Archives for the month of: August, 2008

Mein FSJ beginnt damit, dass ich in Neumünster (im Norden) für zwei Wochen Vorbereitungsseminare bin. Es geht darum für die christliche Schuljugendarbeit vorbereitet zu werden. Bisher war heute der beste Tag. Es ging um praktische Beispiele für Pädagogik. Wie man den Raum in einer Klasse nutzt, wie man sich am besten verhält, die Schüler zu Recht weißt oder auch einige rhetorische Hilfen.
Die ersten beiden Tage waren nicht so spannend, vieles war mir schon bekannt. Aber das macht nichts, die Leute hier sind cool, mein Team ist klasse und ich denke wir werden uns super ergänzen. Die Organisation ist nicht wirklich gut, aber da kann ich leider nichts ändern ;-)

Gestern ist mein letzter Arbeitstag zu Ende gegangen. Die letzte Woche war echt grausam, konnte es nicht erwarten meinen letzten Tag zu haben. Noch sehne ich mich auch noch nicht an die Arbeit zurück. Denke, dass das auch vorerst so bleiben wird. Die Möglichkeit wieder weiterzuarbeiten habe ich, da ich einfach für das FSJ freigestellt wurde. Ob ich das dann auch machen werde ist eine andere Sache.
Ich bin gespannt auf das Jahr, dass morgen so richtig mit dem Vorbereitungsseminar in Neumünster beginnt. Richtungsweisend wird das Jahr für mich auf jedenfall. Ich bin gespannt auf Personen, denen ich begegnen werde, Gespräche die ich führen werde, Konflikte die ich haben werde oder auch die Umstellung der Gewohnheiten die mir bisher noch nicht bewusst gewesen sind.

Abends wurde ich von meiner Jugendgruppe verabschiedet. Zwischendurch werde ich sicherlich aus Dresden da sein, aber wirklich aktiv bin ich dann mit Sicherheit nicht dabei. Ich liebe dort echt jeden, die sind so klasse! Haben mir diese Shirt geschenkt und nachher auch für mich gebetet. Einfach herrlich.

shirt.jpg

Normalerweise mag ich den Sido nicht wirklich. Aber der hat ein paar Tracks die wirklich interessant sind. So das Lied von ihm “Augen auf”.
Das Lied beinhaltet einen ziemlich deutlichen Appell an Eltern sich mehr um ihre Kinder zu kümmern. Es behandelt eine oft verbreitete Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland mit tiefen Wahrheiten. Ich finds klasse!

Hier das Video und unten gibts noch den Songtext.

Songtext: Sido – Augen auf
– Hey, hallo Kinder!
– Hallo Sido!
– Hi Anna, Hi Thorsten und die andern.
– Levelt, leg das Handy weg!
– Ok… soll ich euch mal ‘ne Geschichte erzählen?
– Jaaaaaa!
– Dann hört zu jetzt.

[Strophe 1:]
Die kleine Jenny war so niedlich als sie 6 war,
doch dann bekam Mama ihre kleine Schwester.
Jetzt war sie nicht mehr der Mittelpunkt, sie stand hinten an
und dann mit 12 fing sie hemmungslos zu trinken an.
Das war sowas wie ein Hilfeschrei den keiner hört,
bei jedem Schluck hat sie gedacht: Bitte Mama, sei empört!
Doch Mama war nur selten da, keiner hat aufgepasst,
Papa hat lieber mit Kollegen einen drauf gemacht.
Jenny war draußen mit der Clique, hier war sie beliebt,
hier wird man verstanden, wenn man oft zu Hause Krise schiebt.
Sie ging mit 13 auf Partys ab 18,
schminken wie ‘ne Nutte und dann rein in das Nachtleben.
Extasy, Kokain, ficken aufm Weiberklo,
Flatrate saufen, 56 Tequila Shots einfach so
Wieviel mehr kann dieses Mädchen vertragen
und ich sag: Kinder kommt, wir müssen den Eltern was sagen – und das geht..

[Refrain:]
Hey… Mama mach die Augen auf.
Treib mir meine Flausen aus.
Ich will so gern erwachsen werden und nicht schon mit 18 sterben.
Hey… Papa mach die Augen auf.
Noch bin ich nicht aus’m Haus.
Du musst trotz all der Schwierigkeiten Zuneigung und Liebe zeigen.

