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Ein Gottesdienst braucht eine verständliche Botschaft

Die Botschaft bei einem Gottesdienst kann für kirchendistanzierte und Christen gleichermaßen ausgerichtet sein. Grundlage dafür ist die Bibel und die ist für jedermann relevant. Unterhaltung hierbei kann einfach nur als Kommunikationshilfe dienen und nicht Hauptmerkmal sein. Dies ist die Botschaft von Jesus, die macht Sinn.
Neu hinzukommende Jugendlichen stellen beim Hören der Botschaft unbewusst drei Fragen und die gilt es in der Predigt zu beantworten:

  1. Kann ich dir vertrauen?
  2. Bedeute ich dir etwas?
  3. Weißt du, wovon du redest?

Es kommt also darauf an das du vertrauenswürdig bist. Einfühlungsvermögen und Verständnis besitzt und über die Sache, von der du redest Bescheid weißt. Die ersten beiden Sachen werden in deinem Auftreten sichtbar. Es ist hierbei wichtig zumindest einige Teens und Jugendliche vorher schon mal gesehen, vorher schon mal Kontakt geknüpft zu haben.

Gib deiner Botschaft einen kreativen Teil

Ein kreativer Teil in der Botschaft kann Interesse wecken und dir sofortige Aufmerksamkeit verschaffen.
Dabei kann man verschieden Titel verwenden, wie z.B. „Wie man…“. Dadurch wir den Jugendlichen gezeigt, dass die Bibel kein altes Märchenbuch ist, sondern für heute relevant ist. Einige Beispiele:

  • Wie man ruft, ohne zu schreien (Evangelisation)
  • Wie man attraktiv ist, ohne gut auszusehen (Gal. 5 – Frucht des Geistes)
  • Wie man Liebe findet, wenn man sich zum Kotzen fühlt (Jona)
  • Wie man bei sich selbst eine Herzoperation vornimmt (Hartherzigkeit)

Investiere Zeit, um deine Predigttitel kreativ, interessant und ansprechend zu gestalten. Die meisten Jugendlichen sind an Gähn-Titel wie „Hosea – Ein Beispiel der Liebe Gottes“ gewöhnt. Ein packender Titel wäre.“Würde Gott wollen, dass du eine Nutte heiratest?“ Frag mal ruhig deine Jugendlichen welcher Titel sie interessanter fänden (Frag ruhig auch die Eltern, um zu sehen, welcher Titel dich in Schwierigkeiten bringt!)
Stell dir vor, du bereitest eine Predigt darüber vor, was die Bibel zu Kraftausdrücken sagt (Jakobus 2). Du könntest deine Ansprache „Was die Bibel über unsere Wortwahl zu sagen hat“ nennen oder ihr einen kreativen Teil geben, der dann lautet: „Wie man einen rülpsenden Drachen zähmt“. Der letztere Titel ist etwas derb, aber er macht neugierig. Das wir dir helfen, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu bekommen.

Entwickle einen Einstieg, der Interesse weckt

Ein guter Einstieg ist das Allerwichtigste, um den Jugendlichen direkt am Anfang abzuholen und für die Botschaft zu gewinnen.
Es ist auch wichtig zu beachten, für wen die Botschaft sein soll. Wähle ich eine Themenbezogene Botschaft z.B. über Versuchung, Familie, Gruppenzwang etc. bieten sich viele Gelegenheiten an, Bilder und Geschichten aus dem wirklichen Leben zu erzählen.

Vereinfache deine Botschaft

Jesus benutzt eine sehr einfache Sprache, gebrauchte Bilder und Vergleiche. Ein einfacher Lehrstil ist super wichtig. Wenn du zu neuen Jugendlichen redest, versuche nicht, sie mit deinem Wissen zu beeindrucken.
Gerate nicht in Versuchung zu viel Wissen, in einer Ansprache zu packen. Die meisten Jugendlichen werden die Botschaft verstehen, sie aber nach 24 Stunden vergessen. Hilfreich kann daher sein, die Botschaft zu einer Schlüsselaussage zu vereinfachen. Dies kann eine Wahrheit, ein Prinzip, ein Gedanke den sich die Jugendlichen merken können.

Benutz verständliche Bibelstellen

Wenn du eine Bibelstelle liest, dann nimm eine Übersetzung, die deine Jugendlichen verstehen können. Wenn du eine Übersetzung benutzt die unverständlich und altmodisch ist, dann werden die Jugendlichen kaum motiviert werden, selbst in die Bibel zu schauen.

Gib den Jugendlichen eine kurze schriftliche Zusammenfassung, damit sie dir folgen können

Teile den Jugendlichen einen Zettel mit den wichtigsten Aussagen deiner Predigt aus und einem Lückentext, der auszufüllen ist, damit sie sich in die Botschaft einfinden. Die Jugendlichen haben dann auch etwas, dass sie nach Hause mitnehmen können, wenn sie später nochmal über die Botschaft nachdenken wollen.

