Archives for category: Evangelisation/Mission

Wir sind nicht evangelistisch …

1. …weil wir keine Ahnung haben, wie man im 21. Jahrhundert den Deutschen ein Deutscher ist, obwohl wir uns die ganze Zeit darüber streiten, wie man richtig evangelisiert

2. …weil wir für Evangelisation keine Power mehr haben, denn wir verballern unsere Power lieber im Fitnessstudio, am Bildschirm oder vorm Fernseher

3. …weil Evangelisation für uns erst nach Feierabend beginnt, denn wir sind ja schließlich keine Vollzeitler

4. …weil wir nicht nach dem Motto „Dein Reich komme!“, sondern nach dem Motto „Mein Reich komme!“ leben

5. …weil gute evangelistische Maßnahmen ganz schön teuer sind und wir unser Geld lieber für „schönere“ Sachen ausgeben

6. …weil wir viele Veranstaltungen haben, bei denen wir unsere christliche Subkultur pflegen und fast keine, wo man „normale“ Leute mit hinnehmen kann

7. …weil wir nicht gerafft haben, dass wir ein Bankkonto und eine Villa im Himmel haben und uns deshalb hier einrichten, als würden wir hier ewig leben

8. …weil Evangelisation für uns ein Hobby ist und wir haben viele Hobbys

9. …weil wir leben, was wir glauben aber gerne glauben, was wir nicht leben

10. …weil wir nicht tun, was wir hören, aber gerne hören, was wir nicht tun

11. …weil es bequemer ist es nicht zu tun, als es zu tun

12. …weil wir uns dann vielleicht um Leute kümmern müssten, die uns nicht sympathisch sind und darauf haben wir einfach keinen Bock

13. …weil es uns nicht fertig macht, dass unsere Freunde in die Hölle kommen, aber uns macht die Angst fertig unseren Freunden was „Absurdes“ aufzuquatschen

[via EC-Jugend]

Nachdem ich aus dem Urlaub aus Österreich wieder in Dresden zurück bin, habe ich zwei neue Bücher bei mir auf dem Schreibtisch liegen. Beides Bücher die für viel Wind gesorgt bzw. noch sorgen werden.


Das Buch hat einen provokanten Titel “Die Welt umarmen” und wer Johannes Reimer kennt, weiß auch, dass er gerne provoziert.
Es geht in dem Buch um gesellschaftsrelevanten Gemeindebau. Vieles habe ich schon bei Vorträgen von Johannes Reimer mitbekommen, freue mich aber trotzdem, dass es das Ganze kompakt in einem Buch gibt. Bin gespannt!
Beim ersten Durchblättern fällt mir positiv auf, dass es immer wieder Zusammenfassungen gibt bzw. konkret Konsequenzen für den gesellschaftsrelevanten Gemeindebau aufgelistet werden.



Das zweite Buch ist bewusst als “Streitschrift” geschrieben.
Bernhard Bueb hat 30 Jahre lang die deutsche Eliteschule Schloss Salem geleitet.
In seinem Buch: „Lob der Disziplin“ gibt er sehr hilfreiche Hinweise für eine Erziehung zu mehr Selbstdisziplin und Verantwortung von Jugendlichen und Kindern. Dabei geht es ihm nicht nur um Eltern sondern auch um Pädagogen und Mit-erzieher. Diese sollten konsequent sein.

Hier einige Zitate:

Wir sollten uns wieder darauf besinnen, dass Jugendliche nicht nur verbale Orientierung brauchen, sondern ihnen… Grenzen gesetzt werden müssen… Damit eine Strafe (damit meint er nicht körperliche Züchtigung bzw. Schlagen) gerecht und wirksam ist, muss im Vorfeld klar mitgeteilt werden, welche Konsequenzen eintreten, wenn man eine Regel übertritt… Es müssen allerdings nicht alle Fälle aufgeführt werden, die zu einer Strafe führen…“ (Seite 109ff)

„klar umrissene, berechenbare, aus Fürsorge verhängte Strafen rufen… Furcht, aber nicht Angst hervor…“ Strafen von liebevoll zugewandten Personen auszuhalten „gehört zum Aufwachsen und zur Vorbereitung auf das Leben“ (Seite 114f).

„Erwachsenwerden bedeutet zu begreifen, dass Gerechtigkeit nicht so einfach herzustellen ist wie im Märchen und warum das so ist. Diesen Zusammenhang herzustellen nennen wir BILDUNG. Wer gerecht erziehen will, muss bereit sein zu strafen. Wer diesen Satz beherzigt, wird Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg in die Freiheit Wegweiser und Stütze sein“ (Seite 124).

Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Lk 18,27

Das Jahr 2009 ist zwar voll im Gange, die Jahreslosung können vielleicht viele gar nicht mehr hören. Ich finde sie auf jedenfall klasse und total motivierend!
Letztens habe ich mir erstmal mit ein paar Leuten angeguckt in welchem Zusammenhang die Jahreslosung steht. Und das hat mich dann noch mehr motiviert.
Die Jahreslosung ist nämlich eine Antwort von Jesus auf eine Frage der Leute um ihn herum. Die Frage lautet:

Wer kann dann noch gerettet werden?

Vorher kommt das bekannte Zitat von Jesus: “Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt”

Also die Menschen um ihn herum fragen Jesus, wer kann zu Gott kommen, wer kann gerettet werden? Der reiche Jüngling der vorher mit Jesus war nach außen gesehen für viele Menschen vielleicht ein anerkannter Mann. Er hatte Geld, was oft als Segen Gottes gesehen wurde, hielt angeblich die Gebote. An für sich – ein frommer Mann.

Und dieser Mann soll es schwer haben ins Reich Gottes zu kommen, fragen die Menschen. Wenn der es nicht schafft, wer dann?
Da kommt dann die Antwort Jesus, die Jahreslosung: Bei Gott ist es möglich! Auch wenn wir uns das nicht vorstellen können.
Also jeder kann zu Gott kommen, jeder hat die Möglichkeit gerettet zu werden. Vom äußerlich oberfrommen Menschen zu dem normalen Familienvater oder der Hausfrau, bis zu den Leuten am Rand der Gesellschaft. Menschen die keiner haben will, Leute von der Straße, Alkoholiker, Drogenabhängige.

Jeder kann zu Gott kommen, jeder kann gerettet werden! Weil bei Gott nichts unmöglich ist!


Nicht nur barmherzig ein paar Münzen spenden, sondern grundlegend was gegen unfaire Lebensbedingungen tun. Ein Plädoyer, diesoziale Dimension von Gottes Evangelium wieder anzupacken.

Ein ganz normaler Sabbattag. Jesus geht wie gewohnt in die Synagoge von Nazareth. Ihm eilt bereits sein Ruf voraus und man fragt sich: „Wer genau ist dieser Mann?“ Was er bisher in den umliegenden Synagogen gelehrt hat, kann man nur vermuten. Dieser Tag wird kein normaler bleiben. Denn er macht klare Ansagen. Und handelt sich richtig Ärger ein. Er steht auf, lässt sich das Buch Jesaja geben und liest: „Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt mit dem Auftrag, den Armen gute Botschaft zu bringen, den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen werden, den Unterdrückten die Freiheit zu bringen, und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen.“

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