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Habe eben gerade noch kurz diesen Vers gelesen und irgendwie hat der mich umgehauen:

Sprüche 16,7
Wenn die Wege eines Menschen dem Herrn gefallen, lässt er sogar seine Feinde in Frieden mit ihm leben

Jesus sagt ja in seiner Bergpredigt, dass ich als Christ meine “Feinde lieben und ihn Gutes tun” soll? Menschlich gesehen war das für mich nie möglich. Ich wusste,wenn überhaupt dann kann das nur Jesus, nur die Liebe von Jesus in mir tun.
Durch den Vers aus Sprüche wird mir das auch noch etwas deutlicher. Wenn ich Gott total nachfolge, alles für die Beziehung, für die Gemeinschaft mit ihm aufgebe, dann wird er mich segnen. Ein Segen kann sein, dass ich auf übernatürliche Art und Weise Frieden, vielleicht sogar Freundschaft, mit meinen “Feinden” schließen kann. Feinde müssen nicht unbedingt Menschen sein, die mich gerne einen Kopf kürzer sehen würden, sondern es können einfach Menschen sein mit denen ich nicht klar komme, die mit mir nicht klar kommen. Da herrscht vielleicht Neid (z.B. bei Arbeitskollegen) längerer Streit, Verbitterung, ja sogar bis zu tiefsten Hass.

Doch Jesus kann das alles in Liebe und Frieden umwandeln, und wie?
Wenn ich mich bedingungslos Jesus abgebe, wird er mein Leben beeinflussen und mit Liebe tanken. Das gute bei Liebe ist, im Gegensatz zu Benzin bei einem Auto, dass es nie leer wird. Was ich an Liebe abgebe kann ich automatisch bei Jesus auftanken!

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Lukas 15,8-10
V.8 Oder nehmt einmal an, eine Frau hätte zehn Drachmen und würde eine verlieren. Würde sie nicht eine Lampe anzünden und das ganze Haus auf den Kopf stellen, bis sie sie gefunden hätte?
V.9 Und wenn sie sie gefunden hätte, würde sie nicht ihre Freundinnen und Nachbarinnen rufen, damit sie sich mit ihr freuen, dass sie ihre verlorene Münze wiedergefunden hat?
V.10 Genauso herrscht Freude bei den Engeln Gottes, wenn auch nur ein einziger Sünder bereut und auf seinem Weg umkehrt.”

Das 15. Kapitel des Lukasevangeliums fängt damit an, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten darüber murren, dass Jesus mit Sündern und Zöllnern zusammen ist und sogar mit ihnen zusammen isst.
Darauf hin erzählt Jesus drei Gleichnisse; das Gleichnis vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und vom verlorenen Sohn.

Jesus will ihnen durch diese Gleichnisse verdeutlichen wofür Gottes Herz schlägt, nämlich für die verlorenen Schafe, Groschen oder Söhne, kurz gesagt für die verlorenen Menschen.

Gott will uns dabei benutzen. Im Gleichnis zündet die Frau ein Licht an und sucht anhand dieses Lichtes die ganze Wohnung ab. Jesus sagt in Matth. 5,14: “Ihr seid das Licht der Welt…” Was heißt das nun? Gott will uns benutzen um die Menschen in unserer Umgebung zu finden und sie zu Gott zu benutzen. Und wen du denkst, dass du nichts kannst und wie soll dich Gott überhaupt benutzen dann lies das hier!

Was aber auch noch dazu gehört, bevor wir uns so richtig von Gott benutzen lassen können, ist das wir die Sicht Gottes für diese Menschen kriegen. Denn erst dann werden wir uns richtig mit den Engeln im Himmel zusammen freuen können, wenn sich ein Mensch zu Gott umkehrt.

Die Sicht von Jesus, welches auch die Sicht Gottes ist, wird aus zwei Versen deutlich:

Matth. 9,36

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Lukas 4, 18-19

Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.

Dies ist die Sicht Gottes, es schmerzt ihn wenn er seine Schöpfung verloren sieht.

Doch wie kann ich die Sicht Gottes bekommen? Ich denke in erster Linie, wenn je mehr Zeit ich mit Gott verbringen umso mehr wird er mein Herz durch seinen Geist erfüllen. Wenn dies geschieht, dann werde ich zunehmend die Sicht Gottes für die Menschen in meiner Nachbarschaft, in meinem Dorf, in meiner Stadt, in meinem Land und in der ganzen Welt bekommen.

Eine zweite Sache die ich noch kurz erwähnen möchte ist die Reaktion auf die Bekehrung eines Menschen. Die Engel im Himmel feiern ein riesiges Fest, wenn sich jemand zu Gott bekehrt, wieso sollten wir das nicht auch machen? Eine dicke Party feiern und sich für diese Person freuen, von ganzem Herzen!

Eine Sache, die mich schon seit einiger Zeit während dem Lesen der Evangelien beschäftigt, ist der oftmals direkte Umgang Jesu mit den Menschen. Wenn ich das so lese, dann denke ich nur heftig, dass Jesus denen das so direkt an den Kopf wirft.

