Archives for category: Evangelisation/Mission

Am 6+7 Juni gibt es eine groß organisierte Spendenaktion für die Kinderarche in St. Petersburg. Dort soll ein neues Projekt für Jugendliche, die früher Straßenkinder waren, entstehen. Es soll Wohnungen gebaut werden, in denen ein Betreuer mit 4-5 Jugendlichen zusammen wohnen kann und sie auf das selbständige Leben mit Beruf und alles was dazu gehört.

Ein Teil der Aktion ist ein Sponsorenlauf. Ich werde auch laufen und falls jemand meinen Lauf für die Menschen in St. Petersburg unterstützen möchte kann er mir das hier gerne schreiben, ich würde ihn auf die Sponsorenliste packen. Ihr könnt pro Runde (dann min. 0.50€) oder einen Festbetrag geben – egal wie viele Runden ich laufe Ihr müsst dazu Namen, Adresse und Telefonnummer angeben, damit ihr dann per Post die Kontodaten erhaltet und den Betrag überweisen könnt.

Vielfach wird im sogenannten Westen, in den christlichen Abendländern überlegt wie Gemeinde heute missionarisch und für die Gesellschaft relevant werden kann. Die vielen Gespräche und Konferenzen dazu sind klasse. Damit das aber auch so bleibt müssen Teens und Jugendlichen mit in die Gespräche und Gedanken hinein genommen werden. Das kann damit beginnen, dass wir darüber sprechen, warum du und ich als Christ etwas mit Mission zutun haben sollten.

1. Gottes Liebe für mich

Wenn wir das Buch der Apostelgeschichte angucken, dann sehen wir dass die ersten Christen in der Mission voll hingebungsvoll gelebt haben. Das liegt daran, dass sie Gottes Liebe in einer überwältigenden Art und Weise in ihrem Leben erlebt haben. Ihren Einsatz und die Ausdauer resultierte aus der Dankbarkeit, dass Gott ihr Leben rettete. Paulus schreibt darüber immer wieder

der mir seine Liebe erwiesen und sein Leben für mich gegeben hat.
Galater 2,20

Denn dass Gott uns liebt, ist uns unumstößlich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat.
Römer 5,5

John Newton war einmal ein Kapitän eines Sklavenschiffes, aber nach dem er Gottes Liebe auch für sein unwürdiges Leben erfahren hat, veränderte sich sein Leben. Es veränderte sich so sehr, dass er diese Zeilen schreiben konnte:
Amazing grace, how sweet the sound, that saved a wretch like me, I once was lost but now I am found, was blind but now I see.’

Warum sollte ich etwas mit Mission zutun haben? Weil ich ein Sünder bin, der durch Gottes Gnade gerettet wurde. Frei durch seine Liebe zu mir. Meine Dankbarkeit zeigt sich in dem von dem weiter erzähle, was Gott an mir getan hat und wie seine Liebe mein Leben umgekrempelt hat.


2. Jesus Gebot an mich

Das Johannesevangelium hat einer der letzten Worte Jesu festgehalten, bevor er zum Himmel hinaufgestiegen ist:

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Matthäus 28,18-20

Jesus gebot seinen Nachfolgern selber Jünger zu machen.

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Weil Jesus es mir geboten hat und ein missionsorientiertes Leben ist ein Zeichen für den Gehorsam


3. Der heilige Geist in mir

Für die ersten Christen war es unbegreiflich, dass an sich jeder Mensch den Heiligen Geist erhalten kann. Dafür war nichts mehr besonderes notwendig, außer der lebendige Glaube an Jesus Christus. Das Neue Testament zeigt deutlich, dass Mission und Evangelisation allein aufgrund der Arbeit des Heiligen Geistes in und durch uns funktioniert. Der Heilige Geist ist der Hauptträger der Mission Gottes durch die Menschen in Gottes Welt.

Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.
Johannes 15,26

aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Apostelgeschichte 1,8

Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit; ihr wisst selbst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen.
1. Thessalonicher 1,5

Es ist klar, dass die Christen von Jesus erzählten. Der Heilige Geist war und ist aber derjenige, der die Kraft dazu schenkt und das Verständnis in den Menschen hervorruft.
Wir können uns beim Thema Mission nur auf den Heiligen Geist verlassen und wenn uns der Heilige Geist immer mehr erfüllt, wird er uns zu einem missionarischen Lebensstil hin beeinflussen.

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Weil mir der Heilige Geist gegeben wurde, der mich zu einem missionarischen Menschen für die verlorene Welt prägt.

4. Die Verantwortung als ein Botschafter

In den meisten Ländern der Welt wirst du Botschaften finden. In den Botschaften arbeiten verschiedene Personen, die zum Teil auch unterschiedliche Dinge repräsentieren. Es gibt aber immer einen Hauptbotschafter. Er vertritt sein Land in einem fremden Land. Der Botschafter spricht im Namen seiner Leiter und seiner Regierung und ist verantwortlich dafür die Wege und Pläne seiner Regierung verständlich zu machen. Ihm obliegt viel Verantwortung weil er entscheidend für den Frieden der jeweiligen Länder sein kann.

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
2. Korinther 5,20

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Ich habe das Privileg und die Verantwortung Christi Botschafter zu sein und in seinem Namen zu den Menschen um mich herum zu reden.

5. Das Bewusstsein, dass Menschen ohne Jesus verloren sind

Durch die Kirchengeschichte hindurch sieht man immer wieder, dass die größte Motivation für Mission das Bewusstsein war, dass die Menschen ohne Beziehung zu dem lebendigen Gott leben.

Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden
Epheser 2,1

Männer und Frauen, Jugendliche und Kids sind geistlich tot ohne Jesus. General William Booth, Gründer der Heilsarmee, wurde in einem Gespräch mit einem Atheisten herausgefordert in dem dieser sagte:” Wenn ich glauben würde was ihr Christen glaubt, dann würde ich quer durch England auf meinen Händen und Knien kriechen, wenn es sein muss, den Menschen davon zu erzählen.

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Die Menschen in meiner Umgebung sind letztendlich verloren und ohne Hoffnung, wenn ihn nicht jemand von Jesus erzählt.

Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben?
Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?
Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist?
Römer 10,13-15

[via: Insight]

vernetzt mit Emergent DeutschlandHeute war es soweit. Für Peter und mich ging es nach Hamburg. Habe mich schon länger auf diesen Tag gefreut und bin gespannt gewesen, was genau mich erwarten wird. Einziger Nachteil dabei, ich musste um 04.45 Uhr bereits aufstehen :(
Um kurz vor 10 Uhr kamen wir dann in der Kirche an, ich fand es etwas schade, dass nur Stuhlreihen aufgestellt wurden, dadurch wurde das Mitschreiben (habe ich im Endeffekt dann gar nicht gemacht) extrem ungemütlich und ich frage mich auch ehrlich gesagt, wieso man das Seminar in einer so großen Kirche gemacht hat. Die Altersstruktur der Teilnehmer hat mich und Peter verwundert. Mit meinen 20 Jahren war ich wahrscheinlich der jüngste im Raum. Wahrscheinlich waren alle jüngeren in Marburg, oder?

Nun zum Eigentlichen, zu den Referenten und zu den Vorträgen.
Mir hat es insgesamt wirklich sehr gut gefallen. Einige Teile weniger, einige Teile waren mir wichtiger. Dem einen oder anderen Punkt sah ich eher skeptisch, aber es war interessant zu sehen, dass auch so Leute wie Brian im Endeffekt nicht 100%ig sagen konnten und es auch nicht wollten, was genau Emerging Church ist. Brian mag das Wort “Emerging Church” auch nicht wirklich.

