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Die Jugendarbeit von Wiedenest schicken regelmäßig (ich meine einmal im Monat) per Mail ihre Mehrwertnews vollgepackt viele Links, gute Rezensionen von guten Büchern, Hinweise auf Predigten und vieles mehr online. Wer ihn noch nicht hat, sollte ihn unbedingt abonnieren.

Mit freundlicher Genehmigung darf ich den aktuellen hier reinstellen:

Hi,
mit diesem Mail gibt es ein paar frische und leckere Mehrwertinformationen für dich persönlich oder deine Teenager- und Jugendarbeit.
Wir freuen uns auf den Frühling. Da wird alles wieder frisch und grün. Wir freuen uns auch über unsere neue Praktikantin Sarah. Sie kommt aus Oldenburg und macht im Rahmen ihres Studiums für Sozialwissenschaften ein sechswöchiges Praktikum in unserem Referat. Und sie hat für die News schon eine Buchrezension beigesteuert.
Wir haben eine kleine Facebook-Aktion gestartet: Unter allen neuen Likern bis zum Frühlingsanfang (21. März) verlosen wir eine Notenausgabe mit CD vom aktuellen Wiedenester Jugendliederbuch. Hier geht es direkt zu unserer Facebook-Seite.
Viel Spaß beim Lesen, Surfen oder Entdecken wünschen dir die aus dem Jumibüro in Wiedenest:

Conny, Sarah, Veit, Dazi, Henry, Markus und Benjamin

Mehrwert 1: Persönlich weiterkommen durch Mentoring: footprints
Footprints ist unser neues gutes Angebot für dich, wenn du persönlich weiterkommen willst. Es richtet sich an Jugendmitarbeiter/innen, die ihre Kompetenz ausbauen wollen und ihren Charakter fördern möchten: Kompetenz und Charakter sind die beiden Füße, mit denen wir durchs Leben gehen. Wenn du mitmachst, bekommst du für ein Jahr eine/n persönliche/n Mentor/in. Es gibt ein gemeinsames Wochenende mit anderen Mentees. Alle Infos und den Flyer zu diesem Konzept, woran wir mehrere Jahre gearbeitet haben, gibt es hier: http://www.diejumis.de/artikel/footprints-persoenliches-mentoring-fuer-jugendmitarbeiterinnen

Mehrwert 2: Predigten für deinen MP3-Player
Auf der diesjährigen Jugendbibelkonferenz in Kirchberg/Sachsen ging es um Hiob‘s Botschaft von Gott. 350 Jugendliche waren am Start. Die fünf Predigten von Andreas Schmidt und Henry Dittrich und den Abend für das Leben gibt es hier zum Download.
Denn über alles behüte dein Herz… Auf unserer diesjährigen Silvesterfreizeit ging es um den Heartcheck. Dazu haben wir vier Predigten hier online gestellt. Unter anderem geht es um Gier & Neid, Schuld & Wut und darum, wie man ein Herz für Jesus bekommt.

Mehrwert 3: Inspiration für dein geistliches Leben und fürs Arbeiten: 3 Buchrezensionen
Wir haben drei Bücher rezensiert, die dich persönlich, theologisch und praktisch weiterbringen können:
Persönlich: Rezension von Sarah: Auszeit, ein Buch von Doug Fields über Oasen und Zeit mit Gott im stressigen Alltag
Theologisch: Rezension von Henry: Warum Gerechtigkeit?, eine Reflektion über das Thema warum Wort und Tat (Evangelium und Gerechtigkeit) zusammen gehören von Timothy Keller.
Praxis Jugendarbeit: Rezension von Veit: Hoffnungsträger, ein Buch über sozial-diakonische Jugendarbeit von Thorsten Riewesell (Hrsg)
Bestellen kannst du bei Amazon (macht jeder) oder direkt in unserem Buchladen (machen die Coolen und geht genauso schnell): http://www.wiedenest.de/buchladen.html

Mehrwert 4: Musiktipp und Musiknews
Dazi hat in eine gute CD von Steven Curtis Chapman reingehört und rezensiert sie hier.
Übrigens: Laufend gute Musiktipps zur christlichen Musikszene gibt es bei Sound7 und bei crosschannel.de, dem christlichen Internetradio.

