Ab wann ist eine Jugendarbeit erfolgreich?
- Wenn sie Jugendliche aus der Nachbarschaft erreicht?
- Wenn harmonisch und gut mit Eltern gearbeitet wird?
- Wenn Jugendliche gut integriert werden?
- Wenn es ein gutes Anbetungsteam gibt?
- Wenn die “Gemeinschaft” gut ist?
- Wenn Jugendliche ihre Platz im Reich Gottes finden?
- Wenn Mitarbeiter gut ausgebildet sind?
- Wenn gut mit anderen Jugendgruppen zusammen gearbeitet wird?
- …
Ab wann ist eine Jugendarbeit erfolgreich? Kann man davon überhaupt sprechen? Muss eine Jugendarbeit erfolgreich sein und kann sie sich dann irgendwie zur Ruhe setzten?
Was sind Maßstäbe dafür?
Gott will Treue, keine Erfolge
# Wenn sie Jugendliche aus der Nachbarschaft erreicht?
Warum gerade die? Oder im Gegensatz zu: nur die eigenen FroKis? (Fromme Kinder aus eigener Zucht)
# Wenn harmonisch und gut mit Eltern gearbeitet wird?
Wie arbeitet man harmonisch und gut mit Eltern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen, einengen oder gar Schlimmeres?
Oder: Ist es eine Jugendarbeit oder eine Elternarbeit?
Auf welche Seite stellen wir uns? Wessen Rechte verteten wir in Konfliktsituationen?
Wenn es keine Konfliktsituationen gibt: Wieso wäre das dann ein “Erfolgs”-kriterium?
# Wenn Jugendliche gut integriert werden?
Worein integriert? In klassische traditionelle Muster? In bestehende Strukturen, auch wenn sie weder zeitgemäß noch den Personen gemäß sind?
Oder in das Reich Gottes? Was heißt das dann?
# Wenn es ein gutes Anbetungsteam gibt?
Wo ist der Bezug zur Jugendarbeit?
# Wenn die “Gemeinschaft” gut ist?
Irgendwie… wenn sie schlecht ist, ist ja jedenfalls was faul…
# Wenn Jugendliche ihre Platz im Reich Gottes finden?
Absolut!! Auch wenn das in anderer Form stattfindet, als traditionelle Herrschaften das für sie vorgesehen haben mögen.
# Wenn Mitarbeiter gut ausgebildet sind?
Das ist vielleicht eine hilfreiche Ausgangsposition. Aber weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung.
Und schon gar kein Zielkriterium.
# Wenn gut mit anderen Jugendgruppen zusammen gearbeitet wird?
Hmmm. Was war noch die Frage? Bei deinen angebotenen Alternativen hab ich sie irgendwie aus den Augen verloren …
Hey,
danke für Deine Antwort. Aber ich glaube Du hast nicht ganz den Zweck hinter dem Post verstanden. Die aufgelisteten Sachen waren keine absoluten Dinge und keine Tatsachen, sondern nur Beispiele und sollten bewusst hinterfragt werden, deswegen das “?” hinter jedem Punkt.
LG
schrotty
Ich denke, dass ich den Post schon verstanden habe. Wenn dann doch nicht, dann solltest du vielleicht etwas mehr Kontext liefern. ANsonsten verstehe ich einen solchen Post in der Blogosphäre schon auch als Aufforderung, sich diesen Kontext selbst dazu zu bilden.
“Die aufgelisteten Sachen waren keine absoluten Dinge und keine Tatsachen, sondern nur Beispiele und sollten bewusst hinterfragt werden,”
Aber genau das habe ich doch getan ?!
Entweder durch Entgegnung in Form weiterer Fragen oder durch ene konkrete Meinungsäußerung dazu.
Wieso war das dann falsch?
Abgesehen davon, dass neben den einzelnen Fragen die Zusammenstellung an sich auch Raum für Auslegung und Hinterfragung lässt. Wieso sind es gerade diese Fragen, die du zur Diskussion stellst? Wieso sind andere Fragen nicht dabei? Wie hängen diese Fragen mit der Ausgangsfrage zusammen?
All das war Teil meiner Antwort, oder?
Ok, ich sage es nochmal anders:
Man kann soviele sinnige und unsinnige Kriterien aufstellen, an denen man ablesen will, ob eine Jugendarbeit “erfolgreich” ist, dass man dabei die Übersicht darüber verliert, worum es eigentlich geht. Und das kann nur quasi “nebenbei” in einer Frage vor: Finden die Jugendlichen ihren Platz im Reich Gottes?
Das ist das einzige entscheidende Kriterium, und dem hat sich alles andere zuzuordnen!
Besser?
Hi,
die Dinge die ich geschrieben haben, sind nicht alles meine Meinungen, sondern kommen immer wieder aus Gesprächen heraus.
Vielleicht habe ich Dich da auch falsch verstanden – es klang so, als ob Du davon ausgegangen bist, das wären meine Ansichten…
Nein, davon war ich nicht ausgegangen. Mir ist schon klar, dass Jugendarbeit oft damit zu kämpfen hat, dass sie von außen mit Ansprüchen konfrontiert wird, die weder ihrer Struktur noch ihrer Zielgruppe und manchmal auch nicht einmal den realistischen Möglichkeiten gerecht wird.
Und dann kommen solche schrägen “Qualitätskriterien”-Kataloge zustande …
Das ähnelt dann einer Missionsarbeit, wo die entsendende Missionsgesellschaft erwartet, dass die Buschstämme doch möglichst bald in Hosen, Röcken und Pullovern herumlaufen.
Und der Missionar vor Ort ist dann ziemlich irritiert …