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Die Hochzeit in Kana
1 Am dritten Tag wurde in Kana in Galiläa eine Hochzeit gefeiert.
Die Mutter von Jesus war dabei, 2 und auch Jesus war mit seinen Jüngern dazu eingeladen.
3 Als der Weinvorrat zu Ende war, sagte seine Mutter zu ihm:
»Sie haben keinen Wein mehr!«
4 Jesus erwiderte ihr: »Frau, das ist meine Sache, nicht deine!
Meine Stunde ist noch nicht gekommen.«
5 Da wandte sich seine Mutter an die Diener und sagte: »Tut alles, was er euch befiehlt!«
6 Im Haus standen sechs Wasserkrüge aus Stein, von denen jeder etwa hundert Liter fasste. Man brauchte sie wegen der Reinigung, die das Gesetz vorschreibt.
7 Jesus sagte zu den Dienern: »Füllt diese Krüge mit Wasser!« Sie füllten sie bis an den Rand.
8 Dann befahl er ihnen: »Jetzt nehmt eine Probe davon und bringt sie dem Mann, der für das Festessen verantwortlich ist.« Sie brachten ihm eine Probe, 9 und er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher dieser Wein kam; nur die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es.
Er rief den Bräutigam zu sich 10 und sagte: »Jeder bringt doch zuerst den guten Wein auf den Tisch, und wenn die Gäste schon reichlich getrunken haben, folgt der schlechtere. Aber du hast den guten Wein bis zuletzt aufgehoben!«
11 So vollbrachte Jesus in Kana in Galiläa sein erstes Wunderzeichen und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger kamen zum Glauben an ihn.

1. in göttlicher Mission: Jesus auf einer Party (V.1-2)

Die ersten beiden Verse dienen an sich als Einstieg zu der Hochzeit in Kana. Aber hinter den beiden Versen verbirgt sich eine Tatsache und ein Hinweis, wie Jesus gelebt und gedacht hat.
Jesus war unter Menschen, in der Kultur integriert, etwas ganz normales.

Jesus sagt in Joh. 8,12 von sich, dass er das Licht der Welt ist. Jesus als Licht der Welt ist da um zu leuchten. Von wem zu leuchten? Johannes schreibt in seinem ersten Johannesbrief 1, 5, dass Gott ist Licht ist. Jesus ist also gekommen um von Gott zu leuchten. Das wird noch viel deutlicher wenn man sich den Vers aus Joh. 1,18 anguckt:

Joh. 1,18

Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine, der selbst Gott ist und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und gezeigt, wer Gott ist.

Jesus ist auf die Erde gekommen um zu zeigen wer Gott ist. Und dies ging nur, wenn er unter Menschen lebte, auf ihren Festen war und mit ihnen tagtäglich zutun hat.

Das interessante ist, dass wir als Christen genauo gleich denken und handeln sollen wie Jesus. Jesus betet:

Joh. 17, 16-18:
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. 18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.

Als Christ bin ich genauso wie Jesus gesandt um zu leuchten:

Matth. 5,14-16
14 Ihr seid das Licht für die Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15 Auch zündet niemand eine Lampe an, um sie dann unter einen Topf zu stellen. Im Gegenteil, man stellt sie auf den Lampenständer, damit sie allen im Haus Licht gibt. 16 Genauso muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Als Christ soll ich von Gott leuchten, den Menschen Gott Nahe bringen, damit sie Gott kennenlernen und ihn preisen können. Christen haben also gar keine Berechtigung unter sich zu hocken und christliche Kuschelclubs zu bilden.
Von Gott gesandt, um zu zeigen wer Gott ist, auf deiner Schule, in der Nachbarschaft, auf Partys oder auch im Stadion…

Bei dieser Angelegenheit stellt sich natürlich die Frage, wer Gott ist. Woher weiß ich wer Gott ist und wie er denkt und handelt?
Zurück zum Text….