Mehrwert 5: Link-Tipps für JugendmitarbeiterInnen
www.jugendleiternetz.de: Die Seite vom EC-Bayern für JugendleiterInnen: Material, Andachten, Spiele,… für die Teenager- und Jugendarbeit
www.jugendleiter-blog.de: Auf diesem säkularen Blog gibt es viele praktische Tipps für Kinder- und Jugendarbeit, besonders wenn man Freizeitarbeit oder Zeltlagerarbeit macht.

Mehrwert 6: Dynamische Teenager- und Jugendarbeit / JugendleiterInnencard
Hier gibt es den Trailer zu unseren Schulungskursen. Und hier gibt es ein Bild vom Lehrer-Team und dem Flyer. Wenn du Teenager- oder Jugendarbeit machst, dann ist Fortbildung für dich wichtig. Einmal theologisch und einmal fachlich. Unsere Kurse erfüllen die Anforderungen zur Beantragung der Jugendleitercard. Sie finden alle in der Woche nach Ostern statt. Um die 100 begeisterte Mitarbeiter aus ganz Deutschland kommen nach Wiedenest oder Burgstädt/Sachsen und lassen sich schulen. Hier gibt es mehr Infos und die Anmeldung.

Mehrwert 7: beziehungsWEISE Pfijuko 2012 / Flyer und Anmeldung online
beziehungsWEISE: Wir leben in ganz vielen Beziehungen. Aber wie gestalten wir diese Beziehungen? Und wie gestalten wir sie weise? Zu Gott, zu Freunden, zu den Eltern, zum anderen Geschlecht. Um dieses spannende Thema geht es auf der Pfingstjugendkonferenz 2012 in Siegen. Hauptredner sind Stefan Hänsch (icf Berlin) und die Jumis Markus Kalb, Daniel Zimmermann und Veit Claesberg. Als Künstler wirken mit: Demozion und Good Weather Forecast. Flyer gibt es hier online und die Online-Anmeldung ist auch freigeschaltet. Und hier gibt es Infos zur Pfijuko auf Facebook.

Einfältig ist, wer in der Verkehrung, Verwirrung und Verdrehung aller Begriffe allein die schlichte Wahrheit Gottes im Auge behält, wer nicht ein Dipsychos, ein Mann zweier Seelen ist, sondern der Mann des ungeteilten Herzens. Weil er Gott kennt und hat, darum hängt er an den Geboten, an dem Gericht und an der Barmherzigkeit, die täglich neu aus Gottes Mund gehen. Nicht gefesselt durch Prinzipien, sondern gebunden durch die Liebe zu Gott ist er frei geworden von den Problemen und Konflikten der ethischen Entscheidung. Sie bedrängen ihn nicht mehr. Er gehört ganz allein Gott und Gottes Willen. Weil der Einfältige nicht neben Gott auch auf die Welt schielt, darum ist er imstande frei und unbefangen auf die Wirklichkeit der Welt zu schauen. So wird die Einfalt zur Klugheit.
Klug ist, wer die Wirklichkeit sieht, wie sie ist, wer auf den Grund der Dinge sieht. Klug ist darum allein, wer die Wirklichkeit in Gott sieht. Erkenntnis der Wirklichkeit ist nicht dasselbe wie Kenntnis der äußeren Vorgänge, sondern das Erschauen des Wesens der Dinge.
[...]

In dem tatsächlichen das Bezeichnende zu erkennen ist Klugheit. Der Kluge kennt die begrenzte Empfänglichkeit der Wirklichkeit für Prinzipien; denn er weiß, dass die Wirklichkeit nicht auf Prinzipien aufgebaut ist, sondern in dem lebendigen schaffenden Gott ruht. So weiß er auch, dass der Wirklichkeit nicht mit den reinsten Prinzipien, aber auch nicht mit dem besten Wollen zu helfen ist, sondern nur mit dem lebendigen Gott. Prinzipien sind Werkzeuge in der Hand Gottes, die bald als untauglich weggeworfen werden. Der befreite Blick auf Gott und auf die Wirklichkeit, wie sie in Gott allein Bestand hat, vereinigt Einfalt und Klugheit. Es gibt keine rechte Einfalt ohne Klugheit und keine Klugheit oder Einfalt.

[...]

