Archives for the month of: August, 2007

img_0244.jpgIch trage seit active-zone ein kreuz aus Speckstein um den Hals, das eine Freundin von mir gemacht hat.
Heute wurde ich auf der arbeit gefragt warum ich denn ein Kreuz trage,die Auferstehung sei doch viel wichtiger. Das Kreuz symbolisiert doch den Tod und das kreuz wäre ohne die Auferstehung gar nichts wert, es zeigt nur Trauer, Tod und ist generell negativ behaftet.
Wir kamen dann noch kurz darauf zu sprechen, dass beides miteinander zusammenhängt und das eine ohne das andere Unsinn ist. Ich hatte dann noch erwidert, dass es schwierig ist ein offenes Grab um den hals zu hängen, da meinte sie nur das ich mir gar nichts umhängen sollte. Doch darauf habe ich kein bock ;-)
So habe ich denn weiter darüber nachgedacht… Kam dann auch zu der frage, warum denn die ganzen Kirchen Kreuze an und in ihren Gebäudes hängen haben.
Auf dem weg zum Zug kam mir dann die Antwort, ich weiß nicht ob es die allgemeine Antwort ist und dies die Begründung der Kirche für die vielen kreuze ist.

Nun meine Gedanken dazu…

Und zwar ist es so, dass ich bei dem Gedanken an das Kreuz, bei dem Blick auf ein Kreuz nicht an Tod, Trauer und generell negativ denke, sondern an Liebe. Das Kreuz ist das höchste Ausmaß der Liebe Gottes zu den Menschen. Es zeigt das Ende des Lebens Jesu auf dieser Erde, sein ganzes Leben zielte auf diesen Augenblick ab. Dafür hat er einiges abgegeben (Phil. 2,7 ff). So ganz werde ich nie verstehen, was genau es Jesus gekostet hat auf die Erde zu kommen und sein Leben für den Menschen hinzugeben, aber ich weiß das er das nicht machen musste. Jesus gab sich freiwillig hin (Joh. 10,17-18). Gottes Wunsch, Gottes Mission war es dass jeder Mensch gerettet ist und Kontakt, eine Beziehung zu Gott haben kann. Jesus identifizierte sich mit dieser Mission, mit dem Wunsch. Gottes Liebe zu den Menschen gleicht Jesu Liebe zu uns.
Das Kreuz ist also das höchste Ausmaß an Liebe. Wenn ich an Liebe denke, muss ich an Gott denken, denn er ist Liebe (1.Joh. 4,8). Es ist seine Haupteigenschaft, sein Wesensmerkmal.

Je mehr ich mir also das Kreuz anschaue, desto mehr lerne ich von dieser Liebe, desto mehr verstehe ich sie. So ganz verstehen werde ich sie wahrscheinlich, zumindest auf Erde, nie. Doch je mehr mich diese Liebe beeinflusst, desto mehr beeinflusst mich Gott, weil Gott Liebe ist. Seine Liebe wird immer mehr zu meiner Liebe, so dass ich auch lieben kann (1.Joh. 4,8) und erkenne wer Gott ist, was er denkt, wie er die Menschen sieht, wofür sein Herz schlägt.

Deshalb trage ich das Kreuz. Weil es Liebe zeigt, weil es Gott zeigt….

Ich wollte mich nur für das Wochenende verabschieden, werde in Dresden auf einer Hochzeit sein. Freue mich schon ein wenig darauf, auch auf die Stadt. Wobei zwei Wochenenden hintereinander nach Ostdeutschland, ob das wohl so gut ist ;-)

Wie nur Christus so zu mir sprechen konnte, das mir geholfen war, so kann auch dem Anderen nur von Christus selbst geholfen werden. Das bedeutet aber, dass ich den Anderen freigeben muss von allen Versuchen, ihn mit meiner Liebe zu bestimmen, zu zwingen, zu beherrschen. In seiner Freiheit von mir will der Andere geliebt sein als der, der er ist, nämlich als der, für den Christus Mensch wurde, starb und auferstand, für den Christus die Vergebung der Sünde erwarb und ein ewiges Leben bereitet hat.

…Geistliche Liebe erkennt, das wahre Bild des Anderen von Jesus Christus her, es ist das Bild, das Jesus Christus geprägt hat und prägen will.

