Archives for the month of: September, 2007

Meine Schwester heiratet :D , daher konnte ich die letzten Tage nicht wirklich was schreiben und werde es auch am Wochenende nicht schaffen können. Daher gibt es ein Zitat mit einer tiefen Weisheit, für die Zwischenzeit:

Um Gott lieben zu können, musst Du ihn in dir wohnen lassen und es zulassen, dass er sich durch dich lieben lässt.

Augustinus

Bonhoeffer schreibt über die Bedeutung der Bibel im ganzheitlichen Sinne. Zuerst schreibt er etwas über die Psalmen und kommt dann darüber, dass oft einzelne Verse aus den Psalmen als Losungen gelesen werden und viele Christen sich damit zufrieden geben, diese einzelnen Losungen zu lesen.

Die Heilige Schrift besteht nicht aus einzelnen Sprüchen, sondern sie ist ein Ganzes, das als solches zur Geltung kommen will. Als Ganzes ist die Schrift Gottes Offenbarungswort. Erst in der Unendlichkeit ihrer inneren Beziehungen, in dem Zusammenhang von Altem und Neuen Testament, von Verheißung und Erfüllung, von Opfer und Gesetz, von Gesetz und Evangelium, von Kreuz und Auferstehung, von Glauben und Gehorsam, von Haben und Hoffen wird das volle Zeugnis von Jesus Christus, dem Herrn, vernehmlich.

Es ist also wichtig die Bibel im Ganzen zu lesen und Bonhoeffer fragt sich, wie es denn sein kann, dass die Christen nach einem Kapitel schon genug haben? Jedes Mal beim Lesen der Bibel wird es einem zu lang vorkommen, wenn man die Bibel wirklich als Ganzes lesen will, da es unmöglich ist über jeden Einzelnen Vers oder Abschnitt das Ganze im Auge zu behalten.
Hilfreich hierbei ist es unterschiedlich zu lesen. Mal die Geschichtlichen Bücher, dann wieder Phropheten, Evangelien und Briefe, sowie die Offenbarung.

Wenn wir dies machen und die Bibel ernst lesen, “dann werden wir uns dort finden lassen, wo Gott zum Heil der Menschen ein für allemal gehandelt hat.”

Dort hat Gott an uns gehandelt und dort handelt er noch heute an uns, an unseren Nöten und Sünden durch Zorn und Gnade

Gott prägt den Menschen auf der Erde immer noch und am allermeisten hat er dies getan, in dem er sich in dem Leben von Jesus gezeigt hat. Hier hat er sich vollkommen gegenwärtig gezeigt und seine Hilfe im höchsten Maße erwiesen.
Daher ist es wichtiger zu wissen, was Gott an seinem Sohn Jesus Christus getan hat, als zu erforschen, was Gott heute mit mir vorhat.

Das Jesus Christus starb, ist wichtiger, als das ich sterbe, und das Jesus Christus von den Toten auferweckt wurde, ist der einzige Grund meiner Hoffnung, das auch ich auferweckt werde am jüngsten Tag.
Nur wer sich in Jesus Christus finden lässt, in seiner Menschwerdung, seinem Kreuz und seiner Auferstehung, der ist bei Gott und Gott bei ihm.

Die Bibel ist daher umso mehr bedeutender und heilsamer, weil darin Gottes Wirken auf der Erde mit den verschiedenen Personen, vor allem mit Jesus deutlicher wird. Ich sehe dort wie Gott gehandelt hat und daher kann ich sehen wie Gott an mir handeln wird.
“Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist der Gott und Vater Jesu Christi und mein Gott.”

Jeder einzelne Christ muss die Bibel daher wieder kennen lernen, sie als Fundament -nicht um des Heils willen- für Handeln im persönlichen und kirchlichen Sinne zu haben. “Nicht unser Herz entscheidet über unseren Weg, sondern Gottes Wort.”
Viel zu oft werden Entscheidungen, seien es Entscheidungen in der Gemeinde oder auch im persönlichen Leben, aufgrund Aussagen “aus dem Leben”, oder aus der “Erfahrung” gefällt, ohne einen Schriftbeweis bzw. Hinweise, Prinzipien in der Bibel zu finden. Womöglich würden sie ja in die entgegengesetzte Richtung führen.

Um es am Ende mit Bonhoeffer auf einen Punkt zu bringen:

Wer aber nicht lernen will, selbständig mit der Schrift umzugehen, der ist kein evangelischer Christ.

… zu wissen was die Teens, was die Jugendlichen beschäftigt, was bei ihnen abgeht, wie und worüber sie reden. Darüber hat Tim schon mal etwas geschrieben und das ist mir beim lesen dieses Zitats bewusst geworden:

Die große Illusion von Leiterschaft ist der Gedanke, dass jemand Menschen aus der Wüste führen könnte, der selber noch niemals dort war.
Henri Nouwen

Wenn Jugendlichen geholfen werden soll, wenn man sie prägen will, dann muss man wissen was bei ihnen abgeht und dies kann nur geschehen, wenn man sich Zeit dafür nimmt. Es geht bei Jugendarbeit in erster Linie um die Menschen, um die Jugendlichen, es geht um die Beziehungen.
Das kann bei den ganzen Meetings, Berichten, Event- und Projektplanungen, bei Ausarbeiten von Konzepten, Auseinandersetzungen mit Eltern und evtl. auch der Gemeindeleitung total ins Rampenlicht gerückt werden.

Daher ist es wichtig sich das immer wieder bewusst zu machen, feste Zeiten für die Jugendlichen einzuplanen und immer ein kleinen Puffer frei zulassen, falls ein spontanes Gespräch mit jemandem geschieht.

Ein weiterer Punkt ist nicht alle Jugendlichen über einen Kamm zu scheren. Nicht bei jedem Jugendlichen, der z.B. eine seelsorgerliche Frage nennt (auch wenn alle die gleiche Frage nennen), die gleiche Methode bzw. Antwort geben. Die Jugendlichen sind immer unterschiedlich, weil Gott sie auch unterschiedlich geschaffen hat. Das sieht man nicht nur am Aussehen sondern am Charakter, an den Eltern und an den Geschwistern, an dem Wohnort, an der Schule etc. Dies sind alles Dinge die man sich bewusst machen muss und je nachdem wie viele Jugendliche in der Jugendarbeit integriert sind, muss man sich was geschicktes einfallen lassen um den Überblick nicht zu verlieren. Eine Möglichkeit ist z.B. Highrise.

P.S.
Der Peter Aschoff schreibt hier gerade über Henri Nouwen.

Ich denke in letzter Zeit bisschen mehr über Gebet allgemein und mein Gebetsleben nach, daher hier ein interessantes Zitat von Mutter Teresa:

Mein Geheimnis ist ganz einfach: Ich bete. Und durch mein Gebet werde ich eins mit der Liebe Christi und sehe, dass Beten ihn leben, das Beten mit ihm lieben heißt, und es bedeutet, seine Worte wahr zu machen.

Mutter Teresa