2. Mutti hat keinen Plan, aber Vati (V.3-5)

Maria hatte wahrscheinlich keine Geduld mehr. Sie wartete mittlerweile seit 30 Jahre, dass Jesus sich als das offenbart was er ist. Maria wusste wer er ist. Der Sohn Gottes. Sie ahnte, dass die Zeit reif ist und sich eine Chance ergibt, damit sich Jesus offenbart. Und daher gibt sie ihm diesen kleinen Hinweis. „Ähh du Jesus, der Wein ist leer!“ Der Hinweis klingt ganz harmlos, eine reine Information, ganz neutral.

Jesus ahnte aber was dahinter steckte und er geht ganz konsequent vor. Er weiß ganz genau, dass Gott einen Zeitpunkt hat, an dem Jesus sich offenbaren möchte. Und er möchte diese Sicht von Gott nicht beeinflussen lassen. Er weiß, die Mutti hat keinen Plan, aber Vati. Gott hat den Plan, dass er erst später den Wein macht. Und zwar den besten Wein. Eine Hochzeit dauerte in der Regel 7 Tage, eine Woche. Die Bibel spricht nicht darüber, wieviel Zeit vergeht, nachdem Maria Jesus den Hinweis gibt und er dann tatsächlich das Wunder getan hat. Aber es vergeht eine Zeit und zudem Zeitpunkt an dem Maria ihm den Hinweis gab, sollte er das nicht machen. Gott hat was anderes vor.
Und darauf baut er auf, er kennt Gott und lässt sich da nicht in eine Richtung drängen.

In welchen Bereich deines Lebens willst du Gott in einen Rahmen pressen, ihm mehr oder weniger eine Richtung weisen, wo beeinflusst du Gott?
Auf der anderen Seite, kannst du dir noch eine andere Frage stellen. Wer beeinflusst dein Bild von Gott. Und jetzt überleg mal ganz konkret, wo kriegst du überall etwas von Gott mit. Gibt es Dinge, die dein Bild von Gott falsch prägen. Sind es vllt. deine Freunde? Deine Bücher? Vielleicht liest du ja die Bibel. Das ist klasse, aber man kann die Bibel auch falsch lesen und sich daraus seinen eigenen Gott basteln, indem man einfach einige Dinge weglässt und anderes überbetont.
Wo beeinflusst du Gott, wer beeinflusst deine Sicht von Gott?

3. Ohne Jesus läuft die Party nicht (V.6-10)

Das erste was du brauchst, damit du die richtige Sicht von Gott hast, damit du ihn kennen lernst, ist Jesus. Ohne Jesus läuft die Party nicht, ohne Jesus kannst du versuchen soviel wie du willst von Gott zu erfahren. Du kannst Bücher lesen, so viel du willst. Du kannst soviele Predigten anhören wie du willst, die verschiedenen Religionen und Ansichten über Gott studieren und mit anderen Menschen darüber reden. Du wirst nicht einen Punkt weiterkommen, wenn du das ohne Jesus versuchst. Du wirst nie wissen wer Gott ist!
Und weißt du warum? Jesus ist der einzige Weg zu Gott (Joh. 14,6). Es gibt keinen anderen Weg zu Gott. Und durch Jesus erkennst du Gott erst als den Gott der Liebe (1. Joh. 4,8). Gott ist Liebe. Durch Jesus kannst du Gott erst als den Vater erkennen, der er ist:

Joh. 1,12
All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.

4.Mehr dran als Mann glaubt! (V.11)

Wenn du dann Jesus hast und Gott immer mehr kennenlernst, dann wirst du staunen und sehen, dass alles was Jesus tut, Gott durch ihn tut. Er tut nichts von sich aus, alles tut er durch den Vater (Joh. 14,10) Und an diesen Mann an Jesus kann man sehen, was Gott auch durch uns tun möchte (Joh. 14,12). Jesus lebt in uns und Gott möchte durch uns wirken. Viel zu oft trauen wir Gott zu wenig zu. Glauben nicht, dass da ne Menge dran ist, eine Menge, die er durch uns tun möchte. Das einzige was wir tun müssen ist glauben und uns in die Abhängigkeit Gottes stellen. Weil dann genauso auch an uns, an dir mehr dran sein wird, als man glaubt. Und warum weil Gott an dir dran ist!

Download Der Herr aber sprach… Seminar auf der Pfijuko 2008