Archives for category: Jesus/Gott

Dieses Lied inspiriert mich seit einigen Tage – hört euch das einfach an…

Kannst Du seh’n kannst Du seh’n
All die Leute die am Ertrinken sind?
Geht es Dir nicht nah, kümmert es Dich nicht?
Willst Du sie ertrinken lassen?

Wie kannst Du nur so gefühllos sein
Dich nicht darum zu scheren ob sie in den Himmel kommen?
Du verschließt einfach die Augen
Und tust so, als ob der Job schon getan wäre.

Oh segne mich Herr, segne mich Herr
Ist alles was ich ständig höre, weißt Du?
Niemand tut es weh, niemand leidet
Niemand vergießt auch nur eine Träne

Aber ER schreit, er weint, er blutet
Und er kümmert sich um deine Bedürfnisse
Und du lehnst dich einfach zurück
Und saugst den Segen für dich allein auf
Oh merkst du nicht welche Sünde das ist?

Denn er bringt Menschen zu deiner Tür
Und du schickst sie lächelnd fort während du sagst:
Gott segne dich, ich wünsche dir Frieden
Und der ganze Himmel weint einfach nur
Denn Jesus kam an deine Tür
Und du hast ihn abgewiesen und auf die Strasse geschickt

Öffne dein Herz, öffne dein Herz
Und verschenke dich selbst
Du siehst die Not, du hörst die Schreie
Wie kannst du noch zögern?

Gott ruft – und er meint Dich
Doch wie Jona läufst du weg
Er hat gesagt du sollst reden
Doch du hältst die Worte zurück
Oh kannst Du nicht sehen, wie groß diese Sünde ist?

Die Welt schläft in der Dunkelheit
Und die Gemeinde bekämpft sie nicht
Weil sie im Licht eingeschlafen ist!
Wie kannst du nur so tot sein
Wo du doch so gut versorgt wurdest?
Jesus stand vom Grabe auf – und Du?
Du kommst nicht mal aus dem Bett!

Oh Jesus ist von den Toten auferstanden
Los komm, steh endlich auf aus deinem Bett!

Wie kannst Du nur so gefühllos sein
Dich nicht darum zu scheren ob sie in den Himmel kommen?
Du verschließt einfach die Augen
Und tust so, als ob der Job schon getan wäre.

Schließ nicht Deine Augen
Tu nicht so, als wäre der Job schon erledigt
Komm da weg, komm da weg mit mir, meine Liebe
Komm raus aus diesem Schlamassel
Komm wir gehen fort, meine Liebe

[via youtube.com]

Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Lk 18,27

Das Jahr 2009 ist zwar voll im Gange, die Jahreslosung können vielleicht viele gar nicht mehr hören. Ich finde sie auf jedenfall klasse und total motivierend!
Letztens habe ich mir erstmal mit ein paar Leuten angeguckt in welchem Zusammenhang die Jahreslosung steht. Und das hat mich dann noch mehr motiviert.
Die Jahreslosung ist nämlich eine Antwort von Jesus auf eine Frage der Leute um ihn herum. Die Frage lautet:

Wer kann dann noch gerettet werden?

Vorher kommt das bekannte Zitat von Jesus: “Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt”

Also die Menschen um ihn herum fragen Jesus, wer kann zu Gott kommen, wer kann gerettet werden? Der reiche Jüngling der vorher mit Jesus war nach außen gesehen für viele Menschen vielleicht ein anerkannter Mann. Er hatte Geld, was oft als Segen Gottes gesehen wurde, hielt angeblich die Gebote. An für sich – ein frommer Mann.

Und dieser Mann soll es schwer haben ins Reich Gottes zu kommen, fragen die Menschen. Wenn der es nicht schafft, wer dann?
Da kommt dann die Antwort Jesus, die Jahreslosung: Bei Gott ist es möglich! Auch wenn wir uns das nicht vorstellen können.
Also jeder kann zu Gott kommen, jeder hat die Möglichkeit gerettet zu werden. Vom äußerlich oberfrommen Menschen zu dem normalen Familienvater oder der Hausfrau, bis zu den Leuten am Rand der Gesellschaft. Menschen die keiner haben will, Leute von der Straße, Alkoholiker, Drogenabhängige.

