Archives for the month of: April, 2008

Morgen geht’s ab nach Bremen zum Christival. Bin gespannt wie es abläuft, welche Leute ich treffen werde und wie die Seminare gestaltet werden. Kann aber leider nur bis Freitag da sein, werde am Samstag früh schon wieder weiter fahren müssen.

Meinen Rückblick gibt’s dann denke ich nächste Woche, bis dann…

Update:

Habe gerade die Gebetsanliegen bei Jacob gesehen und wollte die an dieser Stelle auch weiter geben:

Hallo liebe Geschwister,

ich melde mich in dieser Woche noch mal mit der dringenden Bitte um (Gebets-)Unterstützung für das Christival!

Die Anfeindungen für das Christival in Bremen sind massiv. Jeden Tag kommen neue Meldungen. Hier ein paar Einblicke:

  • Es hat sich ein „No Christival“-Bündnis gebildet, in dem u.a. neben den Homosexuellen-Verbänden auch die Walpurgisnacht-Bewegung eingestiegen ist. (30.April ist Walpurgisnacht)
  • In Bremen wird generell Stimmung gegen das Christival gemacht.
  • Für Mittwoch (30.4.) und für Freitag (2.5.) sind „Anti-Christival-Demos“ in Bremen angemeldet.
  • Die Schwulen- und Lesbenverbände haben Stände auf dem Marktplatz in Bremen für die Zeit des Christivals angemeldet. Dort findet das Evangelistische Festival statt und im Bremer Dom ist der „Jesus-Weg“ aufgebaut, der eine missionarische Möglichkeit ist, da dort viele Touristen und Bremer ein uns aus gehen.
  • In einigen Schulen wird durch Schülervertretungen der Hauptschulen vor dem Christival gewarnt.
  • Das Straßenbahn-Festival wurde auf 2 Sonderstraßenbahnen reduziert, weil die „Atheisten- und Freidenkervereinigung Bremens“ zu einem Straßenbahnboykott aufgerufen hatte. Es gingen zwei Senatsanfragen an die BSAG (Bremer Straßenbahn AG) ein, warum sie Missionierung fördern. Daraufhin musste das Christival einen Vertrag unterschreiben, in dem von der BSAG vorgegeben wurde, dass wir nichts in dem normalen Linienverkehr machen. Nur in den Sonderbahnen.
    1. Wir dürfen keine Vortrags- oder Diskussionsveranstaltung in den Straßenbahnen durchführen.
    2. Wir müssen alle Künstler, Inhalte und Ziele des Straßenbahn-Festivals nennen.
    3. Wir müssen den derzeitigen Text der Homepage (alle Bahnen, Evangelium in die Stadt, etc) ändern.
  • Ansonsten hätten wir auch dieses Festival absagen müssen (Das Multi-Media-Festival mussten wir schon absagen, weil uns die Räumlichkeiten gekündigt wurden und es keine adäquaten Ausweichmöglichkeiten für uns gab)
  • Roland Werner hat in der letzten Woche Interviews bei der taz und IDEA gegeben. Jetzt wurde er vom Spiegel für ein Interview angefragt.

Bitte betet in diesem geistlichen Kampf mit:

