Was ist Ruhe?

Was ist Ruhe, was ist Stille?
Das beschäftigt mich schon länger und dass dies das Thema für 2010 passt einfach.

Gott hat sich nachdem er die Erde geschaffen hat am 7. Tag ausgeruht (1.Mo 2,1-3). Musste sich Gott von einer körperlichen Arbeit ausruhen? War Gott erschöpft? Oder was heißt es dann, dass Gott ruhte?

Wie sollen sich dann die Menschen ausruhen, oder wozu? Wie ruht man sich denn am besten aus?

Dem Volk Israel sagt er immer wieder, dass sie still sein sollen, das sie vor Gott ruhig werden sollen:

Jesaja 30,15
Denn so spricht Gott, der Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden, im Stillesein und im Vertrauen läge eure Stärke.

Also was heißt das – irgendwelche Ideen?

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Kommentare

Ich denke, der Erinnerung an die Notwendigkeit, vor Gott “ruhig” zu werden, liegt die Einsicht zugrunde, daß ununterbrochene Aktivität die Aufnahmefähigkeit herabsetzt.

Wer vor Gott ruhig wird, gibt ihm bewußt die Möglichkeit, zu reden und etwas in uns zu bewirken. Bildlich ausgedrückt: Der Mensch verfügt sozusagen nur über eine “Kommunikationsleitung” – wer ununterbrochenen Output hat, blockiert damit die Leitung, auf der Gott zu uns reden will.

Zufall (?) das ich vor kurzem mit meiner Freundin über ein ähnliches Thema gesprochen hab.. ging mehr um Sabbat. Ich dachte über den Spruch nach, dass Gebote zugunsten der Menschen gemacht sind, nicht um sie einzuschränken.
Dazu was Thomas geschrieben hat stimme ich zu. Ruhe ist ein wichtiger Ausgleich, gerade für Christen.. Gott sprach zu Elia damals nicht im Sturm sondern im sanften Wind wenn ich mich nicht irre.. Ich denke es ist wichtig immer wieder von Gott zu hören..

@Tobias das kann ich auf jeden Fall verstehen, Ruhe um auf Gott zu hören – aber wieso musste sich Gott ausruhen, bzw. was ist da wirklich mit dem Wort “Ruhe” gemeint – das ist eine interessante Frage!

Ich habe bei der biblischen Ruhe irgendwie die Assoziation zu “inne halten”. Sicher war Gott nicht erschöpft, sondern wollte einfach mal in Ruhe beobachten wie die schir unendliche Kreativität so aussieht. Ich denke es geht auch ums Genießen. Ein Aspekt, den unsere leistungsorientierte Gesellschaft nicht zulässt. Jede freie Sekunde muss genutzt werden, sonst sind wir ineffizient und unwirtschaftlich. Evtl. passt hier ein Bezug zu dem Buch Prediger. Salomo betont immer wieder, dass es das einzig Wahre sei zu genießen. Gleichzeitig finde ich aber auch die Idee mit dem Output sehr sinnvoll, denn ich kenne kaum Leute, die wirklich wissen, wie “Gott zuhören” funktioniert.

Hey matt – gute Gedanken.

Ich frage mich da eher ob verständlich ist, was es heißt zu “genießen”. Genießen wird doch oft mit Faulenzen, nichtstun, chillen in Verbindung gebracht.

Glaube aber, dass das genießen in Form, dass man für die Dinge um sich herum erstmal einen Blick bekommt, immer in die Anbetung Gottes führt!

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