Ich lese Bücher dafür, einfach weil mich bestimmte Dinge interessieren und das vom Gefühl her auch keine Arbeit ist. Gespräche auf verschiedener Ebene führe ich auch durch die Jugendarbeit und gerade mit den Jungs mache ich regelmäßig Sport.

Also ist Jugendarbeit irgendwo mein Hobby. Die Jugendarbeit umfasst viele Dinge, die ich sehr gerne mache. Auf der anderen Seite weiß ich aber, dass ich trotzdem etwas Ausgleich brauche. So genieße ich es z.B. wenn ich mit ein paar Freunden einfach nur einen Abend zusammen sind und Themen, die irgendetwas mit Jugendarbeit zutun haben, überhaupt nicht zur Sprache kommen.

Ich habe aber auch gemerkt, dass ich den Ausgleich bewusst planen muss. Sonst plant das keiner für mich und ich habe das immer wieder beobachtet, dass ich dann insgesamt mehr reagiere, als dass ich agiere. Ich versuche deshalb demnächst bestimmte Abende bewusst zu blocken um Zeit alleine zu haben oder um Zeit zu haben, mich mit bestimmte Personen zu treffen. In der Vergangenheit hatte ich das immer wieder, dass sonst Zeiten mit irgendwelchen noch so wichtigen Treffen gefüllt wurden. “Ich bin da verplant” oder “Nein, ich kann nicht”, sind Sätze, die ich dafür üben muss.

Passend zu der aktuellen Diskussion gibt es eine neue Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).
Fazit hierbei ist, dass sich viele jugendlichen Türken Kontakt zu gleichaltrigen Deutschen wünschen, es jedoch auf der anderen Seite dies kaum gewünscht wird.

Nach einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), über die die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind Türken bei deutschen Jugendlichen ausgesprochen unbeliebt – dagegen wünschen sich junge Türken durchaus Kontakt zu Deutschen. KFN-Direktor Christian Pfeiffer sieht in dieser Ablehnung einen der Gründe für Vorurteile türkischer Jugendlicher gegenüber Deutschen.

Die Untersuchung erhält besondere Brisanz durch die gegenwärtige Debatte um die Rolle der muslimischen Migranten und des Islam in Deutschland. Knapp 1600 türkischstämmige und mehr als 20.000 deutsche Jugendliche wurden im Rahmen der Studie gefragt, wen sie gerne als Nachbarn hätten. 40,9 Prozent der Türken sagten, sie fänden deutsche Nachbarn “sehr angenehm”, weitere 16,3 Prozent fänden sie “angenehm”. Neun Prozent lehnten deutsche Nachbarn ab.

Anders sah die Situation bei deutschen Jugendliche aus: nur 9,2 Prozent betrachteten es als “sehr angenehm”, wenn Türken neben ihnen wohnen würden; 38 Prozent wollen keine türkischen Nachbarn. Türken rangieren auf dem letzten Rang der Beliebtheitsskala, hinter Schweden, Italienern, Schwarzafrikanern, Juden und Osteuropäern. Pfeiffer resümiert: “Die Türken wünschen sich mehr Kontakt zu den Deutschen, aber die Deutschen zeigen ihnen die kalte Schulter”. Er sieht als möglichen Grund für die Ablehnung türkischer Jugendliche deren „Macho-Kultur“, mit denen viele deutsche Jugendliche ein Problem hätten.

Die Studie kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass Vorurteile gegenüber Deutschen umso geringer seien, je mehr Migranten und Deutsche Kontakt miteinander haben. Türkische Realschüler und Gymnasiasten äußerten darüber hinaus kaum Stereotypen gegenüber Deutschen. “Die sogenannte Deutschenfeindlichkeit von Muslimen ist ein Bildungsproblem.” sagt Pfeiffer.

[via Fachkräfteportal und Sueddeutschen Zeitung]

Dazu gab es heute auch einen Artikel zum Thema “Deutschenfeindlichkeit an Schulen” bei ZEITONLINE.


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