[Strophe 2:]
Der kleine Justin war nicht gerade ein Wunschkind,
doch seine Mama ist der Meinung: Abtreiben gleich Umbringen.
Das Problem war nur, dass Papa was dagegen hatte,
deshalb fand man Justin nachts in der Babyklappe. (oh scheisse)
Er wuchs von klein auf im Heim auf,
doch wenn der Betreuer was sagte gab er ein’ Scheiß drauf!
Er hat schnell gemerkt, dass das nicht sein Zuhause ist,
hier gibt man dir das Gefühl, dass du nicht zu gebrauchen bist.
Dass er jemals 18 wird kann man nur wenig hoffen,
denn er raucht mit 6, kifft mit 8 und ist mit 10 besoffen.
Sag, wieviel mehr kann dieser Junge vertragen?
Und ich sag: Kinder kommt, wir müssen den Eltern was sagen, und das geht..

[Refrain:]
Hey… Mama mach die Augen auf.
Treib mir meine Flausen aus.
Ich will so gern erwachsen werden und nicht schon mit 18 sterben.
Hey… Papa mach die Augen auf.
Noch bin ich nicht aus’m Haus.
Du musst trotz all der Schwierigkeiten Zuneigung und Liebe zeigen.

[Strophe 3:]

Ein Kind zu erziehen ist nicht einfach, ich weiß das.
So hast du immer was zu tun, auch wenn du frei hast.
Pass immer auf, du musst ein Auge auf dein Balg haben,
am besten lässt du’s eine Glocke um den Hals tragen.
Kinder sind teuer, also musst du Geld machen,
du musst Probleme erkennen,(CHOR:und) sie aus der Welt schaffen.
Du musst zuhören, in guten und in miesen Zeiten,
du musst da sein,(CHOR:und) du musst Liebe zeigen
Wer Kinder macht, der hat das so gewollt,
doch sobald es ernst wird mit der Erziehung, habt ihr die Hosen voll.
Wieviel mehr kann die Jugend in Deutschland vertragen, (wie viel?)
hört hin, wenn eure Kinder euch jetzt was sagen
und das geht..

[Refrain:]
Hey… Mama mach die Augen auf.
Treib mir meine Flausen aus.
Ich will so gern erwachsen werden und nicht schon mit 18 sterben.
Hey… Papa mach die Augen auf.
Noch bin ich nicht aus’m Haus.
Du musst trotz all der Schwierigkeiten Zuneigung und Liebe zeigen.

[via lyrics.de]
Video [via youtube]

vorne_rgb.jpg

Letzten Freitag ist sind die active-zone Tage zu Ende gegangen. Schöne Tage mit vielen Dingen, die begeistern. Aber irgendwie auch Tage in denen viel Erschöpfung und Müdigkeit da war. Warum weiß ich auch nicht direkt, wo vieles delegiert wurde und man sich auf dem Gelände kaum um etwas kümmern musste. Aber das ist egal. Die Tage waren einfach nur zu schön. Motivierte Mitarbeiter, die angepackt haben wo es nur ging, mit offenen Augen rumgelaufen sind und den Kids wunderbar mit der Liebe Gottes begegnet sind.

Die Abende waren genauso gut. Die Teens in der Teentime haben echt verstanden worum es uns ging. Thema war “Connaction”. Es ging also um Beziehungen, Umgang miteinander und was für eine Rolle Gott da spielt. Ich merke nur, dass die Teens einen anderen Entscheidungsweg haben, anders als es die meisten von den Mitarbeitern und ich auch erlebt haben. Wir wurden schon früh mit dem Evangelium konfrontiert, haben eigentlich schon immer gewusst was es damit auf sich hat. Viele von den Teens beschäftigen sich noch nicht lange damit und haben das Evangelium, wenn überhaupt, noch nicht oft gehört. Der Weg vom Kopf, wo sie das Ganze grundsätzlich verstanden haben, zum Herzen ist dann länger als ich es mir wünsche. Aber das macht nichts. Momentan säen wir viel unter den Teens, ich bin gespannt und bete wann die Saat aufgehen wird. Was wir auf jedenfall sehen ist, dass etwas in den Herzen der Kids und Jugendlichen passiert. Beim Nachtreffen am Sonntag hat ein Junge extra auf sein Mittagessen verzichtet und ist erstmal hungrig hingekommen. Sowas begeistert total!