  • Dass die Wahrheit und damit Jesus Sieger ist. Lasst uns das proklamieren!
  • Dank für über 15.000 junge Christen, die sich für das Christival angemeldet haben.
  • Um Schutz für die Christivaller, die vom 30.4. – 4.5. ein Fest des Glaubens feiern wollen.
  • Um Schutz, Kraft und Weisheit besonders für Roland Werner, als 1. Vorsitzenden, aber auch Heiko Linke (Geschäftsführer des Christival) und den ganzen Christival-Vorstand (Christina Brudereck hat eine eitrige Mandelentzündung, ich bin seit Tagen trotz ausreichendem Schlaf hundemüde…usw.) Wir sind, wie ihr euch vorstellen könnt, in dieser Woche alle mit den Vorbereitungen für Predigten, Seminaren etc. beschäftig und brauchen Kraft und Freiraum dafür.
  • Dass wir Christen uns nicht lähmen und einschüchtern lassen, sondern aufstehen im Namen Jesu.
  • Dass wir uns die Freude auf das Christival nicht nehmen lassen und wir erleben, wie sich die Christen wirklich von Jesus bewegen lassen.
  • Bitte um Weisheit auch im Umgang mit Nichtchristen, in Diskussionen und den vielen Fragen, die aufkommen, das richtige zu sagen.
  • Donnerstag ist große Pressekonferenz in Bremen, in der Roland Werner, Johannes Müller, Heiko Linke u.a. von der Christival-Leitung Rede und Antwort stehen werden.
  • Bitte betet auch für trockenes, warmes Wetter, da wir viele Open-air-Veranstaltungen haben.
  • Betet, dass die Menschen in Bremen sich durch die Warnungen vor dem Christival nicht abhalten lassen, sondern ihre Neugierde groß wird und sie durch das Christival von der Liebe Gottes berührt werden.

Ich denke, es ist inzwischen allen klar, dass es hier nicht mehr „nur“ um das Christival geht. Die Worte „Evangelikale Christen“ und „Fundamentalismus“ werden in einen Topf geworfen und vermischt und angeklagt.

Immer wieder ist es so, dass bei Leitungstreffen in der Jugendarbeit viel Organisatorisches besprochen wird. Der Austausch über das persönliche oder das Gebet füreinander kommt da oft viel zu kurz. In meiner Jugend haben wir das so gemacht, dass wir für den Austausch das Buch Abenteuer Jugendarbeit behandeln.
Mein Bruder Alex (der leider nicht mehr selber zum bloggen kommt ;-) ) hat ein paar Fragen aufgeschrieben, die sich um das Persönliche drehen – Anregungen für einen Austausch.

  • Wie geht es dir allgemein?
  • Was hattest du in den vergangenen Monaten an erfolgreichen und ermutigenden Erlebnissen zu verbuchen?

  • Was macht dir in der Jugendarbeit am meisten Freude? Wo sind deine Gaben/Stärken? Kannst du sie einsetzen?

  • Wo hast du in deiner Ansicht nach in letzter Zeit dazugelernt (geistlich, persönlich, im Umgang mit dem Team, mit Jugendlichen)?

  • Was ist in den letzten Monaten nicht so gut gelungen? Womit bist du nicht zufrieden? Wo stehst du an? Wo hast du deiner Meinung nach versagt?

  • Was willst du anpacken oder wo willst du dazulernen und weiterabeiten, persönlich wie fachlich? Wie möchtest du konkret vorgehen? Wo hast du deiner Meinung nach versagt?

  • Wie kann dir geholfen werden?

  • Wofür können wir konkret beten?

Vielfach wird im sogenannten Westen, in den christlichen Abendländern überlegt wie Gemeinde heute missionarisch und für die Gesellschaft relevant werden kann. Die vielen Gespräche und Konferenzen dazu sind klasse. Damit das aber auch so bleibt müssen Teens und Jugendlichen mit in die Gespräche und Gedanken hinein genommen werden. Das kann damit beginnen, dass wir darüber sprechen, warum du und ich als Christ etwas mit Mission zutun haben sollten.

1. Gottes Liebe für mich

Wenn wir das Buch der Apostelgeschichte angucken, dann sehen wir dass die ersten Christen in der Mission voll hingebungsvoll gelebt haben. Das liegt daran, dass sie Gottes Liebe in einer überwältigenden Art und Weise in ihrem Leben erlebt haben. Ihren Einsatz und die Ausdauer resultierte aus der Dankbarkeit, dass Gott ihr Leben rettete. Paulus schreibt darüber immer wieder

der mir seine Liebe erwiesen und sein Leben für mich gegeben hat.
Galater 2,20

Denn dass Gott uns liebt, ist uns unumstößlich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat.
Römer 5,5

John Newton war einmal ein Kapitän eines Sklavenschiffes, aber nach dem er Gottes Liebe auch für sein unwürdiges Leben erfahren hat, veränderte sich sein Leben. Es veränderte sich so sehr, dass er diese Zeilen schreiben konnte:
Amazing grace, how sweet the sound, that saved a wretch like me, I once was lost but now I am found, was blind but now I see.’