Stell praktische Hilfen zu Verfügung

Eine Predigt die endet ohne den Jugendlichen zu sagen, was sie jetzt genau machen müssen um das gehörte umzusetzen ist sinnlos. Den Jugendlichen müssen Handlungsschritte gezeigt werden, damit sie erkennen, wie die Bibel ihr Leben beeinflussen kann, wie sie erst zu Hörern und dann zu Tätern (Jak. 1,22).
Dies ist eigentlich der schwierigste Teil der Predigt, weil man sich in den Jugendlichen hineindenken muss um herauszufinden, wie die praktischen Handlungsschritte aussehen könnten.

Nimm dir Zeit für die Vorbereitung

Wenn du die o.g. Ideen anwenden willst, dann nimm dir genügend Zeit für die Vorbereitung, das wird sich positiv bemerkbar machen. Hier eine Hilfe für die Vorbereitung:

  • Gebet: Das sollte die Basis von allem sein, was du tust
  • Zielpunkt: Basierend auf deiner Bibelstelle oder deinem Thema: „Was sollen sich die Jugendlichen merken?
  • Handlung: Dies bezieht sich auf das Sortieren deiner Gedanken. Schreibe deine Hauptgedanken auf und überlege dir einen logischen und nachvollziehbaren Aufbau deiner Predigt.
  • Personalisierung: Erzähl von dir persönlich. Bezieh deine Lebenserfahrung mit ein und berichte auch von Niederlagen und Versagen.
  • Praxis: Hier ist die Umsetzung gefragt. Zeig den Jugendlichen eine Richtung und Beispiele für das was du eben gesagt hast.

Fragen / Anregungen

  1. Welche Veranstaltung siehst du als deine „offene Tür“ für Jugendliche, die das erste Mal kommen?
  2. Kommst du früh genug um für eine angenehme Atmosphäre bei den Veranstaltungen zu sorgen? Warum, oder warum nicht?
  3. Kann sich ein Besucher leicht in deine Jugendarbeit einfinden und mitmachen? Gibt es einen vorgesehenen Weg und Anleitungen?
  4. Bekommst du von Besuchern ein Feedback der Eindrücke bei ihrem ersten Besuch? Wie könntest du ihnen das erleichtern?
  5. Bringen deine Jugendlichen gerne Freunde mit? Woher weißt du das?

Ich kam zuletzt mit noch ein paar anderen Leuten auf die Frage, ob es denn etwas in Richtung “Emerging Youth Minstry” gibt.

Google hat mir nicht sehr viel gezeigt, aber zwei Dinge möchte ich schon mal vorab weitergeben:

Emerging Youth Ministry

Und hier noch ein Artikel eines – ich nenne ihn einfach mal Jugendreferenten – über die Notwendigkeit einer Jugendarbeit in einer Emerging Church.

Ich wollte einfach mal in die Runde fragen, ob ihr zu diesem Bereich gehört, gelesen oder geschrieben habt. Freue mich über jeden Link ;-)

“Wer eine Gesellschaft prägen will, der muss selbst die Alternative darstellen!”

Klaus Berger in “Jesus

Ich war gestern, wie auch der Rest der christlichen Jugendlichen (so hatte ich auf jedenfall den Eindruck), auch in Lemgo auf dem Hillsong Konzert.
Die Leute machen echt gute Musik und was mich da noch am meisten begeistert sind die Texte. In den Texten geht es nicht um irgendwelches Gelabere, sondern sie enthalten tiefe geistliche Weisheiten. Das begeistert mich am meisten.

Anfangs stand ich vor der Bühne mit allen anderen Leuten, dann bin ich nach oben auf die Tribüne gegangen um auch mal “richtig” etwas zu sehen (ich bin nämlich nicht der allergrößte ;-) ). Wir saßen dann mit einigen Freunden fast ganz rechts, so das wir die Bühne direkt vor uns hatten und auch teilweise den Backstage Bereich sehen konnten :D

Die Predigt war sehr interessant, lebendig erzählt und war auch evangelistisch ausgerichtet, was super war! Der Kerl (ich weiß grad nicht, wer genau das war..) hat über Apostelgeschichte 3, wo Petrus und Johannes zum Tempel gingen und dann den bekannten Satz zu einem Lahmen gesagt haben: “Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, steh auf und geh umher!”
Das meiste was mir von der Predigt hängen geblieben ist, war die Aussage, das auch wenn ich materiell gesehen gar nichts habe, Jesus aber in mir wohnt, ich immer etwas zugeben habe. Ich kann Jesus weitergeben und das ist das Beste was es auf der Welt gibt.

Was ich aber auch etwas schade fand, dass die ganze zeit von der “New Generation, you can make a difference” gesprochen wurde. Im Grunde hat er schon recht, die junge Generation kann einen Unterschied machen, sie kann vorantreiben und verändern. Aber das gilt genauso gut allen anderen Generationen im Reich Gottes, in der Gemeinde. An diese muss genauso appelliert werden, dass sie in ihrem Bereich, in ihrem Umfeld und in ihrem Kontext, da wo sie Leben Jesus bezeugen können und müssen, dass sie einen Unterschied machen.