Ich dachte ich schreibe mal extra etwas über die Klassenfahrt in England, einfach weil Gott diese Zeit so riesig gesegnet hat.
Mein Teamkollege und Ich waren mit einer 9. Klasse der Schule, wo wir auch die Fußball AG machen, und einer anderen 9. Klasse – die wir aber gar nicht kannten unterwegs. Vor letzten Sonntag ging es los und letzten Freitag sind wir zurückgekommen.
Während der Fahrt saßen wir als einzige Begleiter in dem Doppeldeckerbus oben bei den Schülern. Das Gute war, wir waren nicht dafür verantwortlich, dass jede Regel (z.B. Anschnallpflicht, Chips Essen verboten) genau gehalten wird. Wir waren für die Beziehung da, haben viel mit den Schülern geredet. Wenn es dann bisschen zu bunt wurde, haben wir etwas gesagt und dann war das Ganze auch kein Problem mehr.
Durch die Beziehungen haben wir wirklich sehr viel Einblick in das Leben der Schüler bekommen. Vor allem in das Beziehungsleben zwischen den Jungs und Mädchen haben wir eine Menge mitgekriegt und konnten so nach und nach das Beziehungsgeflecht durchblicken. Einiges war wirklich irgendwie neu für mich, bzw. vorher nicht so bewusst.
Beispiel: Wenn ein Junge und ein Mädchen Händchen halten, heißt das noch lange nicht, dass sie zusammen sind. Manchmal hat ein Mädchen auch an beiden Händen jemanden gehabt.
Ich denke, dass zeigt einfach eine wirklich Sehnsucht nach Liebe bein den Schülern.
Während der ganzen Tage hatte ich mit einem Schüler sehr viel zutun. Er ist dabei etwas in die rechte Szene abzudriften und so haben wir viel über seinen Umgang mit Gewalt, seiner Wut und auch über seine politische Ansichten gesprochen. Vieles worüber wir geredet haben, hat er grundsätzlich verstanden. Dafür bin ich total dankbar.
Auch mit den anderen Jungs konnten wir super Beziehungen pflegen und viel reden. Trotzdem haben sie Respekt vor uns und sehen, dass was wir ihnen sagen nicht als plumpes Gelabere.
Da ich immer mit einem Holzkreuz als Halskette rumlaufe hat mich ein Junge aus der anderen Schule, beim Rausgehen aus einer Kathedrale gefragt, ob ich denn an Gott glaube. “Sicher!” sagte ich ihm.
Er konnte, dass gar nicht verstehen (worauf ich ihm gesagt habe, dass ich es andersrum nicht verstehen kann
) und wollte anfangen zu diskutieren (Schöpfung, Evolution etc..).
Aus Zeitgründen ging das leider nicht, da wir direkt weiter mussten. Während der weiteren Tage hat er oft noch nachgehackt und etwas provoziert.
Zuletzt kamen wir auf der Fähre nochmal ins Gespräch. Er stellte Fragen über die Kreuzzüge, warum Gott das Leid zulassen kann und weiteres. Ich habe die Fragen beantwortet, habe ihm aber dann weiter eher erzählt warum ich an das glaube, was ich glaube. Diskussionen über das woran ich glaube hätten in dem Moment wenig gebracht, da jeder auf seinen Standpunkt geblieben wäre.
So kam es dann, dass ich einfach von mir erzählen konnte, wie es kam, dass ich an Gott glaube, warum ich glaube.
Interessant war, dass auf einmal eine ganze Menge Schüler aufmerksam wurden und sich dazu gesellt haben.
Das herrlichste war, dass dieser Junge am Ende sagte: “Jetzt kann ich das Alles etwas mehr verstehen, ganz immer noch nicht, aber etwas mehr.” Dafür bin ich Gott so dankbar und bete, dass er noch weitere Schritte gehen wird, bis er das ganz versteht.
SAU GEIL,WALDI!!!
Ich würde auch gerne mit einer Klasse mit auf Klassenfahrt kommen. Da gibt es immer perfekte Gelegenheiten um über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Freue mich für dich und für die Klasse!
Ich arbeite nun schon seit zwanzig Jahren mit Lehrern auf dem Gebiet Klassenfahrten zusammen. In den ersten zehn Jahren bin ich selbst Reisebussse mit Schulklassen gefahren. Ich hatte viele tolle Fahrt mit Lehrern und Schülern erlebt. Aber di Stimmung war immer am besten, wenn die Lehrer sich für Ihre Schüler interessierten und Sie nicht nur als lästig betrachteten. Eine Klassenfahrt ist für Schüler ein bleibende Erinnerung. Ich finde Dein Bemühen für die Schüler toll. Hoffentlich unternimmst Du noch für Klassenfahrten.