Archives for the month of: November, 2009

Bericht des Gemeindeausschusses zur Suche nach dem idealen Pastor:

Leider gibt es zur Zeit keinen Erfolg zu verbuchen. Trotz intensiver Bemühungen ist es uns noch nicht gelungen, einen geeigneten Kandidaten für unsere Gemeinde zu finden. Nach eingehender Beratung über die uns vorgeschlagenen Kandidaten sind wir zu dem folgenden Ergebnis gekommen:

ADAM. Eigentlich ein guter Mann, hat aber Probleme mit der Frau. Es ist uns auch von einer
Person zugetragen worden, dass sie gerne nackt im Wald spazieren gehen.

NOAH. In seinem letzten Pastorat 120 Jahre lang tätig, ohne einzigen Neubekehrten. Hat
Veranlagung zu völlig unrealistischen Bauprojekten.

ABRAHAM. Obwohl die Referenzen über ihn aussagten, dass er sexuelle Freizügigkeit praktiziert, scheint dies doch den Tatsachen nicht zu entsprechen. Er selbst hat nie mit der Frau eines anderen Mannes geschlafen hat, aber er hat seine Frau einem anderen Mann zum Beischlaf angeboten.

JOSEPH. Macht große Pläne, neigt zu Übertreibung. Trotz offensichtlicher organisatorischer Gabe ungeeignet, langes Vorstrafenregister.

MOSES. Sehr demütiger Mann, leider unbegabt in der Kommunikation, stottert. Jähzornsanfälle. Es geht das Gerücht um, dass er in einer früheren Gemeinde einen Mann erschlagen hat.

DAVID. Schien uns der bislang der beste Kandidat, bis es ans Licht kam, dass er ein Verhältnis mit der Frau seines Nachbarn hatte.

SALOMON. Fantastischer Prediger, nur: wie sollen wir seine ganzen Frauen im Pastorenhaus
unterbringen?

ELIAH. Anfällig für Depressionen – bricht unter Druck zusammen.

ELISA.
Wird von ihm berichtet, dass er in seiner letzten Gemeinde bei einer alleinstehenden Witwe im Haus gewohnt hat. Wirft ein schlechtes Licht auf seinen moralischen Lebenswandel.

HOSEA.
Sehr liebevoller und barmherziger Pastor, aber unsere Gemeinde könnte sich nie mit dem Beruf seiner Frau abfinden.

DEBORAH.
Ist eine Frau…

JEREMIAS.
Emotional, instabil, negativ, sieht immer nur Probleme, ohnehin zu jung – das Gerücht
sagt, dass er Unterwäsche am Fluss begraben hat, was soll das??

JESAJA.
Nicht wirklich im Kern der Gemeinde; sagt, er hätte Engel gesehen! Hat Schwierigkeiten
mit der Kommunikation.

JONAH.
Erzählte uns, dass er vor Gottes Berufung weg gelaufen ist, dann zum Gehorsam kam, weil ihn ein großer Fisch verspeiste und später wieder an Land ausspie – wir haben daraufhin das Telefonat beendet.

AMOS. Zu rau und unhöflich. Randaliert immer wieder gegen Reiche. Vielleicht könnte er nach einer Bibelschulausbildung einen passablen Pastor abgeben, aber wahrscheinlich besser für eine Arbeitergegend geeignet.

JOHANNES.
Sagt er wäre Baptist, sieht nach seiner Kleidung aber überhaupt nicht so aus.

PETRUS. Arbeiterklasse. Neigt zu Jähzornsausbrüchen, flucht.

PAULUS. Hochbegabter Leitertyp, faszinierender Prediger. Leider völlig taktlos, hart und
unversöhnlich im Umgang mit jungen Pastoren, predigt manchmal durch die ganze Nacht.

TIMOTHEUS.
Zu jung und hat Gesundheitsprobleme mit dem Magen.

JESUS. Hat zuweilen großen Zulauf gehabt. Gemeinde wuchs auf 5000+ Mitglieder, wurden dann aber von ihm so schlecht geführt, dass die Mitgliedschaft auf 12 sank. Bleibt selten lange an einem Ort. Zusätzlich problematisch: Immer noch Single

JUDAS.
Gute Referenzen. Stetiger Arbeiter, konservativ, mit guten Verbindungen. Kann gut mit Geld umgehen. Wir haben ihn für den kommenden Sonntag zur Predigt eingeladen. Sieht gut aus, vielleicht ist das unser Mann!

[Quelle: Frank Hottenbacher]

[via Jesus Creed]

In den letzten Tagen habe ich mich etwas mit dem Bereich der Beziehungen zu den Eltern der Jugendlichen aus der Jugendarbeit beschäftigt.
Zu den Gedanken hat das Kapitel in dem Buch “Abenteuer Jugendarbeit” beigetragen.

Während des Buches und noch stärker in dem Buch “Jugendarbeit mit Vision” , plädiert Doug dafür, dass ältere Menschen, Eltern mit in die Jugendarbeit eingebunden werden.
Hört sich für meine Verhältnisse sehr amerikanisch an. Jugendmitarbeiter sind doch in der Regel fast immer Jugendliche selber.

Aber warum eigentlich? Geht es in Deutschland auch, dass Eltern in der Jugendarbeit mitmischen?
Ich denke JA!

Die Jugendarbeit umfasst mehr als nur die Zeit einer Veranstaltung oder eines Programms. Jugendarbeit läuft über Beziehungen, über Jugendliche in ihrem Leben prägen. Auch wenn man der beste Jugendleiter sein mag, die meiste Zeit verbringen die Jugendlichen aber trotzdem zu Hause. Mit ihren Geschwistern, in einem Haus oder einer Wohnung, mit ihren Eltern – in einer Familie.

Wie können wir also die Zusammenarbeit mit den Eltern verstärken? Wie können Eltern auch aktiv an der Jugendarbeit in der Gemeinde mitwirken?

Ein Schritt wäre auf die Eltern zu zugehen, Aufmerksamkeit zu zeigen. Doug schreibt dazu in seinem Buch einige Ideen auf

  • Pünktliches Ankommen nach einer Freizeit/Jugendstunde
  • Lächeln, ehrliche Worte
  • Ideen für Themen sammeln
  • Namen der Eltern und ihrer Kinder, gut sogar noch die Berufe
  • Mache den Eltern Komplimente, bestätige und bekräftige sie in ihrem Elternsein
  • Frage Eltern nach ihrer Meinung, hör zu
  • Plane ein jährliches Abendessen mit allen Eltern

Andreas Boppart im dran interview auf die Frage: “Bemühst du dich bewusst, in deinen Predigten Humor unterzubringen oder stellt der sich automatisch ein?”

….Ich glaube todlangweilig darf nur der sein, der die Gabe (oder den Glauben) hat, wie Paulus Tote aufzuerwecken…