Archives for the month of: August, 2009

Zielsetzung der Initiative Hoffnung

„Hoffnung“ ist eine Initiative, die uns als christliche Teenager und Jugendliche dazu
herausfordert Menschen unseres Ortes zu dienen und dadurch Jesu Liebe zu
bezeugen.
Wie Jesus Christus Menschen mit Wort und Tat gedient hat, so beauftragt er auch
uns.
„Hoffnung“ entspringt unserer Sehnsucht, Jesus Christus ganzheitlich nachzufolgen,
indem wir die Bedeutung der Tat betonen und uns in der Umsetzung diakonischer
Projekte gegenseitig unterstützen.
Darum wird es 2011 ein Aktionsjahr geben, in dem Jugendgruppen deutschlandweit
diakonisch aktiv werden, um ganzheitliche Nachfolge einzuüben und zu leben.

Das interessante hierbei ist, dass die Organisation dieser Aktion als Netzwerk geschehen soll und bereits läuft. Es gibt Einzelpersonen, die Gemeinden, Werke und Verbände repräsentieren
Das Netzwerk wird von einem Leitungsteam koordiniert und die 1-2 jährlichen Netzwerktreffen organisiert.
Weitere Infos findet ihr in dem Grundsatzpapier und der Präsentation zur Historie.

Jeder kann also bei dieser Sache mitmachen -absolut cool und spannend. Das erste Netzwerktreffen findet am 26. November in Kassel statt.
Ich werde dabei sein – jeder ist eingeladen – Sei dabei und erzähl davon weiter. Das erleichtert am Ende um Einiges die Organisation

70 Studien über Kinder- und Jugendarbeit wurden gesammelt in einer Broschüre veröffentlicht.
Dabei geht es um einen kurzen Überblick der Studien in diesem Bereich der letzten zehn Jahre. Auf jeweils einer Seite werden die Studien mit ihrer Fragestellung und Ergebnisse präsentiert.

Die Broschüre, die im Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstituts mit der Technischen Universität Dortmund erarbeitet wurde, richtet sich insbesondere an Praktiker/-innen der Kinder- und Jugendarbeit, die ihr Wissen über das Arbeitsfeld erweitern möchten. Von der systematischen Darstellung der Forschungsergebnisse sollen aber auch Interessierte aus Politik oder Wissenschaft profitieren, die sich einen schnellen Überblick über den Forschungsstand zur Kinder- und Jugendarbeit oder ihren Teilbereichen verschaffen wollen.

Die Broschüre gibt es als Download und kann auch als gedruckte Form angefordert werden

[via jugendleiter-blog]

ZEIT Online schreibt über das Vorkommen von Verbitterung bei Menschen.
Verbitterung hat Konjunktur zeigt die Studie – gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise. Am häufigsten trifft es die sozial benachteiligten – gefährdet sind aber alle Gesellschaftssschichten. Jedem kann etwas geschehen, dass zu Verbitterung führt: “ein unwürdiges Dasein im Alter, in dem keiner fragt, was man zuvor im Leben geschafft hat. Eine Kündigung, die eines Morgens im Briefkasten liegt, oder ein Partner, der verschwindet, kaum dass die Kinder aus dem Haus sind.” – oder bei Jugendlichen wie im Falle des Amoklaufes im März.

Woran liegt es aber, dass es bei einigen Menschen so gravierende Auswirkungen hat und andere Ereignisse wegstecken? Vielfach hat es damit zutun, dass die Kontrolle über das Leben verloren wird.
Depressive Menschen suchen die Schuld bei sich selbst, verbitterte Menschen suchen die Schuld überall – nur nicht bei sich selbst. Dadurch entsteht eine Angst, Hass und Aggression gegen die Welt um sich herum.
Gefährlich wird es, wenn diese Gefühle vor Allem die Aggression nach Außen tritt.

In der Arbeit mit Jugendlichen bemerke ich es immer wieder, dass die Schuld oft bei anderen gesucht wird. Muss nicht zwangsläufig heißen, dass da Verbitterung herrscht – oft hat es auch mit dem Gerechtigkeitsempfingen zutun. Ich glaube aber, dass es etwas elementares ist zu lernen, dass man bei allen Prozessen, Konflikten und Problemen zu einem gewissen Teil selbst daran beteiligt ist.

Ein zweiter Punkt, der damit zusammenhängt ist das Selbstbewusstsein. Wenn das Selbstbewusstsein früh angeschlagen ist, können objektiv betrachtete ganz harmlose Ereignisse z.B. Ablehnung der Schulkameraden, ein Lehrer der einen auf den Kieker hat, die Freundin die aus unerklärlichen Gründen Schluss macht, soweit führen, dass von dem Selbstbewusstsein nichts mehr übrig ist und der Jugendliche glaubt sein Leben egal was er tut nicht mehr unter Kontrolle haben.
Möglicherweise ist dann ein Amoklauf die einzige Möglichkeit zu sehen, dass er doch etwas unter Kontrolle hat und eine subjektive Gerechtigkeit wieder herzustellen.

Was kann man tun?

Um einem Jugendlichen zu zeigen, dass er sein Leben unter Kontrolle hat, dass er etwas wert ist auch wenn alle um ihn herum etwas anderes zeigen brauch Zeit, Beziehung und Einfühlungsvermögen. Hilfe bei Entscheidungen zu geben – Vor und Nachteile abzuwägen und mit einer schlechten Entscheidung auch leben zu können, eine gesunde Sicht zu eigenen Fehlern und das Herausfinden von eigenen Stärken und Schwächen gehört dazu

So jetzt bin bereits eine Woche wieder zurück in Bielefeld. Am Montag habe ich nach einem Jahr Pause wieder meinen Fuß in die Agentur für Arbeit Bielefeld gesetzt – viele neue Gesichter, alte Strukturen, alte Klimaprobleme (nicht nur die Klimaanlage), neue Gesetze; insgesamt war der Einstieg doch ganz gut, merke nur, dass bei einigen Dingen, die früher locker von der Zunge gingen, einige Lücken herrschen – aber das wird schon.

Was super ist, dass ich genauso in teilzeit arbeiten kann, wie ich mir das vorgestellt. 22,5 Stunden, Montag gar nicht, Dienstag 8 Stunden und der Rest wird auf die anderen Tage verteilt.

Ab Anfang September beginnt mein Fernstudium beim IGW. Das dritte ist, dass ich ab Januar mit in die Jugendleitung meiner Gemeinde einsteige. Dort werde ich für den Außenbereich verantwortlich sein, also was im missionarischen Bereich, z.B. festpunkt. (ehemals active-zone Bielefeld), Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden etc. zutun hat.

Aber das alles hat noch Zeit, erst muss ich mich noch ein bisschen einleben, es sind noch nicht mal alle Kartons ausgepackt.
Der Lebensrythmus zwischen Arbeit, Studium und Jugendarbeit wird spannend und herausfordernd – ich bin gespannt.