Archives for the month of: Januar, 2008

Habe gerade auf dem Weg nach Hause diese Lied hier unten gehört. Der Text hat mich echt umgehauen. Deswegen gibts unten auch noch den Songtext via lyrics007.com

I call myself a man of God
While laughing at my brother
I crossed the heart of a hungry man
Instead of giving him some bread
And what I say
And what I do
Are not the same anymore
And who I slay, who I betray
Lord have mercy on my soul
And you were hungry
And you were thirsty
You were lonely you were cold
And you were hurting, you were dying
I just left you all alone

I watched a mother who had her children
They all three crying out for help
But know one heard them
And I just passed them and
I screamed “Lady get a job!”
She took her own life
Under the bridge that day
While her children sat and cried
I could have told her about my loving father
Instead I spit in Jesus face, when I heard her voice
What you do unto the least of them
You do unto me
And when you see one of my hurting children
I want you to snee
Cause I was hungry
And I was thirsty
I was lonely I was cold
And that was me hurting, that was me dying
And you just left me all alone
I call myself a man of God
While laughing at my brother

Ich hasse Jugendarbeit – und zwar das Wort an sich. Jugendarbeit drückt absolut nicht das aus, was ich empfinde und wenn ich das tue was das Wort beinhaltet. Arbeit mit Jugendlichen hört sich für mich total negativ an, verkrampft und verpflichtend.
Was ich als erstes unter dem Punkt Jugendarbeit verstehe, ist Leidenschaft für die Menschen. Es geht um die Menschen um die Jugendlichen. Sicher hat man dabei Schwierigkeiten und mehr als genug zutun, aber das ist keine Arbeit! Es hat was mit Leidenschaft, mit einem Herz für die Sache, mit Hingabe zutun.

Ich weiß nicht, wer sich das Wort ausgedacht hat, oder ob es das schon immer gab. Vielleicht wurde es einfach der Kürze wegen genommen. Auf die Schnelle fällt mir kein besseres Wort ein, aber Jugendarbeit geht gar nicht!

Ich habe heute 1. Korinther 12 gelesen. Ein sehr spannendes Kapitel, dass mich viel inspiriert und fröhlich macht. Menschen mit unterschiedlichen Begabungen, Persönlichkeiten in einer Gemeinschaft, die dann auch wieder dafür bestimmt sind, einander zu ergänzen. An sich Wunderbar!
Das Kapitel hat mich aber auch zum Nachdenken über einige Dinge gemacht:

1. Die Geistesgaben erhalte ich als Christ bei der Wiedergeburt. Was sind das für Gaben? Sind das ganz neue Seiten am Menschen, die vorher nicht da waren. Wie schnell kann man herausfinden welche Gaben man hat. Wo ist die Schnittstelle zwischen Gaben und Talenten? Oder eignet sich der Heilige Geist die Talente für Gaben ein?

2. Kann ich beeinflussen welche Gabe ich habe, oder welche ich nicht habe? Paulus spricht in 1. Kor. 14,1 darüber, “dass man sich um die Geistesgaben, besonders um die Gabe der prophetischen Rede bemühen soll”.

3. Was ist mit den “weniger edlen Körperteilen” am Leib Christ, der Gemeinde gemeint? Wieso sind die weniger anständig und was ist das für eine Ausstattung, von der Paulus in V. 23 spricht.

4.Der Geist Gottes gibt jedem Christen mindestens eine Gabe, was ist wenn man mehrere hat? Passen die immer zusammen oder können die im Widerspruch miteinander stehen. Soll man sich für eine bestimmte Richtung entscheiden, und wenn ja wie? Inwiefern spielt hierbei eine “Berufung” eine Rolle?

Mit Sicherheit gibt es noch viel Gedanken und Sachen zu diesem Text zusagen. Einige Fragen, die ich gestellt habe, sind vielleicht auch nicht nötig, aber ich habe erstmal die Dinge aufgeschrieben, die mir durch den Kopf fliegen.

Was denkt ihr dazu?

Nach langem gibt es heute wieder etwas aus dem Buch “Gemeinsames Leben” von Dietrich Bonhoeffer.

Ich lese gerade das Kapitel über Dienst in der Gemeinschaft.
Bonhoeffer schreibt darüber, dass oft die Neigung dazu besteht zu sagen, dass der einzig wahre Dienst, der Dienst am Wort Gottes sei.

Das stimmt so aber nicht ganz und daher schreibt Bonhoeffer folgendes:

Der erste Dienst, den einer dem anderen in der Gemeinschaft schuldet, bestehr darin, dass er ihn anhört. Wie die Liebe zu Gott damit beginnt, dass wir sein Wort hören, so ist es der Anfang der Liebe zum Bruder, dass wir lernen auf ihn zu hören.
Es ist Gottes Liebe zu uns, dass er uns nicht nur sein Wort gibt, sondern uns auch sein Ohr leiht. So ist es sein, Werk, dass wir an unserem Bruder tun, wenn wir lernen, im zuzuhören.
Christen, besonders Prediger, meinen so oft, sie müssten immer, wenn sie mit andern Menschen zusammen sind, etwas “bieten”, dass sei ihr einziger Dienst. Sie vergessen, dass Zuhören ein größerere Dienst sein kann als Reden. Viele Menschen suchen ein Ohr, dass ihnen zuhört und sie finden es unter den Christen nicht, weil diese auch dort reden, wo sie hören sollten.
Wer aber seinem Bruder nicht zuhören kann, der wird auch bald Gott nicht mehr zuhören, sondern er wird auch vor Gott immer nur reden. Hier fängt der Tod des geistlichen Lebens an, und zuletzt bleibt nur noch das geistliche Geschwätz, die pfäffische Herablassung, die in frommen Worten erstickt.
Wer nicht lange und geduldig zuhören kann, der wird am Anderen immer vorbei reden und es selbst schließlich gar nicht merken.