Jeder kann zu Gott kommen, jeder kann gerettet werden! Weil bei Gott nichts unmöglich ist!

Das Buch “Jesus” von Klaus Berger, dass ich vor knapp einem Jahr zu meinen aktuellen Büchern zählte, gehört immer noch zu meinen aktuellen Büchern. Es ist echt ein Buch, das in vielen Bereichen zum Nachdenken bringt, ermutigt, hinterfragt – manchmal auch provoziert.

Ein Kapitel in dem Buch befasst sich mit dem Märchen vom liebenden Gott.

Wer den Leuten verkündet, Gott ist die Liebe und nichts als die Liebe, der muss sich nicht wundern, wenn es entweder mit dem Evangelium oder mit der Welt hinten und vorne nicht stimmt. Dann muss man die Wirklichkeit der Welt oder den lieben Gott so lange zurechtreden, bis die Fragen aufhören – oder man hüllt das Absurde gleich in Schweigen und verkauft seine Hilflosigkeit als Kraft des Glaubens.

Ausgangspunkt ist das Leid, die Katastrophen in der Welt und das damit verbundene Verständnis des liebenden Gottes.

Ist in der Bibel wirklich nur von Liebe die rede? Ich denke nein, das Alte Testament ist voll von Geschichten, dass Gott ist heilig.

Heilig, das heißt erschütternd, befremdlich, gefährlich, in die Knie zwingend, groß und unfassbar

Gott ist heilig und ein vor ihm treten ist eigentlich unmöglich. Das wird durch das “heilige erschrecken” z.B. in der Geschichte des Moses vor dem brennenden Dornenbusch deutlich. Dieses Erschrecken hat aber absolut gar nichts mit einer panischen krankmachenden Angst zutun, die es aber auch zu oft gab.

Wie also soll ich mit Gott umgehen, in dieser Spannung des lieben und doch heiligen und erschreckenden Gottes leben?

Berger schreibt dazu:

  • Gott so liebem, dass man nichts anderes zu viel liebt.
  • Gott so fürchten, dass man vor nichts anderem zu viel Angst hat.

Seit einiger Zeit habe ich ,motiviert durch meine Teamleiterin hier beim stoffi, angefangen jeden Tag zu versuchen eine “verrückte” Tat zu machen. Einiges ist wirklich verrückt, das Andere weniger – es klappt auch nicht wirklich jeden Tag.
Irgendwie kamen wir mit meinem WG Kollegen auf den Gedanken jeden Tag ein Wunder Gottes zu erwarten und aufzuschreiben. Ein Wunder, etwas wo wir Gottes Wirken sehen. Gott handelt nämlich jeden Tag, wirkt jeden Tag – doch viel zu oft sind meine Augen für das Wirken Gottes verschlossen und sehen die kleinen Dinge gar nicht mehr.
Ich habe das Ganze dann etwas abgewandelt und es “Jeden Tag eine verrückte Tat Gottes”, genannt. Verrückt muss es nicht sein – wie schon geschrieben, kommt es meistens auf die kleinen Dinge an. Auch hier gelingt es mir nicht jeden Tag etwas aufzuschreiben, oft auch weil ich nicht daran gedacht habe, nicht beobachtet habe und vieles selbstverständlich genommen habe.
Was ich bisher aber sagen kann, dass durch die Dinge, die ich aufgeschrieben habe, ich für eine Menge Dinge mehr dankbar bin und bewusster wahrnehme.
Denn Gott wirkt jeden Tag, ob verrückt in meinen Augen oder nicht – egal! Hauptsache meine Augen sehen das verrückte, wenns da ist.