Archives for the month of: November, 2007

vernetzt mit Emergent DeutschlandHeute war es soweit. Für Peter und mich ging es nach Hamburg. Habe mich schon länger auf diesen Tag gefreut und bin gespannt gewesen, was genau mich erwarten wird. Einziger Nachteil dabei, ich musste um 04.45 Uhr bereits aufstehen :(
Um kurz vor 10 Uhr kamen wir dann in der Kirche an, ich fand es etwas schade, dass nur Stuhlreihen aufgestellt wurden, dadurch wurde das Mitschreiben (habe ich im Endeffekt dann gar nicht gemacht) extrem ungemütlich und ich frage mich auch ehrlich gesagt, wieso man das Seminar in einer so großen Kirche gemacht hat. Die Altersstruktur der Teilnehmer hat mich und Peter verwundert. Mit meinen 20 Jahren war ich wahrscheinlich der jüngste im Raum. Wahrscheinlich waren alle jüngeren in Marburg, oder?

Nun zum Eigentlichen, zu den Referenten und zu den Vorträgen.
Mir hat es insgesamt wirklich sehr gut gefallen. Einige Teile weniger, einige Teile waren mir wichtiger. Dem einen oder anderen Punkt sah ich eher skeptisch, aber es war interessant zu sehen, dass auch so Leute wie Brian im Endeffekt nicht 100%ig sagen konnten und es auch nicht wollten, was genau Emerging Church ist. Brian mag das Wort “Emerging Church” auch nicht wirklich.

Aber worum ging es jetzt im Endeffekt? Brian hat damit angefangen innerhalb von (ich glaube) 20 Minuten, die Weltgeschichte zusammenzufassen und gezeigt, dass es zu bestimmten Zeiten immer wieder Veränderungen (er nannte es Wirbelstürme) in der Gesellschaft, in der Politik, bei den Menschen gab. Momentan herrscht auch so ein Wirbelsturm und Dinge, Ansichten, Menschen verändern sich. Die Postmoderne ist mehr oder weniger eingetroffen.

Jason hat den Bereich der Evangelisation in der Postmoderne ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Er sagte, das, wenn wir Menschen heute begegnen möchten, wir ihnen in erster Linie zuhören müssen um sie zu verstehen.
Zwischendurch gab es immer wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Nach der Mittagspause sprach Brian über etwas, was mir wahrscheinlich am längsten hängenbleiben wird. Er sprach davon, dass existierende Gemeinden Leiter heranbilden müssen, die neue Gemeinden gründen. Diese Gemeinden sind dann innovativ, probieren Sachen aus, sind anders, sind “neu”. Die bereits existierenden Gemeinden, müssen von solchen Gemeinden lernen, sie imitieren sie. Neue Gemeinden werden aber irgendwann auch zu existierenden Gemeinden und müssen selbst neue Leiter für neue Gemeinden heranbilden.
Es entsteht also ein Kreislauf.

Danach war Jason dran, er sprach davon, dass Gemeinden einen sozialen Aspekt und einen theologischen Aspekt haben. Einige Gemeinden haben viel Theologie aber kaum soziales und gesellschaftliches Engagement. Einige Gemeinden haben viel soziales Engagement, aber dafür kaum Theologie. Aber beides ist wichtig. Er regte dazu an zu überlegen, wo die eigene Gemeinde steht und wohin sie sich bewegt. Wichtig wie gesagt, ist beides. Das soziale Engagement sowie eine bestehende Theologie (Hoffe ich habe das so ungefähr richtig wiedergegeben ;-) ).

Am Ende gab es eine Podiumsdiskussion, bei der auch eine Jugendpastorin dabei war, was ich persönlich dadurch noch spannender war. Verschiedene Fragen wurden dort aufgegriffen, die ich hier alle gar nicht nennen kann.

Gerne hätte ich mich während des Tages noch mit mehr Leuten unterhalten, war aber nicht direkt möglich. Der Tag hat sich auf jedenfall gelohnt, neue Motivation und viel Gedankenaustausch mit Peter sind kurzgefasst das Resultat

Die nächsten Tage werden etwas aktiver bei mir persönlich und etwas ruhiger hier im Blog.
Morgen gehts mit Peter nach Hamburg zum Emerging Church Seminar. Bin da schon sehr gespannt darauf.

Am Wochenende geht es mit meiner Jugendgruppe zur Jugendfreizeit (komisch, ein dutzend Leute fragt mich wohin ich fahren, und ich habe schlichtweg keine Ahnung wie der Ort heißt ;-) ). Thema ist Mission, bin gespannt wies wird. Ich bete und hoffe, dass Herzen berührt und verändert werden.

