Archives for the month of: Oktober, 2007

Glänzende Augen lasen in einem Liebesbrief folgende Worte in blumiger Sprache: „Mein Schatz, ich würde die tiefsten Täler durchqueren, den höchsten Gipfel erklimmen, die heissesten Wüsten durchwandern und die weitesten Meere durchschwimmen, nur, um bei Dir sein zu können.“ Nach diesem poetischen Höhenflug kam im Nachsatz der bittere Absturz: „P.S.: Ich komme nächsten Samstag zu Dir, wenn es nicht regnet.“ Da hörten die Augen aber auf zu glänzen. So war es also um seine Sehnsucht bestellt! Von wegen „Ozeane durchqueren…“, und dann halten ihn ein paar Regentropfen davon ab, seinen Schatz aufzusuchen. Kein Wort von dem, was er da zuerst geschrieben hatte, glaubte sie ihm mehr.

Ich weiss nicht, wie die Geschichte dieses Paares weiterging. Wie auch immer, die Worte des jungen Mannes machen mich nachdenklich. Sie erinnern mich irgendwie ein bisschen an mich. Geht es mir nicht manchmal ganz ähnlich? Ich meine hier nun in Bezug auf Gott und seinen Willen für mein Leben. Ist es bei mir nicht auch so, dass ich Gott oft sage, was er mir bedeutet, was ich alles für ihn tun möchte – und dann in meinem Leben doch zeige, dass mein Herz an vielem anderen, an Vergänglichem hängt? Was kommt mir da nicht alles über die Lippen! Wie hab ich mit dem einen Lied schon beteuert: „Ich entsage willig allen Eitelkeiten, aller Erden Lust und Freuden.“ Wie bitte? Meine Frau würde niemals auf mich kommen, wenn ich sie fragen würde, von wem dieser Satz stammen könnte! Oder wie heisst es in dem neueren Lied: „Du bist alles für mich!“ Ist das wirklich so? Wenn es darauf ankommt, zeige ich da nicht mit meinem Handeln, dass mein Herz oft genug mehr für anderes schlägt? Plötzlich kann ich mich in dem jungen Mann von vorhin wieder erkennen.

Wem gehört mein Herz? Was ist mir wirklich wichtig? Wofür investiere ich mich? Spiegelt die Prioritätensetzung in meinem Alltag wieder, was ich am Sonntag beteuere? Ist Gott auch unter der Woche alles für mich? Bin ich bereit zu verzichten, um Gott besser dienen zu können? Es ist doch so: was mir wirklich wichtig ist, dafür bringe ich mich ein. Da setze ich alle Hebel in Bewegung, um das Ziel zu erreichen. Jesus drückt es so aus: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Das kann ich nachvollziehen.

Jesus mahnt uns hier, die Prioritäten wieder richtig zu setzen. Wert hat nur das, was ewig, was über meinen Tod hinaus Bestand hat. Dafür soll mein Herz wieder neu schlagen. Ich möchte meinen Blick für das, was wirklich wichtig ist, wieder neu von Gottes Geist schärfen lassen und auch wieder neu demgemäss handeln. Gerade jetzt.

Posted by Reini

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[via Tim Walburg]

Ich finde es super, dass man hin und wieder mal mit Streitfragen im christlichen Glauben auch humorvoll umgehen kann :D

Am 1. November, das ist ein Donnerstag, gibt es einen Jugendmissionskonferenz in meiner Gemeinde, Bielefeld.
Näherers zum Ablauf, Referenten und dem Ort der Veranstaltung könnt ihr hier unten lesen. Vielleicht sieht man sich ja dort?! :D

Nachdem ich letztes Jahr beim active-zone camp in Köln war, hatte ich mir fest vorgenommen die Teens dort, aber auch die Mitarbeiter zu besuchen. Nachdem dann das active-zone cafe im März diesen Jahres eröffnet wurde, konnte ich mehr oder weniger gar nicht mehr darauf warten, mir das anzuschauen.
Und weil diverse andere Personen in der Gegend dort wohnen (teilweise erst seit kurzem dort wohnen), habe ich einen kleinen Road Trip ab Dienstag Abend geplant.

Die erste Station ging nach Gummersbach zu meinem Kumpel, der im August sein FSJ in der KfO (Kirche für Oberberg) macht. Dort kam ich einen Tag mit, habe bei ein paar Sachen mitgeholfen. Das coole war auch, dass der Pastor Artur Siegert sich etwas Zeit für mich genommen hat und mir deren Konzept bzw. deren Vision vorgestellt hat. Ich bin begeistert. Gott tut durch diese Gemeinde sehr viel und hinter allem was in der Gemeinde geschieht, steckt eine Idee hinter. Alles passt in die Gesamtvision, wirklich sehr ermutigend.

Donnerstag Abend bin ich dann weiter nach Bonn, eigentlich eher Bornheim gefahren. Dort macht mein Freund seit diesem Jahr ein Studium am Bibelseminar Bonn. Viele Mitarbeiter von active-zone sind auch Praktikanten von der Bibelschule gewesen. Und so war es super, dass ich einige Leute wieder sehen konnte, coole Gespräche hatte und auch etwas beim Unterricht dabei war. Wobei das mit dem Unterricht nur 2 Stunden waren, den Rest des Tages habe ich mit Gesprächen verbracht.

Am Freitag Abend bin ich dann zum Treffpunkt für Teens – das active-zone cafe – nach Köln gefahren. Mir gefällt der Raum wirklich sehr, die Einrichtung ist cool und vielen Teens gefällt es. Teens kommen hin, können Beziehungen zu Menschen die Gott kennen aufbauen und viele intensive Gespräche führen.

Samstag ging es dann eher spontan weiter zu meinen Verwandten in der Nähe von Dillenburg. Habe da einfach nur zu Mittag gegessen und Zeit mit meinen Cousins verbracht.

Samstag Abends fuhr ich dann zu meiner eigentlichen letzten Station, nach Wiedenest, wo mein Bruder Alex dies Jahr absolviert. Am Abend gab es das von den Bibelschülern selbst organisierte Programm und am Sonntag die Einschulung bzw. die Zeugnisausgabe der Bibelschüler und “Ex-Bibelschülern”.

Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich mit einer Tankfüllung nach Haus kam, was aber leider nicht der Fall war. Als ich in Wiedenest ankam, hatte ich bereits 780km hinter mir und dann schreit der Motor mehr oder weniger nach etwas Saft.

Das war mein Roadtrip. 5 Orte, knapp 1000km, viele Menschen, viele Gespräche. Eine super Zeit….