Mit ungeteiltem Blick auf Gott und auf die Wirklichkeit der Welt zu schauen vermag kein Mensch, solange Gott und die Welt zerrissen sind. Es bleibt bei aller Bemühung doch ein Schielen von einem zum anderen. Weil es aber einen Ort gibt, an dem Gott und die Weltwirklichkeit miteinander versöhnt sind, darum und darum allein ist es möglich, Gott und die Welt mit demselben Blick ins Auge zu fassen. Dieser Ort liegt nicht irgendwo jenseits der Wirklichkeit im Reiche der Ideen, sondern er liegt mitten in der Geschichte als göttliches Wunder, er liegt in Jesus Christus, dem Weltversöhner. [...]
Wer Jesus Christus ansieht, sieht in der Tat Gott und die Welt in einem, er kann fortan Gott nicht mehr sehen ohne die Welt und die Welt nicht mehr ohne Gott.

Ich lese gerade das Buch Ethik von Dietrich Bonhoeffer und zu Beginn schreibt er über das “Denken in zwei Räumen”.
Diese zwei Räume bestehen in dem Denken, dass in der Welt zwei Räume, zwei Bereiche dauernd aneinander stoßen. Zum einen ein göttlicher, heiliger, übernatürlicher, christlicher Raum und zum anderen ein weltlicher, profaner, natürlicher und unchristlicher Raum.

So schreibt er davon, dass der Mensch immer dazu neigt, sich in einen der beiden Räume zu stellen.

Er will Christus ohne die Welt oder die Welt ohne Christus. In beiden Fällen betrügt er sich selbst. Oder aber der Mensch will in beiden Räumen zugleich stehen und wird damit der Mensch des ewigen Konflikts, wie ihn die nachreformatorische Zeit hervorgebracht hat und wie er sich selbst immer wieder als die einzige Wirklichkeit gemäße Gestalt christlicher Existenz ausgegeben hat.

Seine These, die er dann weiter aufschlüsselt ist:

Es gibt nicht zwei Wirklichkeiten, sondern nur eine Wirklichkeit, und das ist die in Christus offenbargewordene Gotteswirklichkeit in der Weltwirklichkeit.

Nicht zwei miteinander konkurrierende Räume stehen neben einander und machen sich gegenseitig die Grenzen streitig, so dass die Grenzfragen immer wieder die entscheidenden der Geschichte wären, sondern die ganze Weltwirklichkeit ist bereits in Christus hineingezogen, in ihm zusammengefaßt und nur von dieser Mitte her und auf diese Mitte hin geht die Bewegung der Geschichte.

In den nächsten Sätzen beschreibt er diese Gedanken ausführlicher, auch unter dem Gesichtspunkt der Theologie im Laufe der Kirchengeschichte.

Zum Schluss wird es praktischer. Er bezieht das ganze zum einen auf den Christen persönlich, dann aber auch auf die Rolle der Kirche unter diesem Gesichtspunkt:

Wer sich zu der Wirklichkeit Jesus Christi als der Offenbarung Gottes bekennt, der bekennt sich im selben Atemzug zu der Wirklichkeit Gottes und zu der Wirklichkeit der Welt; denn er findet in Christus Gott und die Welt versöhnt. Eben darum aber ist der Christ auch nicht mehr der Mensch des ewigen Konflikts, sondern wie die Wirklichkeit in Christus eine ist, so ist er, der zu dieser Christuswirklichkeit gehört, auch selbst ein Ganzer. Seine Weltlichkeit trennt ihn nicht von Christus, und seine Christlichkeit trennt ihn nicht von der Welt. Ganz Christus angehörend steht er zu gleich ganz in der Welt.

Und über die Kirche:

…So ist auch die Kirche Jesu Christi der Ort – das heißt der Raum – in der Welt, an dem die Herrschaft Jesu Christi über die ganze Welt bezeugt und verkündigt wird. Dieser Raum der Kirche ist also nichts für sich selbst Bestehendes, sondern etwas immer schon weit über sich Hinausgreifendes, eben weil es nicht der Raum eines Kulturvereins ist, der um seinen eigenen Bestand in der Welt zu kämpfen hätte, sondern weil es der Ort ist, an dem von Begründung aller Wirklichkeit in Jesus Christus Zeugnis gegeben wird. Die Kirche ist der Wort wo bezeugt und ernstgenommen wird, daß Gott die Welt in Christus mit sich selbst versöhnt hat, daß Gott die Welt so geliebt hat, daß er seinen Sohn für sie gab.
…Die Kirche kann ihren eigenen Raum auch nur dadurch verteidigen, daß sie nicht um ihn, sondern um das Heil der Welt kämpft. Andernfalls wird die Kirche zur “Religionsgemeinschaft”, die in eigener Sache kämpft, und damit aufgehört hat, Kirche Gottes in der Welt zu sein.