Ich hoffe in diesen Tagen mir zum letzten Post zum Thema Kleingruppen ein paar Gedanken zu machen und diese dann am Montag zu posten….

In den nächsten Seiten von Jugendarbeit mit Vision geht es um das Thema Gemeinschaft und Kleingruppen. Vorab gibt es aber eine kleine Einleitung zum Thema:

Pflege der Gemeinde-Jugendlichen / Die Erfüllung von Gottes Auftrag der Gemeinschaft

Jugendliche zu betreuen und zu pflegen bedeutet, ihnen gewissenhaft bei ihrem Wachstum im Glauben zu helfen. Das gründlichste und messbarste Wachstum findet bei Jugendlichen statt, die vertrauensvolle, verlässliche und intakte Beziehung zu einem ihrer Jugendmitarbeiter haben. Die Beziehungen werden durch Gemeinschaft möglich.
In Jugendarbeitskreisen wurde das Wort Gemeinschaft bereits überstrapaziert und total auseinander gebogen, weil wir einfach alles unter den Begriff Gemeinschaft packen. Wir haben eine Gemeinschaftsstunde in einem Gemeinschaftsraum und die drei Jugendlichen, die dabei sind kapseln sich von der Gemeinschaft ab. Die Gemeinschaft wird überall gepflegt, auf Ausflügen, in großen und in kleinen Kreisen. Doch trifft unser „All-Inclusive-Wort“ nicht mehr wirklich, dass biblische Bild von Gemeinschaft.
In den ersten Gemeinden war Gemeinschaft mehr auf Beziehung zu als auf Unterhaltung bezogen. Sie beinhaltete sowohl Teilen (1.Joh. 1,7) und das Brechen des Brotes (Apg. 2,42) mit anderen Gläubigen als auch die Entwicklung einer engen Beziehung mit Christus (1. Kor.1,9) und mit anderen Gläubigen. Das ist doch ein ganz anderes Bild von als mit ein paar Jugendlichen herumzuhängen und Volleyball zu spielen.
Der effektivste Weg, biblische Gemeinschaft unter Jugendlichen zu schaffen, verläuft über Kleingruppen, denn sie bieten mehr Aufmerksamkeit als größere Veranstaltungen erlauben. Sie sind eine Möglichkeit für dauerhafte Beziehungen und was noch wichtiger ist, für die geistliche Reife der Jugendlichen. In den Kleingruppen kann etwas entstehen, ein Zugehörigkeitsgefühl, das keine Clique, keine Gangs und Kulte schaffen können.
Auch Jugendkreise mit 15 Jugendlichen haben es nötig, Kleingruppen zu schaffen. 15 Personen reichen, damit der eine oder andere Jugendliche abtauchen kann.
Gerade bei einer wachsenden Jugendarbeit wird es irgendwann nicht mehr möglich sein, jeden Jugendlichen einzeln zu betreuen und ein Auge auf ihn zu haben. Da helfen Kleingruppen ungemein.

W e t z l a r / K a s s e l / S t u t t g a r t (idea) – Mehr als 65 Jugend- und Hauskreise mit etwa 1.300 Teilnehmern haben sich an der zweiten Aktion „Der größte Jugendkreis Deutschlands“ beteiligt.

Veranstaltet wurde sie vom Mitarbeitermagazin des pietistischen Jugendverbands „Entschieden für Christus“ (EC) „Auftrag und Weg“ (Kassel), vom jungen Webradio des Evangeliums-Rundfunks (ERF) in Wetzlar CrossChannel.de, und von der „BasisBibel“ der Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart). Drei Stunden lang hörten die Jugend- und Hauskreise am 23. November gemeinsam das Radioprogramm von CrossChannel. Bei Moderator Tobias Schuffenhauer im Studio in Wetzlar hatten sich drei Bibelexperten und fünf Musiker der Band „Crossing“ (Hannover) versammelt, um das Programm des interaktiven Abends zu gestalten. Die Gruppen mit jeweils rund 20 Personen klinkten sich per Webradio, E-Mail und Telefon in das Geschehen ein und gestalteten das dreistündige Jugendprogramm mit. Im Zentrum stand die biblische Geschichte von „Jesus und der Samaritanerin am Jakobsbrunnen“ (Johannes-Evangelium 4,1-42) in der neuen Übersetzung der BasisBibel. Thomas Weißenborn vom Marburger Bibelseminar gab Erklärungen und beantwortete Rückfragen, und auch Florian Theuerkauff von der Deutschen Bibelgesellschaft nahm als Bibelexperte im Studio Stellung. Bei Spielen gewannen fünf Jugendkreise jeweils ein kostenloses Wochenende in einem EC-Freizeithaus für ihren ganzen Jugendkreis; darüber hinaus gab es weitere Preise.

[via idea]