Aber worum ging es jetzt im Endeffekt? Brian hat damit angefangen innerhalb von (ich glaube) 20 Minuten, die Weltgeschichte zusammenzufassen und gezeigt, dass es zu bestimmten Zeiten immer wieder Veränderungen (er nannte es Wirbelstürme) in der Gesellschaft, in der Politik, bei den Menschen gab. Momentan herrscht auch so ein Wirbelsturm und Dinge, Ansichten, Menschen verändern sich. Die Postmoderne ist mehr oder weniger eingetroffen.

Jason hat den Bereich der Evangelisation in der Postmoderne ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Er sagte, das, wenn wir Menschen heute begegnen möchten, wir ihnen in erster Linie zuhören müssen um sie zu verstehen.
Zwischendurch gab es immer wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Nach der Mittagspause sprach Brian über etwas, was mir wahrscheinlich am längsten hängenbleiben wird. Er sprach davon, dass existierende Gemeinden Leiter heranbilden müssen, die neue Gemeinden gründen. Diese Gemeinden sind dann innovativ, probieren Sachen aus, sind anders, sind “neu”. Die bereits existierenden Gemeinden, müssen von solchen Gemeinden lernen, sie imitieren sie. Neue Gemeinden werden aber irgendwann auch zu existierenden Gemeinden und müssen selbst neue Leiter für neue Gemeinden heranbilden.
Es entsteht also ein Kreislauf.

Danach war Jason dran, er sprach davon, dass Gemeinden einen sozialen Aspekt und einen theologischen Aspekt haben. Einige Gemeinden haben viel Theologie aber kaum soziales und gesellschaftliches Engagement. Einige Gemeinden haben viel soziales Engagement, aber dafür kaum Theologie. Aber beides ist wichtig. Er regte dazu an zu überlegen, wo die eigene Gemeinde steht und wohin sie sich bewegt. Wichtig wie gesagt, ist beides. Das soziale Engagement sowie eine bestehende Theologie (Hoffe ich habe das so ungefähr richtig wiedergegeben ;-) ).

Am Ende gab es eine Podiumsdiskussion, bei der auch eine Jugendpastorin dabei war, was ich persönlich dadurch noch spannender war. Verschiedene Fragen wurden dort aufgegriffen, die ich hier alle gar nicht nennen kann.

Gerne hätte ich mich während des Tages noch mit mehr Leuten unterhalten, war aber nicht direkt möglich. Der Tag hat sich auf jedenfall gelohnt, neue Motivation und viel Gedankenaustausch mit Peter sind kurzgefasst das Resultat

In nächster Zeit, werde ich nicht wirklich poste können, da ich bisschen viel zutun haben werde.

Daher möchte ich euch zu einer Diskussion bei Scot einladen, die ich wirklich sehr interessant fand.
Es geht darum, wie eine Jugendarbeit missionarisch bzw. evangelistisch sein kann, was dazu gehört und wie diese aufgebaut werden kann.

Scot selber vertritt eine Art “Mentorenmodell”, in dem der Jugendleiter,-diakon,- pastor, wie auch immer als ein Mentor fungiert.
Der Jugendleiter muss hier voranschreiten, er ist derjenige, der informiert, darüber predigt und die Jugendlichen durch sein eigenes Leben motiviert. Er betont dabei den Dienst, den Einsatz der Jugendlichen untereinander und für Gemeindedistanzierte Jugendliche. Ziemlich oft muss hierfür erst die Sicht geöffnet, der Blick der Jugendlichen verändert werden, damit sie ein Herz für sich selbst und für die Jugendlichen in ihrem alltäglichen Umfeld bekommen.

Eine weitere Sache, die ich auch sehr interessant finde, ist die Stellung der Gemeinde in diesem Punkt. Hindert sie eher daran, dass die Jugendarbeit missionarisch sein kann, oder öffnet sie Türen dafür.

Also schaut vorbei und lasst uns das Thema vllt. auch hier durchsprechen.

Was gehört dazu, dass eine Jugendarbeit evangelistisch/missionarisch wird?
Welche Schwierigkeiten kann es geben und habt ihr vllt. schon mal erlebt?
Wie sollte die Gemeinde im Bezug auf diesen Punkt stehen?