Annahme unter Christen in der Gemeinde. Ein sehr wichtiges und interessantes Thema, worüber man viel reden und austauschen kann.
Ich finde das Konzept von Gemeinde, wie es die Bibel beschreibt, genial, weil es eben von Gott kommt. Da gibt es alle verschiedene Arten von Menschen, sei es jetzt rein äußerlich oder auch vom Charakter her und doch kommen sie miteinander klar. Bonhoeffer drückt dies sehr gut aus. Christen müssen einander als allererstes lieben und annehmen so wie der andere ist. Dann erst wenn diese Annahme geschehen ist, kann ich schauen wo ich ich vielleicht helfen kann, geistlich zu wachsen, Dinge im Leben auszuräumen die nicht mit Jesus im Einklang stehen etc.
Verändern wird Jesus diesen Menschen, ich kann da nur helfen, zur Seite stehen und für beten.

Ein anderer Punkt im Bezug auf Annahme ist die Annahme von kirchendistanzierten Menschen in der Gemeinde. Wie gehen unsere Gemeinden mit Menschen um, die nichts bis kaum etwas mit Kirche zutun, die die Gemeindeformen und Gottesdiensttraditionen nicht kennen? Erwecken wir als Gemeinde den Eindruck das Menschen erst einen gewissen Grad an Christsein, einen gewissen Grad ein Heiligkeit besitzen müssen um bei uns Willkommen zu sein, um bei Gott willkommen zu sein?

Einfach Frage zum Überprüfen: Wie geht ihr in euer Gemeinde mit Menschen um, die zum ersten Mal bei euch im Gottesdienst sind, die eine andere Frisur, ein total anderes (womöglich herausstechendes) Outfit anhaben? Glotzen alle diesen Menschen nur an oder wird auf ihn zugegangen, wird er begrüßt und zu weiteren Veranstaltungen eingeladen?

Worüber ich zuletzt mal nachgedacht habe, war die Frage, wie gehe ich mit einem Teeny, einem Jugendlichen um, der sich z.B. bei active-zone für Jesus entscheidet? Bringe ich diesen sofort in meine Gemeinde mit, oder versuche ich ihm zu helfen durch einen Hauskreis ein geistliches Fundament aufzubauen? Die Gefahr besteht ja, wenn ich ihn direkt in meine Gemeinde mitnehmen, das er von der Gottesdienstform, von der Tradition total abgeschreckt ist und dann voll abblockt. Wäre es vllt. ratsamer mit ihm zusammen eine Gemeinde zu suchen, die ihm gefällt, wo er sich wohlfühlt und durch die er geistlich reifen kann? Nicht jeder Christ muss in jeder Gemeinde klar kommen, genauso wenig, wie ich einen Menschen zu einer bestimmten Denomination oder Gemeindeform bekehren möchte…

Was meint ihr, habt ihr schon so etwas erlebt? Wie seid ihr damit umgegangen?

…in einem Teil von Deutschland, der mir bisher immer nur vom Hörensagen bekannt war und den ich seit ich selbst denken kann, nie betreten habe. Ich rede von dem dunklen Teil Deutschlands, von Dunkeldeutschland. Wer noch nicht drauf kommt, ich rede vom Osten, von der ehemaligen DDR.

LeipzigUnd zwar war ich zusammen mit noch 13 anderen Jugendlichen aus meiner Jugendgruppe in Leipzig, genauer gesagt im Stadtteil “Grünau”. Dort lebt schon seit einiger Zeit die Familie Schott (die Jared auch sehr gut kennt, er hat dort sein Zivi gemacht ;-) ).

Am Samstag morgen ging es los, so dass wir Mittags da waren. Wir haben dann direkt einen Döner für 1,80€ gekostet (der komischerweise von Asiaten verkauft wurde, sowas habe ich auch noch nie gesehen), der ziemlich gut war. Danach ging es dann mit der richtigen Aufgabe los. Wir haben einen “Action-Samstag” auf einer Wiese in der Nähe des Gemeindehauses mit den Kindern gemacht. Es waren zwar nicht wirklich viele Kinder da, aber mit denen die da waren, hatten wir eine Menge Spaß. Das Wetter war auch super, so das alles perfekt zusammen gepasst hat.

Abends haben wir uns dann noch ein wenig die Stadt angeguckt. Leipzig ist super schön, der Bahnhof ist gigantisch und es gibt viele sehr gut erhaltene Gebäude.

Am Sonntag haben wir dann den Gottesdienst mit einer Lobpreis, einem kurzen Theaterstück und einer super Predigt über den Kaufmann und die Perle nach Matth. 13 gestaltet.