Hier einige Bibelstellen:

Lukas 13,15:
Doch der Herr sagte: “Ihr Heuchler!

Lukas 11,39
Daraufhin sagte Jesus zu ihm: “Ihr Pharisäer achtet peinlich genau darauf, Becher und Teller äußerlich zu säubern, doch innerlich seid ihr alles andere als rein, sondern voller Habgier und Bosheit!

Lukas 11,45
“Meister”, sagte ein Mann, der sich besonders gut im Gesetz Moses auskannte, “damit beleidigst du auch uns.”

Markus 9,19
Jesus sagte zu ihnen: “Ihr Ungläubigen! Wie lange muss ich noch bei euch sein, bis ihr endlich glaubt? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt den Jungen zu mir.”

Matthäus 14,31
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Was mich halt bei dem Lesen dieser Stellen total verwundert war, war die Art wie Jesus in diesen Fällen kommuniziert hat. Er war ziemlich direkt und hat “das Kind beim Namen” genannt. Einige Leute brauchen das vllt., dass man sie direkt mit “Problemen” konfrontiert, aber einige werden dadurch auch beleidigt, wie z.B. der Gesetzeslehrer aus LK 11,45.
Der Konflikt Jesu mit den Pharisäern und der ganzen “oberen frommen Elite” war eine Sache für sich, aber ich habe mich gefragt wieso Jesus das gemacht.
Oder war es teilweise einfach nur Züge der menschlichen Seite Jesu wie z.B. in Mk 9,19, wo Jesus einfach total fertig mit den Leuten war?

Eine zweite Sache war die, dass ich mich gefragt habe was ich denn von diesem Umgang Jesu mit den Menschen lernen kann. Das ist für mich die schwierigste Frage, da ich glaube, dass es heute einer der schlechtesten Methoden ist Menschen direkt mit ihren Fehlern zu konfrontieren. Sei es in der Gemeinde (wo es auch “Kleingläubige” gibt, wahrscheinlich so gut wie jeder einen kleinen Glauben hat) oder auch im Bezug auf Nichtchristen.

Was meint ihr dazu? Ich bin mir da echt nicht schlüssig, könnt ihr mir da vllt. helfen? ;-)

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V. 4 Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können.
V. 5 Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.
V.6 Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen.
V.7 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Wenn wir die Bibel lesen, werden wir immer wieder auf das Wort “Furcht” stoßen. Furcht als natürliche Reaktion von Menschen auf eine Bedrohung, aber wohl eher die “Furcht Gottes”. Oft wird damit Angst assoziiert und Atheisten kritisieren, “dass Religionen ein Angstbild aufbauen, das einem selbstbestimmten Leben entgegenstehe und zu einer ängstlichen Lebensweise führe.” (via wikipedia)

Dies steht auf den ersten Blick dem Bild eines liebenden Gottes, der sich um die Menschen sorgt und Gemeinschaft mit ihnen will.

Wie ist das denn jetzt zu verstehen, wie soll ich Gott gegenüber auftreten? Soll ich vor Angst zitternd, kein Wort sagend diesem Gott nachfolgen, oder kann ich vor ihm kommen wie ich bin, ihm alles mitteilen?

Luther beschreibt Gottesfurcht folgendermaßen: Gott über alle Dinge fürchten, lieben und ihm vertrauen

Hier möchte ich jetzt einige Bibelstellen zitieren, die über das Thema “Frucht gegenüber Gott” sprechen:

2 Chronik 19, 7
Lasst euch also von der Furcht des Herrn leiten und handelt gewissenhaft; denn beim Herrn, unserem Gott, gibt es keine Ungerechtigkeit, kein Ansehen der Person, keine Bestechlichkeit.

Ps 111, 10
Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Das ist eine feine Klugheit, wer darnach tut, des Lob bleibt ewiglich.

Sprüche 14, 27
Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.

Prediger 12,13
Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.

Jes 12, 2
Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.

Jes. 41,10
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; / hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, / ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten.

Ich erkläre mir das alles so:
Und zwar ist Gott jemand, der mit dem Menschen, mit mir mit dir, eine Beziehung haben will. Er will Gemeinschaft haben, das ist auch der Grund warum der den Menschen ursprünglich eigentlich geschaffen hatte.

Als Christ habe ich also eine Verbindung zu diesem Gott. Doch diesem Gott, einfach aus dem Grund, weil er Gott ist, habe ich Respekt zu erbringen. Nicht aus irgendeinem Pflichtgefühl, sondern weil ich weiß, welche Macht dieser Gott hat.

Der Theologe Wolfhart Pannenberg beschreibt die Gottesfurcht folgendermassen (Systematische Theologie Bd. 3, S. 216): “Gott fürchten – das heisst, Gott als Schöpfer anzuerkennen in seiner Erhabenheit und Macht, als den Schöpfer, von dem unser Leben in jedem Augenblick abhängt, und als den Richter, vor dem nichts verborgen bleibt.

Dieser Gott, ist mein Gott, mein Vater (Römer 8,15), den ich liebe, der mich liebt, der mir zuhören und an meinem Leben Anteil haben will und dessen Ratschläge ich annehme und mich von ihm korrigieren lasse.