Ich habe einen sehr interessanten Gedanken in Bonhoeffers Buch “Nachfolge” gelesen (s. 297ff.). Ich glaube hier ist auch eine gute Möglichkeit Muslimen zu erzählen, warum Gott Menschen werden musste.

Gott schuf einst Adam zu seinem Ebenbild. Gott suchte in Adam als der Vollendung seiner Schöpfung das Wohlgefallen an seinem eigensten Bild, “und siehe es war sehr gut” (1.Mose 1,31). In Adam erkannte Gott sich selbst. So ist es das unauslöschliche Geheimnis des Menschen von Anfang an her, dass er Geschöpf ist und doch dem Schöpfer gleich sein soll. Der geschaffene Mensch soll das Bild des ungeschaffenen Gottes tragen. Adam ist wie Gott. Nun soll er sein Geheimnis, Geschöpf und doch gottgleich zu sein, dankbar und gehorsam tragen. Es war die Lüge der Schlange, dass sie Adam vorhielt, er müsse erst noch werden wie Gott, und zwar aus eigener Tat und Entscheidung.
Da verwarf Adam die Gnade und erwählte die eigene Tat. Adam wollte das Geheimnis seines Wesens, Geschöpf und gottgleich zu sein, selbst lösen. Er wollte von sich aus werden, was er von Gott her schon war. Das war der Sündenfall. Adam wurde “wie Gott” – sicut deus- in seiner Weise. Er hatte sich selbst zum Gott gemacht und hatte jetzt keinen Gott mehr. Er herrschte allein als Schöpfergott in einer entgotteten, unterworfenen Welt.
Aber das Rätsel seines Daseins bleibt ungelöst. Der Mensch hat sein eigenes, gottgleiches Wesen, das er von Gott hatte, verloren. Er lebt nun ohne seine wesentliche Bestimmung, Gottes Ebenbild zu sein. Der Mensch lebt, ohne Mensch zu sein. Er muss leben, ohne leben zu können. Das ist der Widerspruch unseres Daseins und die Quelle aller unserer Not.
Seitdem suchen die stolzen Kinder Adams das verlorene Bild Gottes aus eigner Kraft in sich wiederherzustellen. Aber gerade je ernster, je hingebender ihr Streben, das Verlorene wiederzugewinnen, und je überzeugender und stolzer der scheinbare Erfolg, desto tiefer der Widerspruch zu Gott.
Ihre Mißgestalt, die sie an dem Bild ihres selbsterdachten Gottes prägen, trägt ohne ihr Wissen mehr und mehr das Bild Satans. Das Ebenbild Gottes als die Gnade des Schöpfers bleibt auf dieser Erde verloren.
Aber Gott wendet sein Auge nicht von seinem verlorenen Geschöpf. Er will in ihm sein Bild zum zweiten Mal schaffen. Gott will wieder Wohlgefallen haben an seinem Geschöpf. Er sucht an ihm sein eignes Bild, um es zu lieben. Aber er findet es nicht, als indem er selbst aus lauter Barmherzigkeit das Bild und die Gestalt der verlorenen Menschen annimmt. Gott muss dem Menschenbild gleich werden, weil der Mensch dem Bilde Gottes nicht mehr gleich werden kann.
Gottes Bild soll im Menschen wieder hergestellt werden.
Dabei geht es um ein Ganzes. Nicht das der Mensch wieder rechte Gedanken über Gott habe, nicht dass er seine einzelnen Taten wieder unter Gottes Wort stelle, sondern dass er als Ganzheit, als lebendiges Geschöpf Gottes Bild sei, ist das Ziel und die Bestimmung. Leib, Seele und Geist, die ganze Gestalt des Menschen soll das Bild Gottes auf Erden tragen.

Ich glaube das Satan uns auch gerade oft an diesem Punkt angreift. Er will uns, wenn wir uns für Jesus entschieden haben, einflößen, dass wir keine Kinder Gottes sind. Das wir immer noch genug Sünde an uns haben usw. Er greift unsere Identität, wie wir vor Gott stehen, an , weil er weiß, dass das das Fundament ist.