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wird oft gefragt, was kann man dagegen tun, wie kann man besseren, netteren, freundlicheren, in unseren Augen “normalen” Umgang vorleben, prägen und beibringen. Gerade heute haben wir in einer 5. Klasse ein Programm zur Gewaltprävention durchgeführt. Praktisch direkt nach dem die Stunde um war, gabs rumgeschubse und fiese Beleidigungen. Komisch. Haben die uns nicht verstanden?
Oft höre ich bei den Jugendlichen die Reaktion: “Lass uns doch, dass ist unserer Umgang – so machen wir das halt!”

Je mehr ich aber die Jugendlichen kenne, in ihr Leben hineinblicken kann, sehe ich die Ursachen und Gründe für ihr Verhalten und kann sie total verstehen. Befürworten nein, aber verstehen. Wenn ihnen zu Hause Dinge passieren, sie mit Streit und Aggressivität aufwachsen. Selbstverständlich gehen sie so miteinander um, rebellieren und sind aggressiv.
Darauf kommt es in erster Linie an: Warum gehen die Jugendlichen so miteinander um, was steckt dahinter. Erst wenn wir das erfahren, sie versuchen zu verstehen, dann können wir so langsam anfangen auch etwas dagegen zutun. Dann können wir versuchen zu zeigen: Es geht auch anders.

_Christliche Schuljugendarbeit

Worum geht es?


Die Schulen in Deutschland verändern sich! Ganztagsschulen, Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre, ganzheitliche Bildungskonzepte – Schüler verbringen immer mehr Stunden pro Tag in der Schule. Das wirkt sich auch auf das Angebot der Gemeinde- und Jugendarbeit aus. Die Schulen suchen verlässliche Kooperationspartner, um ihr Betreuungs- und Bildungsangebot in den Mittagspausen und an den Nachmittagen erfüllen zu können.

Immer mehr Gemeinden nutzen diese offene Tür und bieten ihre Zusammenarbeit an. Kooperationsprojekte wie Hausaufgabenhilfe, Sport- und Kreativ-AGs oder Betreuung einzelner Schüler entstehen. Gemeinden führen Schuleinsätze durch oder gestalten Unterrichtsstunden.

Vor diesem Hintergrund initiierte die Schüler-SMD im April 2002 die Arbeitsgemeinschaft Christliche Schul-Jugendarbeit, eine Austauschplattform verschiedener Projekte schulnaher Jugendarbeit. Eine ähnliche Initiative entstand 2004 in Velbert. Beide veranstalteten jährlich eine Tagung, um solche Projekte zu unterstützen und zu fördern und die Idee schulnaher Jugendarbeit bekannt zu machen. Aus dem Zusammenschluss beider ging das Netzwerk Christliche Schuljugendarbeit (CSJ) hervor.

Die Konferenz

ist eine Plattform für alle, die als Christen Schuljugendarbeit machen. Das Besondere an One Heart: Hier treffen Praktiker auf Praktiker. Menschen, die aktiv in der Schuljugendarbeit stehen und sich gegenseitig inspirieren und ermutigen und die in Gesprächen und Workshops Wissen für den Alltag mitnehmen wollen. Natürlich sind auch alle eingeladen, die neu sind in der Schuljugendarbeit und/ oder wissen wollen, wie man so etwas praktisch und konkret in seiner Stadt aufbauen kann. (weitere Infos)

Das Buch “Jesus” von Klaus Berger, dass ich vor knapp einem Jahr zu meinen aktuellen Büchern zählte, gehört immer noch zu meinen aktuellen Büchern. Es ist echt ein Buch, das in vielen Bereichen zum Nachdenken bringt, ermutigt, hinterfragt – manchmal auch provoziert.

Ein Kapitel in dem Buch befasst sich mit dem Märchen vom liebenden Gott.

Wer den Leuten verkündet, Gott ist die Liebe und nichts als die Liebe, der muss sich nicht wundern, wenn es entweder mit dem Evangelium oder mit der Welt hinten und vorne nicht stimmt. Dann muss man die Wirklichkeit der Welt oder den lieben Gott so lange zurechtreden, bis die Fragen aufhören – oder man hüllt das Absurde gleich in Schweigen und verkauft seine Hilflosigkeit als Kraft des Glaubens.

Ausgangspunkt ist das Leid, die Katastrophen in der Welt und das damit verbundene Verständnis des liebenden Gottes.

Ist in der Bibel wirklich nur von Liebe die rede? Ich denke nein, das Alte Testament ist voll von Geschichten, dass Gott ist heilig.

Heilig, das heißt erschütternd, befremdlich, gefährlich, in die Knie zwingend, groß und unfassbar

Gott ist heilig und ein vor ihm treten ist eigentlich unmöglich. Das wird durch das “heilige erschrecken” z.B. in der Geschichte des Moses vor dem brennenden Dornenbusch deutlich. Dieses Erschrecken hat aber absolut gar nichts mit einer panischen krankmachenden Angst zutun, die es aber auch zu oft gab.

Wie also soll ich mit Gott umgehen, in dieser Spannung des lieben und doch heiligen und erschreckenden Gottes leben?

Berger schreibt dazu:

  • Gott so liebem, dass man nichts anderes zu viel liebt.
  • Gott so fürchten, dass man vor nichts anderem zu viel Angst hat.

Deutsche Jugendliche seien viel zu lasch, unjugendlich pragmatisch – werden sogar traurige Streber genannt.
Wenn man die Jugendlichen in anderen Ländern z.B. die hundertausenden Jugendlichen in Italien die gegen die Regierung Berlusconis demonstrieren oder die Griechen und Franzosen anschaut, dann stimmt das. Grund für Proteste hätte die deutsche Jugend schon – da reicht das Stichwort: Studiengebühren.

Das muss aber nicht so bleiben, einige Anhaltspunkte gibt es schon:

  • Anfang November schwänzten in einige deutschen Städten Zehntausend Schüler den Unterricht um gegen das Abitur nach zwölf Jahren, gegen volle Klassen und für mehr Bildungsgerechtigkeit zu demonstrieren.
  • In Berlin stürmten 1.000 Schüler die Humboldt-Universität
  • Auch die Demonstranten der diesjährigen Castor-Transporte waren auffallend jung

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