Für das IGW Studium lese ich gerade einen EKD Text mit dem Namen “Gott in der Stadt –
Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt” und habe ein paar sehr interessante Stellen herausgelesen:
Die evangelische
Kirche soll in der modernen Stadt ein überzeugender Ort für das Innehalten vor
Gott sein. (S. 48)
Nur eine lernende Kirche kann eine missionarische Kirche werden. (S.49)
Es ist daher der Grundsatz jeder Begegnung zwischen Christen
und Nichtchristen, den anderen nicht als gottfern oder christusledig zu verstehen,
sondern als Menschen, in dem der Auferstandene sein Antlitz spiegeln kann.
Missionarisch formuliert geht es seit den Zeiten des Pietismus daher nicht darum,
Christus zu den Fernen und Fremden zu bringen, sondern es geht darum, ihn dort
zu entdecken und zu bezeugen. (S.50-51)
Mission ist hier allerdings nicht mit der missverständlichen Vorstellung verbunden, man müsse nur den Namen Jesu nennen, dann wachse die Gemeinschaft der Glaubenden schon an. Mission ist hier der Aufbruch der Kirche selbst, ihre Bereitschaft, sich durch die Ausrichtung auf „den Anderen“ selbst verändern zu lassen. Mission in diesem Sinne ist aufsuchende Bewegung und die Bereitschaft, das feste Gehäuse der gewohnten Begegnungsformen zu verlassen, ausgehend von der Zuversicht, dass Christus der gegenwärtigen Gestalt von Kirche voraus und auch
auf unbekannten Wegen zu erkennen und zu finden sei. (S.51)
Wo von Gott berufene Menschen aufhören, vor Gott zu fliehen und sie
der Stadt Bestes suchen, wie es in der Novelle des Jonabuches erzählt wird, werden sie die überraschende Gegenwart Gottes in dieser Welt erleben. (S.70)


