Archives for the month of: Juni, 2009

Der Sommer wird heiß, vielleicht nicht vom Wetter aber auf jedenfall heiß, spannend, anstrengend, herausfordernd, lustig, freakig, anders – sehr anders.

Insgesamt werde ich so rund 5 Wochen im Schlafsack schlafen, bei drei verschiedenen Camps mitmischen, mein FSJ abschließen, 2-3 Hochzeiten feiern, kurz noch in Dresden sein und dann gehts direkt wieder los mit Arbeit, Fernbibelstudium, Jugendarbeit…

Deswegen gibts erstmal hier in den nächsten Wochen keinen Beitrag.

Schönen Sommer euch, haut rein!

Der Beitrag “Eat like Jesus” hat mich mal wieder über etwas nachdenken lassen über das ich schon öfters nachgedacht habe.

Wie können Teens und Jugendliche reifen, geistlich fit werden?
Wenn in Hebräer 5,12 steht “…Milch habt ihr nötig, nicht feste Speise.” – was ist damit gemeint?

Welche geistliche Nahrung brauchen Jugendliche um gestärkt zu werden?
Sind es ausgeklügelte Jüngerschaftsprogramme, gute Bibelarbeiten und Predigten oder themenbezogene Hauskreise?
Was hat Jesus gemacht, was war seine geistliche Speise?

Joh. 4,34
Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen.

Jesu Speise war etwas ganz praktisches und aktives: Den Willen des Vaters tun.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass viele “herkömmliche” Arten geistliche Nahrung weiterzugeben nicht wirklich praktisch und aktiv sind.
Vertieft die Beziehung zu Gott Auswendiglernen von Bibelversen oder ausfüllen von irgendwelchen Bibelarbeiten? Ist das die geistliche Nahrung, die Jugendliche brauchen um mehr von Gott zu erfahren.

Was mich am meisten stutzig macht ist die Reaktion von Jugendlichen, wenn sie von Einsätzen jeglicher Art in den Ferien zurück kommen und berichten was sie alles erlebt haben. Viele sind dadurch sowas von motiviert und haben Gott wie nie zuvor erlebt.

Wieso geschieht sowas nur in den Ferien? Kann das vllt. Alltag werden, kann Gott im Alltag spürbar und erlebbar sein – oder müssen da Einsätze im Ausland oder in einer anderen Stadt her?

Manchmal wird gesagt, dass Jugendliche erst noch ein einem geschützten Rahmen bleiben müssen, damit sie in ihrer Persönlichkeit und ihrem Glauben gefestigt werden, bevor es dann so richtig praktisch losgehen kann.

Ich glaube das irgendwie immer weniger.
Was ich aber glaube, dass durch Beziehung zu einem vllt. älteren aber reiferen Christen wichtig und notwendig ist – anders kann es schnell passieren, dass der Glaube links liegen gelassen wird.
Wenn jemand da ist, mit dem man sich über seine Beziehung zu Gott unterhalten kann, der mit einem betet und vor Allem praktisch beim Dienst an andere Menschen begleitet. Ich glaube dadurch können Jugendliche fit werden, geistliche Nahrung erhalten und von “Milch zur festen Speise kommen”.

Irgendwelche Gedanken?

foto via deviantart

  1. Gib deine Definition für Jüngerschaftsschulung an!
  2. Kann man geistliches Wachstum messen? Wie?
  3. Wann hast du deine geistlichen Gewohnheiten entwickelt? Gibt es in deinem geistlichen Wachstum ein bestimmtes Muster?
  4. Definier dein Bild eines “aktiven” Christen.
    Was sind für dich die Gewohnheiten eines aktiven Christen?
  5. Welche Hilfsmittel können einen dabei unterstützen, Gewohnheiten für geistliches Wachstum zu entwickeln?
  6. Welche spezifischen Schritte kannst du unternehmen, um Jugendliche für geistliche Gewohnheiten zu begeistern?

Worum gehts?

In der Sendung werden mehreren jugendlichen Paaren Babys anderer Eltern für einen mehrtägigen Zeitraum zur Betreuung übergeben. Diese jungen Paare sollen die fremden Kinder “rund um die Uhr” betreuen und versorgen. Der Sender begründet die Produktion dieser Sendereihe wie folgt: Immer mehr Teenie-Paare wünschen sich ihr eigenes Familienglück und wollen ein Kind bekommen. Windeln wechseln, schlaflose Nächte, Kindergeschrei und ganz viel Verantwortung. Wissen die Jugendlichen überhaupt, was da auf sie zukommt? Um das herauszubekommen, nehmen vier Teenager-Paare an einem Experiment teil. Bei “Erwachsen auf Probe” sollen sie ab Mittwoch, 3. Juni bei RTL selbst herausfinden können, ob der Traum von der eigenen Familie für sie jetzt schon in Frage kommt.
Quelle: PRESSEMAPPE RTL

Die Idee ist löblich, die Umsetzung fatal – in vielerlei Hinsicht!

  1. Menschen im Bereich des Kinderschutzes sowie Kinder- und JugendpsychologInnen, -therapeutInnen und -psychiaterInnen sind entsetzt, weil die Bedürfnisse der Babys durch dieses “Menschenexperiment” nicht nur aufs äußerste missachtet werden, sondern es darüber hinaus zu befürchten ist, dass schwere Bindungsstörungen auftreten, im schlimmsten Fall sogar Traumatisierungen entstehen können. Durch die Trennung von den primären Bezugspersonen über mehrere Tage entsteht bei den Babys erheblicher Stress durch Verlassenängste und Fremdheitsgefühle. Dies ist eine Form der Kindesmisshandlung, die nicht auch noch öffentlich dokumentiert werden darf!
  2. Die Eltern, die diesem “Experiment” zustimmen, vernachlässigen in grober Weise ihre Fürsorge- und Aufsichtspflicht, da die Jugendlichen in keiner Weise auf die Bedürfnisse und Erfordernisse von Babys sensibilisiert sind und für den Umgang mit Babys auch keine Qualifikation erworben haben. Hierin ist eine konkrete Kindeswohlgefährdung zu sehen.
  3. Für den Fall, dass die Eltern für dieses Experiment mit ihren Kindern Geld vom Sender erhalten haben, ist daher zu prüfen, ob hier von kommerzieller Ausbeutung gesprochen werden muss. In diesem Falle wäre zu überlegen, gegen den Sender und die Eltern Anzeige zu erstatten. Kinder werden auch für Werbezwecke “vermarktet”, in diesen Fällen sind jedoch Eltern(-teile) anwesend die sofort auf ihre Kinder reagieren können, sodass die Einhaltung kindlicher Bedürfnisse gewährleistet ist. Im Fall der RTL-Sendung ist genau dies nicht der Fall, wenn die Kinder vier Tage in Obhut fremder, unerfahrener Menschen sind.
  4. Der gesellschaftliche Schaden dieser Sendung ist nicht abzusehen! Die mit der Sendung übermittelte Botschaft: “Kinder kann man einfach zu Experimenten weitergeben” hebelt alle Kinderschutzbemühungen der letzten Jahre aus und muss eine deutliche gesellschaftliche Antwort erfahren!

Wer dagegen protestieren möchte, kann das hier tun.

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