Warum sollte ich etwas mit Mission zutun haben? Weil ich ein Sünder bin, der durch Gottes Gnade gerettet wurde. Frei durch seine Liebe zu mir. Meine Dankbarkeit zeigt sich in dem von dem weiter erzähle, was Gott an mir getan hat und wie seine Liebe mein Leben umgekrempelt hat.


2. Jesus Gebot an mich

Das Johannesevangelium hat einer der letzten Worte Jesu festgehalten, bevor er zum Himmel hinaufgestiegen ist:

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Matthäus 28,18-20

Jesus gebot seinen Nachfolgern selber Jünger zu machen.

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Weil Jesus es mir geboten hat und ein missionsorientiertes Leben ist ein Zeichen für den Gehorsam


3. Der heilige Geist in mir

Für die ersten Christen war es unbegreiflich, dass an sich jeder Mensch den Heiligen Geist erhalten kann. Dafür war nichts mehr besonderes notwendig, außer der lebendige Glaube an Jesus Christus. Das Neue Testament zeigt deutlich, dass Mission und Evangelisation allein aufgrund der Arbeit des Heiligen Geistes in und durch uns funktioniert. Der Heilige Geist ist der Hauptträger der Mission Gottes durch die Menschen in Gottes Welt.

Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.
Johannes 15,26

aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Apostelgeschichte 1,8

Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit; ihr wisst selbst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen.
1. Thessalonicher 1,5

Es ist klar, dass die Christen von Jesus erzählten. Der Heilige Geist war und ist aber derjenige, der die Kraft dazu schenkt und das Verständnis in den Menschen hervorruft.
Wir können uns beim Thema Mission nur auf den Heiligen Geist verlassen und wenn uns der Heilige Geist immer mehr erfüllt, wird er uns zu einem missionarischen Lebensstil hin beeinflussen.

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Weil mir der Heilige Geist gegeben wurde, der mich zu einem missionarischen Menschen für die verlorene Welt prägt.

4. Die Verantwortung als ein Botschafter

In den meisten Ländern der Welt wirst du Botschaften finden. In den Botschaften arbeiten verschiedene Personen, die zum Teil auch unterschiedliche Dinge repräsentieren. Es gibt aber immer einen Hauptbotschafter. Er vertritt sein Land in einem fremden Land. Der Botschafter spricht im Namen seiner Leiter und seiner Regierung und ist verantwortlich dafür die Wege und Pläne seiner Regierung verständlich zu machen. Ihm obliegt viel Verantwortung weil er entscheidend für den Frieden der jeweiligen Länder sein kann.

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
2. Korinther 5,20

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Ich habe das Privileg und die Verantwortung Christi Botschafter zu sein und in seinem Namen zu den Menschen um mich herum zu reden.

5. Das Bewusstsein, dass Menschen ohne Jesus verloren sind

Durch die Kirchengeschichte hindurch sieht man immer wieder, dass die größte Motivation für Mission das Bewusstsein war, dass die Menschen ohne Beziehung zu dem lebendigen Gott leben.

Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden
Epheser 2,1

Männer und Frauen, Jugendliche und Kids sind geistlich tot ohne Jesus. General William Booth, Gründer der Heilsarmee, wurde in einem Gespräch mit einem Atheisten herausgefordert in dem dieser sagte:” Wenn ich glauben würde was ihr Christen glaubt, dann würde ich quer durch England auf meinen Händen und Knien kriechen, wenn es sein muss, den Menschen davon zu erzählen.

Warum sollte ich etwas mit Mission zu tun haben? Die Menschen in meiner Umgebung sind letztendlich verloren und ohne Hoffnung, wenn ihn nicht jemand von Jesus erzählt.

Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben?
Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?
Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist?
Römer 10,13-15

[via: Insight]

[via: nikodemus.net]